Katzengras selbst anbauen

Katzengras gehört wohl zu den absoluten Lieblingspflanzen von Katzen. Der Name kommt schließlich nicht von ungefähr. In vielen Blumenläden gibt es Töpfe mit Katzengras für einen oder zwei Euro. Wenn du regelmäßig Katzengras kaufst, könntest du überlegen, dein eigenes Katzengras anzupflanzen. Das ist nicht nur günstiger, sondern du weißt auch mit Sicherheit, dass es unbehandelt und biologisch einwandfrei ist.

Warum stehen Katzen so auf Katzengras?

Katzengras hat seinen Namen daher, dass es von so ziemlich jeder Katze geliebt wird. Wir persönlich kennen keine Katze, welche auf die Pflanze nicht absolut abfährt. Unsere eigenen sind natürlich auch so drauf. Sobald wir einen Topf Katzengras mitbringen, werden die fuchsteufelswild und kauen darauf rum, als ob es kein Morgen gäbe.

Wir können das Katzengras maximal für wenige Minuten stehen lassen, weil ein Topf dann fast komplett aufgegessen wird. Obwohl es gesund ist, sollten sich die Katzen nicht überfressen. Dann ist es nur logisch, wenn die Katzen danach kotzen. Sie können sich aber auch eine Nährstoffüberversorgung zuziehen.

Warum Katzen das so anziehend finden ist noch nicht endgültig geklärt. Vermutlich riecht und schmeckt es Katzen einfach nur zu gut. Oder sie wissen tatsächlich, dass das Zeug gut für sie ist.

Braucht meine Katze Katzengras?

Die Antwort ist die gleiche wie bei der Frage, ob deine Katze Leckerchen braucht. Katzengras ist nicht lebensnotwendig, deine Katze stirbt nicht, wenn sie kein Katzengras bekommt. Aber es ist ein stets sehr beliebtes und gesundes Leckerli.

Du überlebst ja auch, wenn du dich gesund ernährst und dennoch keinen Fruchtsaft trinkst. Aber so ein Saft ist mal eine leckere Abwechslung und schaden wird er dir mit Sicherheit nicht. Kommen wir jetzt dazu, welche Vor- und Nachteile Katzengras hat.

Welche Vorteile hat Katzengras?

Katzengras schmeckt deiner Katze nicht nur gut, es hilft ihr auch. Du weißt bestimmt schon, dass Katzen öfter mal kotzen. Wenn es nicht an einer Überfressung beim Verschlingen von Nassfutter oder Trockenfutter liegt, würgt deine Katze einfach Haarballen aus. Das muss sie gelegentlich, denn beim Putzen verschluckt sie regelmäßig Haare.

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Diese Haare werden meistens vom Darm weitergeleitet und landen am Ende als Kot in der Katzentoilette. Manchmal schluckt deine Katze aber mehr Haare, als der Darm verkraftet. Besonders häufig kommt das während des Fellwechsels vor. Katzengras wirkt dann wie ein Schmiermittel. Die Haare gelangen leichter durch den Darm und der Rest, der sich noch angesammelt hat, wird ausgekotzt, was deiner Katze aufgrund des Katzengrases besonders leichtfällt, da ihr das Hochwürgen weniger wehtut.

Wir persönlich können das nicht bestätigen, aber es heißt, dass Katzengras dazu führt, dass sich deine Katze sich nicht mehr für andere Pflanzen interessiert. Das Katzengras ist eben dann ihre Pflanze, die anderen sind ihr daher nicht mehr wichtig. Vielleicht würden unsere das auch tun, wenn wir häufiger Katzengras anböten.

Es ist auch möglich, deiner Katze eine eigene Liegewiese zu basteln. Du nimmst einfach eine große Schale oder ein tiefes Backblech, legst Gartenerde hinein und pflanzt dein eigenes Katzengras an. Am Ende dieses Artikels beschreiben wir dir ausführlicher, wie es geht.

Katzengras ist auch ein tolles Nahrungsergänzungsmittel, da es zahlreiche wichtige Nährstoffe enthält, Folsäure zum Beispiel. Außerdem kostet es nicht viel, ein Töpfchen kostet beim Blumenhändler je nach Größe meist nur einen oder zwei Euro. Später geben wir dir Tipps, wie du dein eigenes Katzengras züchten kannst. Dann bekommst du auch viele Informationen, die dir dabei helfen, dein Katzengras im Topf nachwachsen zu lassen.

Im Grunde ist Katzengras sehr pflegeleicht. Nur, wenn du es ganzjährig züchtest, solltest du einige Sachen beachten, aber darauf gehen wir im weiteren Verlauf dieses Artikels ein.

Hat Katzengras auch Nachteile?

Katzengras hat nicht wirklich viele Nachteile. Die Diskussion darüber ist genauso festgefahren und unsinnig wie die übers Barfen. Ein Nachteil ist, dass du darauf achten musst, wie viel Katzengras deine Katze frisst. Unsere hätten kein Problem damit, den ganzen Topf auf einmal abzunagen. Dann würden sie sich aber überfressen und kotzen, obwohl es gerade keine Haarballen zum Heraufwürgen gibt. Dünnpfiff kann auch auf einen wegen Katzengras gereizten Magen hinweisen.

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Was du auch beachten solltest ist, dass du nicht weißt, ob gekauftes Katzengras behandelt oder gespritzt wurde. Der Händler wird sich vermutlich recht wenig drum kümmern, bei den Preisen ist die Gewinnmarge einfach zu klein, um sich gründlich mit der Herkunft auseinanderzusetzen. Vermutlich weiß der Händler es auch einfach nicht.

Wenn du Katzengras selbst züchtest, hast du einen gewissen Pflegeaufwand. Du musst es nicht nur gießen, sondern auch regelmäßig zurückschneiden. Wenn du das nicht tust, entwickeln die Halme scharfe Kanten, an denen sich deine Katze verletzen kann. Es kann zu Verletzungen und Schnittwunden im Mundbereich kommen. Viel schlimmer wird es, wenn die scharfkantigen Gräser verschluckt werden und Magen oder Darm verletzen.

Es ist auch möglich, dass deine Katze zusätzliche Schadstoffe aufnimmt, die sich aus der Luft am Katzengras festgesetzt haben. Ganz ehrlich halten wir dieses Argument für Unfug, denn deine Katze atmet ja auch diese Luft, Schadstoffe lagern sich im Fell ab und werden beim Putzen aufgenommen. Der Napf ist auch rund um die Uhr Schadstoffen ausgesetzt. Wenn es danach geht, kannst du deine Katze nur in einem Sauerstoffzelt halten. Dann musst du dir aber sicherlich anhören, dass das Tierquälerei ist, da es sich nicht um ein natürliches Umfeld mit steriler Luft handelt.

Wie lagere ich gekauftes Katzengras im Topf richtig?

Gekauftes Katzengras im Topf verhält sich nicht wie Leckerchen aus der Tüte. Die Tüte kannst du wieder verschließen und wegsperren. Katzengras ist eine Pflanze, die eine gewisse Pflege benötigt. Wenn deine Katze genauso versessen darauf ist wie unsere Lieblinge, solltest du es unbedingt irgendwo lagern, wo deine Katze nicht rankommt. Bei uns ist das Bad das verbotene Zimmer. Also stellen wir es dort hinein.

In dem Raum sollte es genügend Licht geben. Direkte Sonneneinstrahlung mag Katzengras aber weniger. Sollte die Sonne den ganzen Tag in den Raum strahlen, wäre die Fensterbank zum Beispiel keine gute Idee.

Katzengras wächst schnell und braucht daher einiges an Wasser. Wenn sich die Erde trocken anfühlt, solltest du die Pflanze gießen, aber ohne sie zu ertränken. Alle paar Tage solltest du die Halme zurückschneiden, damit sich keine scharfen Kanten bilden und sie im oberen Bereich nicht anfangen, zu verwelken.

Katzengras selbst anbauen

Kommen wir nur aber zum ursprünglichen Thema. Katzengras selbst zu züchten ist gar nicht so schwierig, du musst nur regelmäßig ein wenig Zeit für die Pflege aufbringen können. Viel länger als bei den meisten Topfpflanzen dauert es aber nicht, es ist nicht so, dass die Zeit einen entscheidenden Faktor darstellen würde, der für deine Entscheidung, Katzengras anzupflanzen oder nicht, oberste Priorität hat.

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Grundlegend brauchst du zunächst einen passenden Blumentopf. Es reicht auch eine recht flache Schale, da Katzengras keine sehr großen Wurzeln bildet. Dann brauchst du noch Tongranulat und Gartenerde. Gartenerde ist wichtig, denn Blumenerde ist in der Regel mit zahlreichen Nährstoffen angereichert, welche in die Pflanze wandern. Katzengras benötigt diese Nährstoffe nicht und in hohen Dosen können sie für deine Katze sogar schädlich sein. Das ist auch der Grund dafür, dass du komplett auf Dünger verzichten solltest, egal, ob Blumen- oder Rasendünger.

Du bedeckst den Boden des Topfes mit Granulat und schüttest ein paar Zentimeter Erde darauf. Nun fehlt natürlich noch das Katzengras. Du kannst gekauftes Katzengras umtopfen oder frische Samen anpflanzen. Ein Tütchen Samen kostet nur wenige Euro und reicht für mehrere Töpfe. Die Samen werden etwa einen Zentimeter tief in die Erde gedrückt. Nur noch Wasser hinzugeben und du kannst warten, dass dein selbst angepflanztes Katzengras anfängt zu wachsen. Da es recht schnell wächst, dürfte es auch nicht besonders lange dauern, bis du die ersten Halme spießen siehst.

Der Zeitpunkt der Aussaat ist übrigens egal, da Katzengras ganzjährig wächst. In der Wohnung kannst du es also auch ruhig im Winter anpflanzen.

Du kannst dir aber auch all die Mühe sparen, wenn du dir ein Starter-Set kaufst, welches du nur noch auspacken und bewässern musst.

Standorte in der Wohnung und auf dem Balkon

Katzengras liebt Licht, ist aber kein großer Freund der Sonne. Weder auf dem Balkon noch in der Wohnung sollte es lange direkt in der Sonne stehen. Ein guter Standort ist auf einer Fensterbank, die vielleicht nur am Morgen oder Abend direkten Sonnenschein abbekommt. Scheint den ganzen Tag das Sonnenlicht hinein, handelt es sich um keinen guten Ort. Das Katzengras trocknet schnell aus und verbrennt. Für deine Katze ist es dann ungenießbar.

Im Winter kann die Fensterbank jedoch der falsche Ort sein, zumindest, wenn sie sich direkt über der Heizung befindet. Katzengras mag möglichst feuchte Raumluft. Trockene Heizungsluft bekommt ihm nicht sehr gut. Von der Temperatur her mag Katzengras eine normale Raumtemperatur. Wenn du in dem Raum nicht stark schwitzt oder frierst, ist das Katzengras damit zufrieden.

Du kannst Katzengras auch auf dem Balkon anbauen. Im Garten würden wir es nicht einpflanzen, da es im Winter erfriert. Daher empfehlen wir, einem Blumenkübel zu benutzen, welchen du bei drohendem Frost in die Wohnung holen kannst. Auch draußen solltest du natürlich darauf achten, dass der Standort möglichst hell ist und das Katzengras so wenig wie möglich den direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt ist.

Zudem ist es wichtig, dass es nicht direkt im Regen steht. Es wird vom Regen schnell plattgedrückt und wenn es länger regnet, bekommt es auch zu viel Wasser ab, was ebenfalls nicht gut ist.

Katzengras gießen, pflegen & schneiden

In der Theorie klingt die Pflege von Katzengras ziemlich kompliziert. Hast du aber einmal den Dreh raus, ist es genauso einfach wie bei jeder anderen normalen Zimmerpflanze auch.

Beim Gießen klingt es besonders kompliziert. Du solltest Katzengras nicht wie normalen Rasen gießen, denn dann hast du den eben erwähnten Regen-Effekt. Grundlegend kommt es darauf an, das Granulat zu gießen, sodass sich die Erde konstant mit Wasser vollsaugen kann. Wenn du zu wenig gießt, kommt die Feuchtigkeit aber nicht bei allen Halmen an. Gießt du zu viel, bildet sich Staunässe. Dann verfault dein Katzengras, bis es stirbt. Deiner Katze solltest du davon keineswegs etwas abgeben.

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In unserem Artikel über Katzenerziehung haben wir erwähnt, wie praktisch eine Sprühflasche für Zimmerpflanzen bei der Erziehung sein kann. Sie ist auch äußerst nützlich für die Zucht von Katzengras, denn im Grunde genügt es, wenn du es regelmäßig im Sprüh-Modus der Flasche befeuchtest. Wie viel Wasser du brauchst, wirst du schnell feststellen, denn Katzengras teilt dir relativ direkt mit, ob du es richtig machst oder nicht. Die Faustregel bleibt weiterhin, dass die Erde nicht trocken sein darf. Ertränken darfst du das Katzengras aber auch nicht.

Katzengras muss regelmäßig zurückgeschnitten werden. Machst du das nicht, verholzen die Halme langsam und bilden scharfe Kanten. Irgendwann fängt Katzengras auch an zu blühen. Das ist für deine Katze ungenießbar. Du solltest es dann lieber entsorgen.

Regelmäßiges Schneiden sorgt außerdem dafür, dass es stärker austreibt und, dass die Halme immer kräftiger werden. Du brauchst dabei gar nicht zimperlich zu sein. Es ist ja nicht so, als seiest du ein Friseur und das Katzengras kommt zum Spitzenschneiden vorbei. Also kannst du ruhig einen Büschel greifen und das Gras ordentlich absäbeln. Es wächst sowieso schnell nach und du verringerst das Risiko, dass große Halme Kanten oder Blüten entwickeln. Schneiden entfällt natürlich, wenn sich deine Katze selbst darum kümmert, indem sie größer werdende Halme gleich abnagt.

Liegewiese für Katzen

Als Student hatte ich damals mal überlegt, mir in der Wohnung eine 1 x 2 Meter große Liegewiese zu züchten. Das wäre noch ohne Maschine mähbar gewesen, allerdings war mir das mit dem Wasser am Ende zu riskant. Ein paar Nummern kleiner ist das aber kein Problem, du kannst deiner Katze eine Liegewiese mit Katzengras in die Wohnung stellen.

Die Anzucht funktioniert genauso wie oben beschrieben. Du brauchst nur eine flache Schale, die so in etwa die Größe der Katzentoilette hat. Wenn deine Katze sich drauflegen und problemlos einrollen und umdrehen kann, hast du die richtige Größe gefunden. Es gibt gute Gründe, warum eine Liegewiese mit Katzengras eine gute Idee ist.

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Einmal hat deine Katze stets Zugang zu frischem Katzengras. Ums Schneiden wirst du dich vermutlich nicht kümmern müssen, das macht die Mieze schon selbst. Und dann stell dir vor, du hättest eine Liegewiese in der Wohnung. Sie ist immer ganz leicht feucht und kühl, grade im Sommer ist es ein Hochgenuss, darauf zu liegen. Eine Katzenwiese ist folglich auch praktisch, um deine Katze bei Hitze abzukühlen.

Das größte Problem gibt es damit gleich am Anfang. Du hast dir Zeit genommen und die Wiese liebevoll vorbereitet. Nur die Samen müssen noch auskeimen. Dann stellst du den Behälter ins Wohnzimmer. Was denkt deine Katze darüber? Ich schätze mal so etwas wie „Das sieht aus wie eine Katzentoilette, das Katzenstreu ist zwar schwarz, fühlt sich an den Pfoten aber butterweich an. Ich muss sowieso grad defäkieren, danach verbuddel ich das hier ganz kräftig.“

Deine Katze sieht darin schlicht und ergreifend nur ein zweites Katzenklo. Was da Tolles draus werden soll, kriegt sie gar nicht mit. Sie hat keinen Plan, dass sie deine Arbeit in ein paar Momenten komplett zerstört. Daher brauchst du einen Raum, in den die Katze nicht rein darf. Nur dort kann sich die Wiese ungestört entwickeln. Wenn das Gras erstmal wächst und sich die Erde festigt, kannst du es deiner Katze präsentieren. Eine Wiese aus köstlichem Katzengras wird sie sicherlich nicht als Toilette benutzen, sondern sich erstmal darüber hermachen und alsbald merken, dass es sich sehr gemütlich darauf liegt.

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