Das richtige Katzenstreu

Wenn du eine Katze hast, kommst du um eine Toilette mit Katzenstreu nicht herum. Katzenstreu gibt es von zahlreichen Herstellern und aus diversen Materialien. Hier erfährst du, woran du gutes Katzenstreu erkennst und welches das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Dazu stellen wir dir auch die Ergebnisse des Stiftung Warentest Katzenstreu-Tests 2020 vor.

Klumpendes oder nicht-klumpendes Katzenstreu?

Eine Sache vorweg: Grammatikalisch korrekt heißt es „die“ Katzenstreu. Im Alltag hat sich jedoch die Bezeichnung „das“ Katzenstreu durchgesetzt. Auch wir kennen niemanden, der „die“ Streu sagt. Aus diesem Grund haben wir uns hier für die Verwendung der neutralen Form entschieden.

Was das Katzenstreu anbelangt, gibt es grundlegend zwei verschiedene Arten. Klumpendes Streu saugt sich mit Katzenurin voll und bildet einzelne Klumpen, die man leicht entfernen kann. Auf der anderen Seite gibt es welches, das nicht klumpt. Die Finger lassen solltest du von nicht-klumpenden Bentonit-Streu.

Das ist dieses Streu, bestehend aus grauen Plättchen. In der Regel ist es auch das Billigste, welches du kaufen kannst. Ohne Klumpenbildung bekommst du schnell Geruchsprobleme und es ist schwer, die Katzentoilette ordentlich zu reinigen. Du musst es viel häufiger komplett austauschen und zahlst am Ende nur drauf.

Anders ist es mit Silikatstreu. Dieses klumpt in der Regel auch nicht, dafür hat es aber sehr gute Saugeigenschaften. Meist ist es auch durchsichtig, sodass man die Hinterlassenschaften der Katze gezielt entfernen kann. Wir haben Silikatstreu selbst mal ausprobiert. Es saugte tatsächlich sehr gut und auch die Geruchsbindung war vollkommen in Ordnung. Wir sind dann aber doch wieder umgestiegen, weil es einfach teurer war als klumpendes Bentonit-Streu und der Kater irgendwann beschlossen hat, hin und wieder mal reinzubeißen.

Welches Material? Bentonit, Pflanzenfasern oder Silikat?

Bentonit ist eine Art von Ton, welche umweltschonend abgebaut und verarbeitet wird. Anders als so manche Erze, enthält der Ton keine Schwermetalle oder radioaktive Stoffe. Als Katzenstreu ist Bentonit sehr gut geeignet. Es gibt für gewöhnlich keine scharfen Kanten, sodass das Streu deiner Katze nicht an den Pfoten wehtut. Das ist übrigens der häufigste Grund, warum Katzen ein bestimmtes Streu nicht annehmen.

In unserem Artikel über unreine Katzen haben wir es ausführlicher geschildert. Wenn es an den Pfoten wehtut, geht die Katze nur ungern auf die Toilette oder sie sucht sich gleich eine andere saugfähige Unterlage.

Eine Alternative ist Silikat. Silikat hat den Vorteil, dass es verhältnismäßig leicht ist. Eine 5-Liter Packung Silikatstreu ist leichter als eine 5-Liter Packung Bentonitstreu. Eine Toilette mit Silikatstreu ist gut zu säubern. Kot lässt sich sowieso leicht entfernen und an der gelben Färbung siehst du auch, wo genau uriniert wurde. Die Saugfähigkeit ist sehr gut, was ebenfalls für die Geruchsbindung gilt.

Dafür ist es aber auch relativ teuer. Einige Katzen lehnen solches Streu ab, da es durchaus möglich ist, dass die Silikatstücke scharfe Kanten haben. Wenn deine Katze nur Bentonitstreu kennt, ist es möglich, dass sie so daran gewöhnt ist, dass sie nicht weiß, was sie mit diesem komischen Zeug in ihrer Toilette anfangen soll.

Dann gibt es da noch Streu aus Pflanzenfasern. Dieses ist besonders umweltfreundlich, sowohl in der Herstellung, als auch in der Entsorgung. Anders als Bentonit verbrennt es komplett, sodass das alte Streu Energie liefert und keine Schlacke hinterlässt, die anderweitig entsorgt werden muss. Zudem ist es ökologisch nachhaltig, da es aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Leider ist dieses Streu meist etwas teurer als Bentonitstreu, dafür ist es allerdings sehr ergiebig.

Achte aber beim Kauf bitte darauf, dass es sich wirklich um Holz und Pflanzenfasern handelt. Begriffe wie „Biostreu“ oder „Öko“ sind nicht gesetzlich reguliert, zumindest, was Katzenstreu angeht. Nicht jedes als Bio deklarierte Katzenstreu ist auch wirklich Bio.

Im Endeffekt trifft deine Katze die Entscheidung, denn entweder nimmt sie das Streu an oder sie lässt es bleiben. Wenn du ein sehr umweltbewusster Mensch bist, würden wir dir raten, zu Streu aus Pflanzenfasern zu greifen. Sollte es möglichst günstig sein, ist klumpendes Bentonitstreu die beste Wahl. Silikatstreu ist gut für Menschen, die nicht ständig so schwer schleppen möchten und die das Geld dafür über haben.

Wie viel Katzenstreu brauche ich für meine Katze?

Das hängt natürlich von deiner Katze ab. Eine kleine Katze futtert weniger als ein Riesenvieh und scheidet entsprechend weniger aus. Generell gilt, dass du so viel Streu in die Katzentoilette geben solltest, dass der Boden bedeckt ist und die Katze auch ordentlich darin buddeln kann. Ein paar Zentimeter Höhe reichen locker aus.

Jeden Tag solltest du Kot und Urinklumpen aus der Toilette entfernen und ein wenig Streu nachfüllen. Es ist nicht notwendig, das Streu ständig komplett auszutauschen. Das ist in der Regel erst nötig, wenn der untere Bereich anfängt, sich mit Urin vollzusaugen.

Wenn du überlegst, dir eine Katze zuzulegen, möchtest du bestimmt die laufenden Kosten kalkulieren. Eine Standard-Packung vom Discounter kostet dich ca. drei Euro. Mit einer Katze sind wir mit etwas unter einer Packung pro Woche ausgekommen. Rechne also mit etwa zehn Euro pro Monat für Katzenstreu.

Katzenstreu entsorgen

Das – Achtung, Wortwitz – beschissene Streu muss natürlich auch irgendwann entsorgt werden. Katzenstreu darf in keinem Fall in der Toilette entsorgt werden. Vor allem klumpendes Streu sorgt schnell für ein verstopftes Abflussrohr.

Das Katzenstreu gehört in den regulären Hausmüll. Selbst Streu aus Pflanzenfasern sollte lieber im Müll landen als im Kompost. Einmal, weil es irgendwann doch unangenehm riechen könnte und ein anderes Mal, weil es ein super Dünger ist. Das klingt vielleicht nicht schlecht, aber es besteht durchaus die Gefahr der Überdüngung. Mehr ist halt nicht immer besser.

Bei Katzenstreu Geld sparen

Wir schätzen mal, dass du die Kosten für Streu möglichst gering halten möchtest. Wie du im nächsten Abschnitt erfährst, kostet das Streu für eine Katze pro Monat zwischen 7 und 33 Euro. Damit ist es wie Toilettenpapier, es muss nicht teuer und duftend sein, seine Funktion ist, sich den Hintern damit abzuwischen, ohne, dass er dabei wund wird. Du füllst das Streu in die Toilette, deine Katze uriniert und defäkiert darauf, dann schmeißt du es weg.

Den Aufpreis für parfümiertes Katzenstreu kannst du dir sparen. Deine Katze macht sich nichts daraus, ob ihr Streu nach Flieder oder Babypuder riecht. Es irritiert sie sicher eher, wenn die Toilette plötzlich komisch riecht, noch bevor sie ihren Zweck erfüllt hat.

Wir persönlich raten zu einem Katzenstreu-Abo. Viele große Tierbedarfsgeschäfte bieten die Lieferung als Abo an. Oftmals sparst du bei regelmäßiger Abnahme auch noch Geld. Ein paar Prozent sind zwar nicht viel, aber mit der Zeit kommt da schon etwas zusammen. Zu Hause haben wir ein Abonnement von Amazon.

Damit sparen wir noch fünf Prozent zum normalen Preis und dank Prime sind die Bestellungen auch versandkostenfrei. Hinzu kommt, dass du das Abo monatlich kündigen kannst. Außerdem kannst du auch nach Belieben eine Lieferung aussetzen. Das machen wir auch so, denn mit 50 Litern pro Monat haben wir uns ein ganz gutes Polster für schlechte Zeiten zurückgelegt.

Stiftung Warentest Katzenstreu-Test 02/2020

Stiftung Warentest hat im Februar 2020 die Ergebnisse eines ausführlichen Tests von klumpendem Katzenstreu veröffentlicht. Der Test zeigt, dass gutes Streu nicht teuer sein muss. Genau wie die Tests von Trockenfutter und Nassfutter gezeigt haben, ist das Streu vom Discounter dem von bekannten Marken häufig überlegen, nicht nur, was den Preis anbelangt. Die 17 getesteten Produkte wurden auch auf ihre monatlichen Kosten getestet. Die Preisspanne ging von 7 bis 33 Euro pro Monat.

So testete Stiftung Warentest Katzenstreu

Die Ergebnisse eines Tests sind immer nur so brauchbar, wie der Test selbst. Ein Streu-Test ist etwas komplexer als zum Beispiel ein Test von Katzenfutter. Da wird eine Probe ins Labor geschickt und fertig. Katzenstreu muss sich in der Praxis bewähren. Darum gab es eine laboratorische und eine private Testreihe

Der Labor-Part sah so aus, dass zunächst künstliches Katzenurin mit dem entsprechenden Geruch hergestellt wurde. Es musste künstliches Urin sein, damit die Proben alle unter denselben Bedingungen getestet werden konnten. Dann wurden je 50 Milliliter der auf Katzenkörpertemperierten Flüssigkeit auf Proben der Streus gegeben.

So wurde ermittelt, wie gut das Streu die Flüssigkeit aufnimmt und wie gut es klumpt. Anschließend wurden die Klumpen mit einer Schaufel entfernt und überprüft, wie fest diese sind. Fallen Klumpen zu leicht auseinander, war das weniger gut, weil es beim Reinigen der Toilette stört.

Zudem wurde die Geruchsaufnahme untersucht. Jede Probe wurde in einen Behälter gegeben. Sechs Experten öffneten nach 30 Minuten, nach 24 und 72 Stunden jeden Behälter und bewerteten den Geruch. Ohne mich darüber lustig machen zu wollen glaube ich, der Satz, „Schatz, lass uns bitte aufessen bevor ich dir von meinem Arbeitstag erzähle“, fiel häufiger.

Nebenher wurde noch getestet, wie leicht sich das Streu handhaben lässt, von der Öffnung der Verpackung über die Befüllung der Toilette bis hin zum Verstauender angebrochenen Packung. Ebenfalls getestet wurden die Deklarationen auf den Packungen, die über Inhaltsstoffe, Wechselrhythmen etc. aufklären sollten.

Der Praxistest wurde unter normalen Bedingungen durchgeführt. 18 Katzenhalter, manche von Stiftung Warentest, manche externe Helfer, wurden mit Streu versorgt und sollten dies auf seine Alltagstauglichkeit hin testen.

Dabei ging es zum Beispiel um die Fragen, wie die Geruchsaufnahme im alltäglichen Leben ist, ob es sich gut reinigen lässt, wie sehr es sich im Haus verteilt oder wie lange man mit einer Packung auskommt, natürlich auf die Literzahl umgerechnet. Packungen mit 10 Litern wurden daher genauso bewertet wie Packungen mit 5 Litern.

Testergebnisse: Discounter-Streu liegt vorne

Die Funktion des Katzenstreus trug 50 Prozent zum Endergebnis bei, die Handhabung 40 und die Deklaration 10 Prozent. Obwohl wir erwähnt haben, dass echtes Bio-Streu meist teurer ist als Bentonit sind die Kosten beim „Dein Bestes Öko-Klumpstreu“ von DM mit sieben Euro pro Monat am niedrigsten. Dass Biostreu im Schnitt teurer ist, verdeutlicht das Streu „Catsan Natural“, bei dem monatliche Kosten von rund 33 Euro anfallen.

Testsieger wurde das „Premium Ultra Klump Streu“ von Edeka. Mit zu den Testsiegern gehören das „K-Classic Ultra-Klumpstreu“ von Kaufland und „Coshida Ultra weiß“ von Lidl. Alle drei Produkte erhielten die Wertung „gut (2,3)“. Wir selbst können diese Bewertung nachvollziehen. Das Streu von Edeka haben wir selbst nicht getestet, dafür haben wir Jahrelang das Streu von Lidl und Kaufland benutzt.

Biokat's Diamond Care Classic ohne Duft - Feine Katzenstreu mit Aktivkohle und Aloe Vera - 1 Sack
Preis: 7,27 €
(Stand von: 2020/08/07 9:32 am - Details
×
Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.
)
Sie sparen: 1,22 € (14%)
(* = Affiliate-Link / Bildquelle: Amazon-Partnerprogramm)
Damit waren wir immer sehr zufrieden, die Klumpenbildung und Geruchsaufnahme waren wirklich sehr gut. Ins Blaue geraten schätze ich, dass beide Streus identisch sind. Preis, Farbe, Funktion und Geruch sind gleich, den einzigen Unterschied, den wir bemerkten, war der Aufdruck auf dem Karton. Wir haben uns letztendlich für das über diesem Absatz stehenden Streu entschieden.

Der Grund ist einfach der, dass wir bei drei Katzen keine Lust mehr hatten, das Zeug ständig anzuschleppen. Im Abo sparen wir noch etwas, sodass die Monatskosten nicht teurer sind und wir kriegen es zumindest bis an die Haustür geliefert. Fünfzig Liter im Monat sind dem Boten meist zu schwer, um sie nach oben zu tragen, was irgendwie ja auch verständlich ist.

Aber zurück zu Stiftung Warentest. Von den 17 getesteten Klumpstreus erhielten zehn die Note „gut“, sieben die Note „befriedigend“. Kein Streu ist durchgefallen, aber ein „sehr gut“ wurde auch nicht vergeben. Die Preise beziehen sich auf die Herstellerangaben Ende 2019, die aktuellen Preise können abweichen.

Nachfolgend findest du die zehn besten Produkte im Test von Stiftung Warentest. Die Spalte „Discounter“ ist nur ausgefüllt, wenn es sich um eine Hausmarke eben dieses Geschäfts handelt, die nur dort zu erwerben ist. Bei den Preisen und Kosten handelt es sich um die etwaigen Durchschnittswerte von Stiftung Warentest. Tatsächliche Kosten können abweichen.

Rang Produkt Name Preis pro Packung Literpreis Monatliche Kosten Qualitätsurteil Note
1 Premium Ultra Klumpstreu Edeka 2,96 Euro 0,51 Euro 15 Euro Gut 2,3
2 K-Classic Ultra-Klumpstreu Kaufland 2,95 Euro 0,49 Euro 10 Euro Gut 2,3
3 Coshida Ultra weiß Lidl 2,95 Euro 0,49 Euro 9 Euro Gut 2,3
4 Dein Bestes Öko-Klumpstreu DM 3,95 Euro 0,40 Euro 7 Euro Gut 2,4
5 Topic Premium Quality Ultra Weiss Aldi Nord 2,95 Euro 0,49 Euro 9 Euro Gut 2,5
6 Cachet Select Katzenstreu Ultra Aldi Süd 2,95 0,49 Euro 9 Euro Gut 2,5
7 Catsan Natural   10 Euro 1,25 Euro 33 Euro Gut 2,5
8 Catsan Ultra Plus   9,50 Euro 0,95 Euro 33 Euro Gut 2,5
9 Tigerino Canada Sensitive   6 Euro 1,03 Euro 19 Euro Gut 2,5
10 ZooRoyal Ultra Klumpstreu   2,99 Euro 0,50 Euro 17 Euro Gut 2,5