Konto für Katzen

Die Finanzwelt ist äußerst kreativ, was ihre Produktgestaltung angeht. Mittlerweile gibt es für fast jeden Zweck ein angepasstes Konto. Es gibt Festgeldkonten, Girokonten, Mietkautionskonten und so weiter. Wie sieht es denn mit einem Konto für Katzen aus? Man könnte ja ein Konto anbieten, welches rein für die Finanzierung von Katzenbedarf gedacht ist. Gibt es das? Sollte ich mir vielleicht ein Tagesgeldkonto für meine Katze zum Sparen anlegen?

Gibt es Bankkonten speziell für Katzen oder andere Tiere?

Wir hoffen, dass es in der Welt da draußen einen katzenliebenden Bänker gibt, der über diesen Text stolpert und ein solches Konto für eine gute Idee hält. Eigene Konten für Katzen gibt es nämlich unseres Wissens nach leider noch nicht. Es ist vollkommen klar, dass Katzen nicht mit Geld umgehen können und auch nicht die Feinmotorik und das Gedächtnis haben, um eine Kontokarte zu benutzen und die PIN einzugeben.

Das klingt lustig, ist hier aber nicht gemeint. Gemeint sind Konten mit speziellen Konditionen, auf dem man Geld für seine Katze zurücklegt. Ein guter und großer Kratzbaum ist nicht gerade billig. Wenn der aktuelle Kratzbaum das Zeitliche segnet und zusammenbricht, kann von dem Geld auf dem Katzenkonto ein neuer bezahlt werden. Auch spontane Krankheitsfälle reißen schnell mal ein Loch in die Portokasse. Da es kein spezielles Katzenkonto gibt, musst du dir schon selbst helfen und dir selbst ein Konto für deine Katze anlegen.

Konto für Katzen anlegen

Wie gesagt, kannst du dir ein Konto für deine Katze selbst anlegen. Eine Katze verursacht regelmäßig anfallende Kosten. Sie braucht Nass– und Trockenfutter sowie regelmäßig neues Streu. Das alles ist nicht besonders teuer, wenn du hochwertiges Futter oder Katzenstreu vom Discounter kaufst. Bei einer Katze kannst du mit Kosten von etwa 30 Euro im Monat rechnen. Da ist dann alles drin, auch für ein paar Leckerchen bleibt noch Geld übrig.

Die normalen Kosten kannst du dir auch mit kleinem Geldbeutel leisten. Schwierig ist es nur, wenn deine Katze außerplanmäßig zum Tierarzt oder gar nach einem Unfall operiert werden muss. Derartige Kosten entstehen von einem Moment auf den anderen und können, besonders bei Operationen, auch vierstellig sein, für die du das Geld schnell auftreiben müsstest.

Bei so ziemlich jeder Bank kannst du mehrere unterschiedliche Konten anlegen. So kannst du zum Beispiel ein Tagesgeldkonto für deine Katze anlegen. Du richtest einen Dauerauftrag ein und überweist monatlich einen bestimmten Betrag auf dieses Tagesgeldkonto. Überweise einfach, was du dir leisten kannst. Selbst, wenn es nur 20 Euro sind, im Laufe der Zeit sparst du ein ganz nettes Sümmchen an.

Wird es finanziell einen Monat mal sehr eng, kannst du die Überweisung bzw. Dauerauftrag auch aussetzen. Läuft es anders herum und du hast mehr Geld über als erwartet, kannst du auch Extrazahlungen leisten und das Geld anlegen. Normalerweise bekommst du bei einem Festgeldkonto einen besseren Zinssatz als bei deinem Girokonto. Ein Vorteil ist, dass du schnell an das Geld auf dem Tagesgeldkonto oder Girokonto rankommst, wenn du es brauchst, es ist bei dieser Kontoart nicht so, dass du zum Beispiel nur am Monatsende etwas abheben kannst oder sogar noch länger warten musst.

Manche Menschen sind auch etwas undiszipliniert, was das Sparen angeht. Oftmals ist es so, dass Dinge gekauft werden, die man eigentlich nicht braucht. Das sind Impulskäufe, die schlicht aus einer Laune heraus getätigt werden und bei denen man am nächsten Morgen darüber nachdenkt, ob das wirklich sein musste. Bei solchen Menschen funktioniert das Sparen auf dem Girokonto nicht. Das Geld, welches für die Katze zurückgelegt werden sollte, wird dann halt für etwas Anderes ausgegeben.

Dann ist es eine große Hilfe, das Geld automatisch „wegzuschaffen“, damit es am Ende wirklich der Katze zugutekommt. (Hier gibt es auch noch mehr Tipps zum automatischen Sparen.)

Katzenkonto als Alternative zur Krankenversicherung für Katzen?

Die meisten Kosten verursachen Katzen, wenn sie krank werden oder sich verletzen. Das wäre nicht so das Problem, wenn sich so etwas ankündigen würde, was jedoch nicht der Fall ist. Wir empfehlen dir, unseren Artikel über die Katzenkrankenversicherung durchzulesen. In vielen Fällen ist es insgesamt günstiger, eine Katzenkrankenversicherung zu haben. Du zahlst pro Monat einen bestimmten Betrag und bekommst dafür die Kosten von Behandlungen bis zur vereinbarten Versicherungssumme erstattet.

Allerdings kann das gerade bei älteren Katzen recht teuer werden, denn je älter das Tier bei Versicherungsabschluss ist, desto teurer werden die Beiträge. Wenn dir die Beiträge zu teuer sind, die Versicherung für unseren zehnjährigen Jack würde mindestens 50 Euro im Monat kosten und wir haben noch zwei weitere Katzen, ist ein Sparkonto eine brauchbare Alternative zur Katzenkrankenversicherung.

Für uns macht es am meisten Sinn, ein Tagesgeldkonto für deine Katze einzurichten, um Geld für deine Katze zu sparen. Dann hast du ggf. immer Geld parat, denn so etwas wie einen neuen Kratzbaum bezahlt dir eine Krankenversicherung natürlich nicht. Dafür bekommst du ein wenig Zinsen und kommst jederzeit schnell an dein Geld ran.

Zuhause Geld für die Katze sparen

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Du kannst natürlich auch Zuhause Geld sparen. Am besten legst du einen Tag Fest, beispielsweise den, an dem du dein Geld überwiesen bekommst. Dann gehst zur Bank und hebst einen bestimmten Betrag an. Legst du z.B. monatlich 20 Euro zurück, hast du nach einem Jahr bereits 240 Euro angespart. Das reicht zwar wahrscheinlich noch nicht für eine Operation, aber wenn sich deine Süße leicht verletzt hat oder sich eine einfache Krankheit eingefangen hat, solltest du mit dem Geld locker hinkommen.

An das Geld kommst du sofort ran. Sollte ein Tierarztbesuch notwendig sein, für den du das Geld nicht mehr auf dem Konto hast, zahlst du einfach mit Karte und nimmst dir den notwendigen Betrag aus deiner Katzenspardose.

Eine einfache Spardose ist nicht sehr motivierend. Daher halten wir es für eine gute Idee, eine Spardose in Katzenform zu benutzen. Jedes Mal, wenn du einen Schein hinein tust, wirst du daran erinnert, wofür das Geld gedacht ist. Es fühlt sich sicherlich gut an, daran erinnert zu werden, dass das Geld für deine Katze ist, für den Fall, dass sie mal krank wird. Das Gefühl ist wahrscheinlich besser, als wenn der Schein in einer tristen Box verschwindet.

So eine Spardose wäre auch ein schönes Geschenk für andere Katzenliebhaber.