Nachsorge nach Operation

Manchmal muss deine Katze operiert werden. Das beste Beispiel ist sicherlich die Kastration. Eine Operation ist für deine Katze richtig anstrengend und du möchtest bestimmt, dass es ihr so schnell wie möglich wieder gut geht. Wenn du ein paar einfache Tipps befolgst, kannst du die Nachsorge nach einer Operation ohne größere Probleme meistern und deiner Katze aktiv dabei helfen, wieder auf die Beine zu kommen.

Wichtige Fragen an den Tierarzt

Wenn deine Katze geplant operiert wird, wie bei der Kastration, gehst du mit ihr vorher zur Voruntersuchung, denn es muss ausgeschlossen werden, dass deine Katze irgendwelche Probleme hat, die sich negativ auf die Narkose oder notwendige Medikamente auswirken. Bei der Untersuchung hast du die Gelegenheit, dem Tierarzt alle deine Fragen zu stellen, welche die Operation selbst und die Nachsorge angehen. Wir haben dir hier ein paar Fragen zusammengestellt, die du dem Arzt oder der Ärztin stellen kannst.

  • Braucht die Wunde spezielle Pflege?
  • Braucht meine Katze danach Spezialfutter, z.B. leichtes Diätfutter?
  • Braucht meine Katze eine Halskrause und wenn ja, wie lange muss sie diese tragen?
  • Mit welchen Nach- oder Nebenwirkungen kann ich rechnen und wie lange können sie anhalten?
  • Wann darf meine Katze nach der Operation wieder etwas essen und trinken?
  • Wann darf meine Katze vor dem Eingriff zuletzt etwas essen und trinken?
  • Wann muss ich zur Nachuntersuchung?
  • Wann werden die Fäden gezogen?
  • Was genau passiert bei der Operation?
  • Wie riskant ist die Operation?
  • Wird meine Katze Schmerzmittel oder andere Medikamente brauchen?

Ein guter Tierarzt nimmt sich die Zeit, dir alle deine Fragen in einfacher Sprache zu erklären. Einfach bedeutet hier, dass du nicht unbedingt Medizin studiert haben musst und daher alle Fachbegriffe kennst. Ebenso wird ein guter Tierarzt ehrlich zu dir sein. Eine Kastration ist ein Standardeingriff, den jeder halbwegs erfahrene Tierarzt im Schlaf durchführen können sollte.

Hier gibt es lediglich das klassische Restrisiko, dass etwas mit der Narkose schiefgehen oder sich ein Keim einschleichen könnte. Handelt es sich dagegen um einen sehr komplizierten Beinbruch und die Wahrscheinlichkeit, dass das Bein amputiert werden muss liegt bei 30 Prozent, sollte er dir das auch sagen.

Nachwirkungen & Folgen der Narkose

Nur wenige Operationen werden an der wachen Katze durchgeführt. Das gilt auch für einfache Maßnahmen wie die Versorgung kleinerer Wunden. Angenommen, du hast einen agilen, kräftigen Kater, der sich die Ballen einer Pfote aufgeschlitzt hat. Beim Tierarzt ist dein Kater von der Reise dorthin zusätzlich geschwächt, er hat Angst und dazu noch starke Schmerzen. Wie einfach hat es der Arzt wohl, die Wunde zu versorgen und die Pfote zu verbinden? Da schickt man das Tier lieber kurz in den Schlaf und kann sich in aller Ruhe um die Wundversorgung kümmern.

Wenn du deine erste Katze zum ersten Mal operieren lässt, beispielsweise eben zur Kastration, gibst du sie beim Tierarzt ab und kannst sie nach ein paar Stunden wieder abholen. Du hast aber vermutlich keine Ahnung, was dich erwartet. Eine Kastration ist eine planbare Operation.

Du solltest dir bei der Voruntersuchung die Zeit nehmen, dem Tierarzt alle Fragen zu stellen, die du diesbezüglich hast, vor allem was die Zeit nach dem Eingriff angeht. Wenn du deine Katze abholst, bist du wahrscheinlich sehr aufgeregt, obwohl es sich um eine absolute Routineoperation handelt. Das ging meiner Frau und mir auch so. Vermutlich hörst du die kleine Stimme in deinem Kopf, die sich fragt, ob auch alles gut gegangen ist. Das ist normal. Genauso normal ist es, falls du dich im Gefühlschaos zwischen Sorge und Erleichterung nicht an alles erinnern kannst, was dir der Tierarzt in diesem Moment alles sagt.

Übrigens: Ein guter Tierarzt gibt dir kein Tier unter Narkose mit. Er lässt deine Katze in ihrem Transportkorb in Ruhe aufwachen. Du bekommst deine Katze erst zurück, wenn sichergestellt ist, dass es beim Aufwachen nicht zu Komplikationen kam, bei welchen der Tierarzt sofort hätte eingreifen müssen. Ein narkotisiertes Tier nach Hause zu schicken ist absolut verantwortungslos.

Nach der Heimfahrt solltest du dich kurz in deine Katze hineinversetzen. Sie hat nicht den Hauch einer Ahnung, was da mit ihr passiert ist. Sie erinnert sich vielleicht noch an die Fahrt sowie kleine Eindrücke aus der Praxis. Dann passiert eine lange Zeit nichts mehr und auf einmal steckt sie im Transportkorb, trägt vermutlich einen hautengen Body. Evtl. ist ihr auch noch schlecht und das mit dem Aufstehen funktioniert auch nicht so richtig.

Im Gegensatz zur Narkose beim Menschen, wirkt die Narkose bei deiner Katze noch eine ganze Weile nach. Es kann durchaus vorkommen, dass sie ihre Beine bis zu 24 Stunden lang nicht richtig koordiniert bekommt. Deine Katze wird schwanken, als wäre sie volltrunken, manchmal einfach nur umfallen und wenn sie irgendwo hingehen möchte, nimmt sie ungewollt den weitesten Weg dorthin.

Auch wenn das jetzt vielleicht fies klingt, aber mach am besten mit deinem Smartphone Bilder oder Videos davon. Der Katze tut es nicht weh und diese Gehversuche im hautengen Body sehen einfach zu süß und witzig aus. Solche Momente erlebst du (hoffentlich bei dieser Katze) niemals wieder. Die Erinnerungen sind einfach zu schön, um sie irgendwann einfach verblassen zu lassen.

Wir haben das immer so gemacht, dass wir den Transportkorb aufs Bett gestellt haben, damit die Katze nicht gleich auf den harten Boden kippt. Wenn sie dann aus dem Bett wollte, haben wir sie vorsichtig hochgenommen und auf den Boden gesetzt, denn selbst einen so niedrigen Sturz wie den von der Bettkante auf den Boden, wird sie nur schwer abfangen können.

Es ist zudem nicht ungewöhnlich, wenn deine Katze häufiger mal kotzt. Das sollte bald aufhören, wenn die Narkose abgeklungen ist. Wisch die Kotze einfach kommentarlos auf, sie macht das nicht mit Absicht und Spaß dran hat sie sicher auch keinen, vor allem wenn du bedenkst, dass bei nachlassender Narkose die Schmerzen kommen.

Katze beobachten und eine ruhige Umgebung schaffen

Wenn deine Katze wieder daheim ist, musst du einen breiten Spagat hinlegen. Höchstwahrscheinlich willst du deinem Schatz so gut es geht beiseite stehen und ihm das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben. Da liegt es nahe, ihr auf Schritt und Tritt zu folgen, damit sie weiß, dass du da bist, während du darauf aufpasst, dass ihr beim Tapsen kein Unglück geschieht. Für deine Katze ist das purer Stress.

Stell dir mal folgendes vor: Du bist draußen auf einer Feier und irgendjemand kippt dir heimlich KO-Tropfen in deinen Drink. Deine Lichter gehen aus. Plötzlich wachst du ein paar Stunden später auf dem Boden deines Zimmers auf. Du hast keine Ahnung, wie und wann du dort hingekommen bist. Dir ist schlecht, dein Schädel brummt. Deine Knie und Arme tragen schmerzhafte Schürfwunden, wahrscheinlich bist du auf dem Weg nach Hause mehrfach gestürzt.

Und dann kommt deine Mutter rein. Sie erzählt, was sie sich für Sorgen gemacht hat, nimmt dich in den Arm und wuschelt dir durch die Haare. Aber damit nicht genug, sie macht den ganzen Tag so weiter, der einzige Ort, an dem du allein sein kannst, ist die Toilette. Spätestens am Abend dürftest du so genervt sein, dass es vermutlich gut ist, dass es in Deutschland so ein strenges Waffengesetz gibt. So in etwa fühlt sich deine Katze, wenn du dauernd um sie rumschleichst.

Sie braucht ihre Ruhe und du musst sie trotzdem beobachten, das ist der besagte Spagat. Die Wunde muss immer wieder mal kontrolliert werden, wobei du natürlich weder Verband noch Body entfernst. Du solltest aber regelmäßig kontrollieren, ob sich irgendwo Blutflecken bilden, denn eine aufgeplatzte Naht muss schnell behandelt werden. Ebenfalls solltest du darauf achten, ob sich der Verband löst, Schwellungen entstehen oder andere Flüssigkeiten austreten, zum Beispiel Wundeiter.

Der Spagat gelingt dir am besten, wenn du ihr im Wohnzimmer einen Kuschelplatz baust. So kannst du gemütlich den Abend verbringen und hast deine Katze stets im Blick. Der Kuschelplatz befindet sich auf dem Boden, denn auf den Kratzbaum oder das Sofa wird es dein Kätzchen es aus eigener Kraft wohl kaum schaffen. Jack hat das mit dem Kratzbaum damals versucht. Er wollte raufklettern, macht sich lang und fällt rücklings um wie ein Brett. Getan hat er sich dabei natürlich nichts.

Für die Kuschelecke empfehlen wir dir, sie an ihren Lieblingsplatz anzupassen. Wenn sie besonders gerne auf einer bestimmten Decke liegt, solltest du diese als Schlafplatz anbieten. Das Ganze dekorierst du vielleicht mit ein paar weichen Kissen. Am besten legst du ein Leinentuch über die Katzendecke. Der vertraute Geruch bleibt riechbar, dafür hast du aber eine saubere Schutzschicht, welche die Gefahr reduziert, dass Katzenhaare oder Keime von der Decke auf die Wunde überspringen.

Obwohl man es eigentlich nicht machen sollte, kann es in dieser Situation eine gute Idee sein, die Katzentoilette und die Näpfe, sobald sie wieder futtern darf, in die Nähe zu stellen. Das Katzenstreu tauschst du noch vor dem Gang zum Tierarzt komplett aus, damit sich keine störenden Gerüche verbreiten. Es ist ebenso eine gute Idee, den Transportkorb als zusätzlichen Rückzugsort in das Wohnzimmer zu stellen, da sie darin besonders geschützt ist. Auch hier ergibt es Sinn, ein Leinentuch über die Liegedecke zu legen.

Halskrause und Body für deine Katze

Cloé im Body nach der Kastration.

In den allermeisten Fällen bekommt deine Katze, je nach Verletzung, einen Body oder einen Verband mit Halskrause. Der Body schützt Wunden am Körper, zum Beispiel im Brust- oder Bauchbereich. Er liegt immer eng an, damit deine Katze nicht an der Wunde lecken oder kratzen kann. Einen passenden Body kannst du direkt beim Tierarzt kaufen.

Da hast du aber eine recht limitierte Auswahl. Du kannst auch einen eigenen Katzenbody mitbringen. Diese kannst du ganz normal im Tierbedarfshandel oder im Internet kaufen. Auch wenn der Body sich nach und nach abwetzt, da deine Katze sicherlich mehrmals versuchen wird, das störende Ding, was sie am Putzen hindert, abzubekommen, solltest du ihn nicht entsorgen, sondern als Erinnerung behalten. Wir freuen uns immer, wenn wir mal aufräumen und dabei auf einen unserer Katzenbodys von den Kastrationen stolpern. Es kommen nach „kannst du dir vorstellen, dass die da mal wirklich reingepasst hat?“ noch viele weitere schöne Erinnerungen hoch.

Andere Wunden, zum Beispiel bei Verletzungen an Bein oder Pfote, wird ein Verband angelegt. Ich brauche keinen Kurs als Hellseher zu belegen, wenn ich prophezeie, dass das deiner Katze nicht passen wird. Der Verband ist ein Fremdkörper, er behindert beim Putzen und Laufen, der soll sofort wieder entfernt werden. Damit deine Katze das nicht macht, bekommt sie eine trichterförmige Halskrause.

Die Größe richtet sich nach deiner Katze und der Stelle des Verbands. Ziel ist es, dass deine Katze keine Möglichkeit haben soll, an dem Verband zu nagen oder ihn beim Ablecken nass zu machen. Das behindert deine Mieze schon ziemlich. Sie kann sich dann ja auch nicht mehr richtig putzen. Jack hat uns damals echt leidgetan. Der hat das Konzept er Halskrause noch nicht verstanden und wollte ständig unters Bett, aber die Halskrause passte nicht unter den Rahmen. Er hat es aber immer wieder versucht, aber keine Chance.

Jack nach der Behandlung eines aufgeschnittenen Pfotenballens.
Bild: Christine Numrich

Ein weiterer Problemfall ist, dass deine Katze vielleicht nicht unbehindert essen kann. Jack war damals schon sehr schlau und wendig, daher brauchte er eine recht große Halskrause. Das Problem dabei war, dass er nicht mehr an den Napf kam. Der gesamte Rand der Halskrause stand auf dem Boden, der Kopf des Katers wie eine Leuchte im Lampenschirm in der Mitte und das Futter war so nah und doch so fern.

In solch einer Situation hast du zwei Optionen. Du kannst die Halskrause abnehmen und sie deiner Katze nach dem Futtern wieder anlegen. Wir haben uns dagegen entschieden, weil wir nicht wussten, ob er sich nicht lieber direkt auf den Verband stürzen würde und auch, ob wir ihn je wieder in die Halskrause reinbekommen.

Option zwei war dann besser. Wir haben den Napf genommen und ihn auf eine relativ flache Konservendose gestellt. Schon war das Problem gelöst, die Halskrause berührte den Boden nicht mehr, die Näpfe standen stabil und der Kater konnte wieder verhältnismäßig problemlos essen und trinken

Notfallnummern und Betreuung

Besonders wichtig ist es, im Notfall schnell zu reagieren. Platzt eine Wunde am Bauch auf, können Haare oder Keime eine gefährliche Infektion auslösen. Nimm dir einfach mal Zeit, und recherchiere Tierärzte in deiner Nähe. Du kannst es auch gleich machen, wenn du mit Lesen fertig bist, dann hast du das schnell hinter dir.

Das Problem ist nämlich, dass es so etwas wie eine zentrale Notfall-Telefonnummer für Tierärzte nicht gibt. Wenn du einen Unfall hast und dir das Bein brichst, kannst du einfach die Feuerwehr anrufen, die schickt dann einen Wagen vom nächstgelegenen Krankenhaus vorbei. Bricht sich deine Katze ein Bein, kannst du dich nur direkt an eine Tierarztpraxis wenden.

Eine Karte mit Telefonnummer und Öffnungszeiten deines Tierarztes hast du bestimmt. Nur dieser kann meist keinen 24-Stunden-Dienst anbieten. Also brauchst du noch weitere Tierärzte, die du erreichen kannst, wenn deine Stammpraxis geschlossen ist. Speichere dir doch einfach folgenden Link ab: https://www.tierklinik.de/notdienstsuche

Dort findest du eine Suchmaschine für Tierärzte mit Notdienst. Du musst nur angeben, wo in etwa du wohnst und den Suchradius einstellen. Schon bekommst du eine Liste mit Namen, Adressen und Telefonnummern, die du genau jetzt anrufen könntest. Und ruf bitte bevor du losfährst an, um zu erfahren, ob die Praxis wirklich gerade geöffnet ist, denn es ist möglich, dass es sich um einen veralteten Eintrag handelt oder die Praxis ausgerechnet jetzt Betriebsurlaub macht.

Wichtig ist auch die ständige Betreuung deiner Katze. Sie sollte nicht alleine gelassen werden, bis die Narkose endgültig ausgeschlichen ist. Bei planbaren Operationen ist das kein Problem. Eine Kastration zum Beispiel kann Wochen vorher geplant werden. Dann nimmst du dir eben zwei Tage frei und passt auf das Miezchen auf. Am zweiten Tag sollte bei ihr alles wieder in Ordnung sein und am nächsten Tag kann sie auch wieder alleine bleiben. So spät sollten mögliche Komplikationen eigentlich nicht mehr auftreten.

Bei Notfällen kann das aber ein Problem sein. Es gibt keinen passenden Moment für einen Notfall, aber zahlreiche Momente, in denen es noch unpassender ist als sonst. Nimm einmal an, deine Katze muss notoperiert werden. Blöd nur, dass du am nächsten Tag einen wichtigen Vorstellungstermin in einer anderen Stadt hast. Den möchtest du keineswegs absagen und mit den Fahrzeiten bist du fast den ganzen Tag unterwegs. Das ist auch schlecht.

Also brauchst du jemanden, der sich um deine Katze kümmert. Du hast doch bestimmt Freunde, die sich um deine Katze kümmern und bei denen du auch keine Probleme damit hast, wenn sie mal einen ganzen Tag alleine in deiner Wohnung aufhalten. Aber wenn die auch alle arbeiten, kann das schwierig sein.

Am besten schaust du auch mal bei deinen Nachbarn vorbei. Wir haben einen guten Nachbarn, der sich um unsere Katzen kümmert, wenn wir mal nicht da sind. Er hat zwar keine Ahnung von Katzen, ist aber eine gute Seele, die wir bedenkenlos in die Wohnung lassen und ihr unsere Katzen anvertrauen. Vielleicht hast du ja auch Nachbarn, die selbst Katzen haben. Frag sie einfach mal freundlich, ob sie sich deiner Katze in so einem Fall annehmen. Idealerweise findest du einen freundlichen Rentner mit einer Katze, der hat im Normalfall genug Zeit, um mehrmals am Tag nach deiner Katze zu sehen.

Du brauchst auch nicht unbedingt einen Katzenexperten. Es reicht, wenn du dich auf jemanden verlassen kannst, dass er immer mal wieder vorbeischaut und nach deiner Katze sieht. Gib ihm die Notfallnummern und deine Handynummer. Dann kann er dich sofort anrufen, wenn ihm etwas auffällt, was nicht normal sein könnte und im Falle offensichtlicher Probleme direkt den Tierarzt anrufen. Dass zum Beispiel frische Blutflecken im Body ein Grund zur Sorge sind, sollte nun wirklich jeder wissen, der seinen Kopf nicht nur zum Tragen einer Mütze hat.

Hygieneregeln besonders befolgen

Frische Wunden sind stets anfällig für Infektionen und Entzündungen. Daher solltest du auf Hygiene im Haus besonders stark achten. Die Katzentoilette solltest du nach jedem Klogang reinigen, nicht nur einmal am Tag. Der Futternapf wird vor der nächsten Mahlzeit gründlich ausgewaschen.

Nach Möglichkeit solltest du mehrere Leinentücher haben, sodass du diese in der Kuschelecke regelmäßig austauschen kannst, um Katzenhaare zu entfernen. Auch deine Hände solltest du regelmäßig waschen. Wenn du deine Katze streichelst ist es möglich, dass du Viren, Bakterien oder Keime überträgst. Du weißt nichts davon, denn dir schaden sie nicht. Aber sie können über das Fell zur Wunde gelangen und eine Entzündung auslösen.

Dass du deine Essensreste möglichst schnell entsorgen oder, wenn du später noch weiteressen möchtest, in den Ofen stellen solltest, haben wir im Artikel über eine katzensichere Wohnung schon erläutert. Nach einer Operation deiner Katze solltest du diese Regel besonders penibel befolgen. Der Grund ist ganz einfach erklärt. Deine Katze darf nach einer Operation eine bestimmte Zeit nichts fressen. Am Morgen vor einer geplanten Operation darf sie meist auch nichts fressen. Sobald es deiner Katze etwas besser geht und ihr nicht mehr schlecht ist, schiebt sie mächtig Kohldampf.

Da sollte sich niemand wundern, wenn sie jede Gelegenheit zum Fressen nutzt und es ihr recht herzlich egal ist, ob sie das fressen darf oder nicht. Der Hunger obsiegt. Deine Katze ist eh schon geschwächt, wenn sie dann irgendetwas futtert, was nicht gut für sie ist, kann das sehr problematisch werden.

Noch ein Tipp zum Abschluss: Wenn du konkret planst, eine Katze ins Haus zu holen, hast du jetzt die Zeit, dich auf eventuelle Notfälle einzustellen. Ganz in Ruhe kannst du nach Tierärzten suchen und Notfallrufnummern zusammenstellen. Gleiches gilt für Fremdbetreuung. Du kannst ja schonmal anklopfen und fragen, ob der Nachbar oder die Nachbarin bereit wäre, dir im Notfall zu helfen.

Katzenmenschen sind meistens gerne bereit dazu. Wir haben mehrere Nachbarn im Haus, die Katzen haben und die wir im Grunde nur durch Grüßen und eventuellen Smalltalk im Treppenhaus kennen. Würde uns jemand fragen, ob wir uns im Zweifel um ihre Katzen kümmern können, würden wir sofort zustimmen, sofern die Zeit es zulässt.

Solltest du schon eine Katze haben, ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt, um dir alles zusammenzusuchen. Und wenn du schon gerade dabei bist, kannst du auch gleich einen Steckbrief vorbereiten für den Fall, dass dir deine Katze mal entlaufen sollte.