Rund um den Tierarzt

Tierärzte operieren eine Katze

In dieser Rubrik dreht sich alles nur um den Tierarzt. Wir beantworten all deine Fragen zum Thema Tierarzt und Katzen, angefangen bei der Frage, wie du für deine Katze einen wirklich guten Tierarzt findest. Viele Fragen haben wir bereits in ausführlichen Artikeln beantwortet. Wenn dem so ist, findest du hier eine kurze Zusammenfassung samt eines Verweises zu der ausführlichen Antwort.

Einen guten Tierarzt finden

Deinem Tierarzt vertraust du das Leben deiner Katze an. Nicht wenige Katzenliebhaber suchen sich ihren Tierarzt sogar sorgfältiger aus als ihren Hausarzt. Wenn du deine Katze als dein erstes Haustier bekommst oder du einen Umzug hinter dir hast, steht die Suche nach dem richtigen Tierarzt an.

Bewertungen im Internet sind dabei immer mit etwas Vorsicht zu genießen. Du weißt nie, wer sie geschrieben hat und in welchem Kontext sie geschrieben wurden. Klar, ein Tierarzt mit größtenteils erstklassigen Bewertungen ist möglicherweise tatsächlich besser als einer, von dem viele Leute abraten. Vielleicht hatte letzterer aber auch nur das Pech, dass die Bewertungen zum Beispiel von Tierhaltern kommen, welche es nicht verkraften konnten, dass ihr Tier eingeschläfert werden musste und daher ihre Trauer und Wut in solchen Kommentaren auslassen.

Besser ist es, wenn du dich in deinem Umfeld erkundigst. Selbst wenn du neu in der Stadt bist und noch niemanden kennst, kannst du leicht herausfinden, wer eine Katze hat und wer nicht. Katzennetze an den Fenstern sind da sehr gute Hinweise. Wohl kaum ein Katzenliebhaber dürfte dich abweisen, wenn du anklingelst, ihn auf das Netz ansprichst, ihm sagst, dass du auf der Suche nach einem guten Tierarzt bist und fragst, ob er dir jemanden empfehlen könnte.

Es gibt auch zahlreiche Merkmale, an denen du selbst einen guten Tierarzt erkennen kannst. Woran du einen guten Tierarzt erkennst und worauf du bei der Suche Wert legen solltest, erfährst du in unserem ausführlichen Artikel über gute Tierärzte.

Der erste Tierarztbesuch

Es gibt immer ein erstes Mal. Das gilt auch für den Besuch beim Tierarzt. Jede kleine Katze sollte spätestens im Alter von etwa acht Monaten einem Tierarzt vorgestellt werden. Oftmals ist das ihr erster Kontakt mit einem Tierarzt. Diese Begegnung kann sehr prägend sein, denn deine Katze verbindet ihre Erfahrungen mit dem Tierarzt bzw. der Praxis.

Eine schmerzhafte Erfahrung kann sich so in ihr Gedächtnis einbrennen, dass sie regelrecht traumatisiert ist, was sich darauf auswirkt, wie sie im Verlauf ihres Lebens generell auf Tierärzte reagiert.

Über das Thema Erstuntersuchung haben wir einen eigenen Artikel verfasst. Darin erfährst du, was bei dieser Untersuchung alles gemacht wird und wie du dazu beitragen kannst, dass der ganze Vorgang für deine kleine Katze so angenehm wie möglich abläuft.

Die Rechnung vom Tierarzt

Die Untersuchungen und Behandlungen eines Tierarztes musst du natürlich bezahlen. Eine der häufigsten Fragen diesbezüglich ist die, was ein Tierarztbesuch mit einer Katze kostet. Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Die Kosten hängen von vielen Faktoren ab, wie dem Umfang der Diagnostik, der Art und Schwere der Krankheit oder Verletzung, der Art der Behandlung und so weiter.

Tierärzte müssen sich an die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) halten. Darin ist genau festgelegt, wie viel ein bestimmter Behandlungsschritt kosten darf. Der Tierarzt hat dabei einen Ermessensspielraum. Standardmäßig sollte er den einfachen Satz berechnen. Er kann jedoch bis zu dreimal so viel berechnen.

Inwieweit er einen höheren Satz berechnen kann, hängt von den Umständen und dem Aufwand der Behandlung zusammen. Sollte deine Katze zum Beispiel sehr wehrhaft und dem Arzt gegenüber aggressiv sein, wird die Behandlung dadurch unnötig verkompliziert und in die Länge gezogen. In so einem Fall darf der Tierarzt mehr als den einfachen Satz verlangen.

Ähnliches gilt, wenn sich eine Behandlung als besonders schwierig herausstellt, weil ein eigentlich einfacher Eingriff an einer Stelle durchgeführt werden muss, welche besonders schlecht zu erreichen ist.

Wenn du mehr darüber wissen möchtest, legen wir dir unseren Ratgeber zum Thema „ Tierarzt: Kosten für Untersuchungen, Behandlungen, Operationen“ ans Herz. Dort gehen wir ausführlich auf die Thematik ein. Außerdem erfährst du, was du tun kannst, wenn du deine Tierarztrechnung nicht bezahlen kannst und auch, wie du dich vor hohen Behandlungskosten schützen kannst.

Zu letzterem empfehlen wir dir unseren Artikel über die Katzenkrankenversicherung.

Stressfrei zum Tierarzt

Kaum eine Katze lässt sich gerne zum Tierarzt bringen. Es ist immer ein großer Stress für deine Katze. Wenn du sie nicht nur für eine Routineuntersuchung zum Tierarzt bringst, ist deine Katze sowieso schon gestresst, weil es ihr nicht gut geht.

Dann kommt auch noch der rumpelige Transport und auf die Behandlung hat deine Mieze vermutlich besonders wenig Lust. In unserem tiefergreifenden Artikel zum Thema „Stressfrei zum Tierarzt“ erfährst du, was du tun kannst, um den Tierarztbesuch für deine Katze so stressfrei wie möglich zu gestalten.

Tierarzt werden

Tierärzte wachsen nicht auf Bäumen oder fallen vom Himmel. Um als Tierarzt arbeiten zu dürfen, musst du ein langes und anstrengendes Studium der Veterinärmedizin absolvieren. Veterinärmedizin wird nur an fünf Universitäten in Deutschland unterrichtet. Um einen der wenigen Studienplätze zu bekommen, brauchst du ein sehr gutes Abitur oder eine fachliche Hochschulreife.

Das Studium selbst dauert in der Regel 11 Semester und ist mit zahlreichen Praktika verbunden.

Der Beruf des Tierarztes wird leider sehr oft romantisiert. Es ist ein Beruf, für den man geboren sein muss. Neben den vielen schönen Momenten gibt es auch viele Situationen, die extrem belastend sein können. Nicht jeder ist dafür gemacht.

In unserem ausführlichen Artikel über das Studium der Tiermedizin gehen wir daher nicht nur auf das reine Studium ein, sondern thematisieren auch die Schattenseiten dieses wichtigen Berufes.

Tierärzte mit Notdienst

Katzen können äußerst rücksichtslose Wesen sein. Sie scheren sich nicht darum, ob es Tag oder Nacht, Wochenende oder Werktag ist oder, ob der Tierarzt geöffnet hat. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn ein akuter Notfall eintritt. Mit einem akuten Notfall musst du mit deiner Katze sofort zum Tierarzt.

Ein akuter Notfall liegt dann vor, wenn das Leben deiner Katze davon abhängt, dass sie schnellstmöglich behandelt wird. Das ist zum Beispiel der Fall bei:

  • Atemnot / -stillstand
  • Bewusstseinsstörungen
  • Blutiger Durchfall
  • Herz- / Kreislaufversagen
  • Hohes Fieber
  • Krämpfe
  • Schwere Verletzungen
  • Unstillbares Erbrechen
  • Vergiftung

Während der Öffnungszeiten bringst du deine Katze unverzüglich zum Tierarzt deines Vertrauens. Wenn es um Leben und Tod geht lässt jeder verantwortungsbewusste Tierarzt auf der Stelle alles stehen und liegen, um sich sofort um den Notfall zu kümmern. Wir waren selbst mal mit einem Notfall bei unserem Tierarzt. Nachdem wir den Notfall gemeldet haben, dauerte es höchstens eine halbe Minute, bis wir ins Behandlungszimmer gerufen wurden.

Wenn dir, deinem Partner oder deiner Partnerin etwas zustößt, rufst du den Notdienst an. Eine solche bundesweite Notfallnummer gibt es für Tiernotfälle leider nicht. Es ist wichtig, sich auf eventuelle Notfälle vorzubereiten. In der akuten Situation bist du höchstwahrscheinlich sehr aufgeregt und weißt vielleicht nicht, was du jetzt in welcher Reihenfolge machen solltest und wie du so schnell wie möglich Hilfe findest.

Am besten nimmst du dir gleich etwas Zeit und suchst dir Tierärzte in deiner Nähe raus, welche geöffnet haben, während dein Tierarzt geschlossen hat. Es wird allerdings kaum möglich sein, auf diese Weise einen Rund-um-die-Uhr-Plan zu erstellen.

Tierkliniken haben im Gegensatz zu Tierarztpraxen in der Regel immer geöffnet, zumindest die Notaufnahme sollte jederzeit besetzt sein. Such dir bitte auch erreichbare Tierkliniken raus. Öffnungszeiten, Adressen und Kontaktdaten kannst du dir ja ausdrucken und an den Kühlschrank hängen. So hast du die Informationen im Notfall sofort zur Hand.

Es kann auch nicht verkehrt sein, wenn du dir den Link zur Notdienstsuche von tierklinik.de abspeicherst. Dort findest du Tierarztkliniken und -praxen in deiner Nähe, welche Notdienst haben und geöffnet sind. Wir wissen allerdings nicht, wie intensiv die Datenbank gepflegt wird.

Ruf daher bitte bei dem Arzt an, bevor du losfährst. Schließlich könnte es sich um einen veralteten Eintrag handeln oder die Praxis ist ausgerechnet jetzt aufgrund von Betriebsferien geschlossen. Außerdem kann der Arzt dann schon damit anfangen, alles für deine Ankunft vorzubereiten, wenn er weiß, welche Art Notfall gleich reinkommen wird.

Leider musst du dich mental schon mal auf eine hohe Rechnung einstellen. In der Regel fällt eine Notfallgebühr von 50 Euro netto an. Das ist bei der schnellen Hilfe sicher nicht das Problem, aber es ist nicht unüblich, dass Tierärzte im Notdienst mindestens den zwei- wenn nicht gleich den dreifachen Satz berechnen.

Tierärzte und Hausbesuche

Ein Tierarzt ist nicht an seine Praxis gebunden. Viele Tierärzte bieten auch Hausbesuche an. Es gibt außerdem zahlreiche mobile Tierärzte, die ausschließlich Hausbesuche machen. Dann ersparst du dir und deiner Katze den stressigen Weg in die Praxis.

Die Behandlungsmöglichkeiten sind bei dir zu Hause natürlich im Vergleich zur Praxis deutlich eingeschränkt. Operative Behandlungen oder aufwändige Diagnostik sind in deiner Privatwohnung kaum möglich. Es stellt sich demnach die Frage, was der Tierarzt im Rahmen eines Hausbesuchs leisten kann. Eine weitere Frage ist, ob und wann Hausbesuche überhaupt sinnvoll sind. Und sicherlich stellst du dir auch die Frage, was ein Hausbesuch eines Tierarztes eigentlich kostet.

Auf diese und andere Fragen gehen wir in unserem separaten Artikel über Tierärzte mit Hausbesuchen genauer ein.

Online-Tierärzte

Tierärzte gibt es auch im Internet. Nein, wir meinen damit keine Websites, auf denen Tierärzte ihre Räumlichkeiten und Leistungen vorstellen. Wir meinen Tierärzte, die online praktizieren.

Ein Besuch beim Online-Tierarzt ist für deine Katze besonders schonend. Sie wird nicht zum Arzt gebracht und um Gegensatz zum Hausbesuch kommt auch kein fremder Mensch in ihr Revier. Der Tierarzt ist ausschließlich am Smartphone, Tablet oder Computer zu sehen.

Die Behandlungsmöglichkeiten sind ohne körperliche Anwesenheit natürlich etwas eingeschränkt. Der Tierarzt kann deine Katze lediglich in einem Videotelefonat über die Kamera sehen. In manchen Fällen kann das auch ausreichen. Beratungsleistungen und anleitende Unterstützung bei Behandlungen zu Hause sind auch ohne direkten Kontakt möglich.

In unserem separaten Artikel über Online-Tierärzte klären wir dich über die Vor- und Nachteile von Online-Tierärzten auf und geben dir zusätzlich ein paar Tipps, wie du dich sogar kostenlos von Tierärzten im Internet beraten lassen kannst.