Leinen für Katzen

Immer wieder werden wir gefragt, ob man Katzen an die Leine nehmen darf, zum Beispiel zum Gassi gehen. Sicherlich ist es möglich, natürlich ist es aber nicht. Wir haben zum Thema Katze und Leine eine gespaltene Meinung. Hier erfährst du, was für und was gegen eine Katzenleine spricht.

Gründe, die gegen Katzen an der Leine sprechen

Eine Katze hat ihren eigenen Kopf und ist kein Leinentier. Einem Hund mag es gefallen, an der Leine neben seinem Herrchen oder Frauchen Gassi zu gehen. Er hört auch auf Kommandos und ist nicht böse, wenn er an der Leine zurückgezogen wird, wenn er sich zu weit in die falsche Richtung bewegt.

Auf der anderen Seite steht die Mentalität der Katze. Die kümmert sich nämlich einen *pieps* um die Leine. Sie will auf Entdeckungsreise gehen und interessiert sich nicht dafür, dass sie angeleint ist. Die Leine bedeutet vielmehr Stress für die Katze, sie versteht die Situation nicht.

Vor allem Hauskatzen sollten nicht an die Leine. Zuhause braucht sie ja sowieso keine Leine. Aber bedenke, dass dein Stubentiger nur deine Wohnung als sein Revier kennt. Draußen ist alles anders, es sieht anders aus, fühlt sich anders an und riecht vor allem anders, nach fremden Katzen zum Beispiel. Da die Wohnungskatzen das Draußen nicht kennen, vermissen sie es auch nicht.

Nehmen wir als Beispiel unsere Katzen. Sie lieben es, wenn wir die Fenster aufmachen. Sie mögen den Geruch, lieben im Herbst das Jagen herunterfallender Blätter von dem großen Baum vor dem Fenster und beobachten alles ganz genau. Das bedeutet aber nicht, dass sie wirklich nach draußen wollen. Besonders Ginny und Cloé sind gegen das Draußen.

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Wir wollten sie bei einem Elternbesuch an der Leine in den Garten lassen, weil sie das noch nicht kennen und wir dachten, dass das bestimmt eine aufregende und willkommene Abwechslung sein würde. Falsch gedacht. Als wir Ginny auf den Boden gesetzt haben, ist sie einfach nur panisch in Richtung Terrassentür gerannt und gegen die Scheibe gesprungen. Die wollte nur noch in die Wohnung. Spätere, noch vorsichtigere Versuche, führten zum selben Ergebnis. Cloé geht es nicht anders. Obwohl sie in bestem Abenteuer- und Erkundungsalter war, hat sie schon der Schritt auf die Terrasse in Panik versetzt. Das ist nicht gesund für das Tier und wir haben es auch aufgegeben, es zu versuchen. Den Tieren zuliebe.

Wie sagte Steve Jobs in seiner legendären Stanford-Rede sinngemäß: „Selbst diejenigen, die besonders stark an den Himmel glauben, haben es nicht unbedingt eilig, dort hinzugelangen.“

Zu viele Eindrücke stressen die Katze. Deine Wohnungskatze ist draußen besonderen Gefahren ausgeliefert. Sie beobachtet das Draußen sicher sehr gespannt, muss aber nicht selbst hin. Der Blick aus dem Fenster ist im Grunde das Fernsehen des Fellbündels.

Eine Leine für Katzen kann auch sinnvoll sein.

Wie eingangs erwähnt, spricht auch einiges für eine Leine für die Katze. Als Halter einer Freigänger-Katze solltest du dir eine Leine zulegen. Es kann durchaus sein, dass sich deine Katze verletzt oder krank wird. Wenn sie etwas Schonung braucht, sollte sie nicht viel draußen sein, das wäre zu gefährlich. Immer nur drinnen zu hocken ist aber auch nicht schön.

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Mit einer Leine kannst du sie kontrolliert ins Freie lassen. Das kann die Heilung ggf. auch beschleunigen. Deine Katze ist besser gelaunt, wenn sie zumindest hin und wieder raus darf. Wenn sie Draußen kennt, wird sie es vermissen. An der Leine hast du die Kontrolle darüber, wo die Katze hingehen kann und sollte sie schnell erschöpft sein, kannst du sie wieder in ihr Körbchen tragen.

Sinnvoll ist es auch, wenn du umziehst und deine Katze draußen ein vollkommen fremdes Revier vorfindet. Dann kannst du sie an der Leine langsam daran gewöhnen, auf sie aufpassen und dir auch ihre neuen Laufwege einprägen, falls du sie mal suchen solltest.

Auch unsere Wohnungskatzen haben Leinen. In der Wohnung legen wir sie natürlich nicht an und das Draußen ist viel interessanter, wenn nur ein Netz Innen- und Außenwelt trennt. Wenn wir mit den Katzen unsere Eltern besuchen, sind wir stets viele Stunden unterwegs. Da kann es sein, dass einer Katze mal die Blase drückt. An der Leine können wir sie dann während einer Pause eine kurze Entleerung durchführen lassen.

Wenn du mal ausprobieren möchtest, wie deine Katze auf Draußen reagiert, kommst du um eine Leine nicht rum. Entweder findet sie es super spannend, so wie Jack vor wenigen Jahren noch. Dann kannst du wirklich mit der Katze spazieren gehen und sie beim Erkunden beobachten. Sollte sie Panik bekommen, hast du sie unter Kontrolle. Instinktiv wird sie in Richtung Wohnung sprinten.

Wie finde ich die richtige Leine für meine Katze?

Zunächst: Kauf bitte KEINE Leine mit Halsband. Das mag am billigsten sein, ist aber auch am gefährlichsten. Wenn sich deine Katze erschreckt und die Flucht ergreift, würgt sie sich automatisch selbst. Wenn sie dann auch noch panisch versucht, sich zu befreien, kann sie sich ganz böse verheddern. Solche Leinen sind keine Option.

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Was du brauchst und was wir auch selbst haben, ist ein Katzengeschirr. Einfache Katzengeschirre bestehen aus zwei Gurten. Einer kommt als Halsband um den Hals, das andere hinter den Vorderläufen um den Oberbauch der Katze. Verbunden sind sie mit einem Rückensteg. Der Ring, in dem die Leine eingehakt wird, befindet sich üblicherweise hinten auf dem Rückensteg.

Das hat den Vorteil, dass sich die Katze nicht selbst erwürgen kann. Die Zugkraft liegt nicht direkt und allein am Hals an, sondern verteilt sich auf den Oberkörper der Katze, sodass es für sie so ähnlich ist, als würdest du sie an der Brust anheben.

Daneben gibt es auch Brustgeschirre, bei denen kein Halsband dabei ist. Diese Geschirre haben einen Brust- und einen Bauchgurt. Die beiden Gurte sind über einen Gurt über die Brust der Katze miteinander verbunden. Häufig ist auch zur zusätzlichen Sicherheit ein Rückengurt vorhanden. Die Leine wird hinten an dem Geschirr befestigt. Solche Geschirre sind angenehmer für die Katze, da sie den Druck besser verteilen, sodass die Zugkraft nicht punktuell auf Bauch und Hals einwirkt.

Für beide Arten gilt: Die Gurte sollten verstellbar sein, damit sie an den Körper deiner Katze angepasst werden können. Idealerweise bekommst du locker einen Finger zwischen Gurt und Katze. Dann ist das Geschirr nicht zu fest, aber fest genug, dass sich die Katze nicht losstrampeln kann.

Wie gewöhne ich meine Katze an Leine bzw. Geschirr?

Mit der Leine kann der Kater auch mal das Draußen erforschen.

Grundlegend ist die Gewöhnung relativ einfach. Bei unseren Katzen war das so, dass sie neugierig waren. Wir konnten ihnen das Geschirr einfach anlegen und richtig einstellen. Dann haben sie natürlich mitbekommen, dass sie in einem Fremdkörper gefangen sind und haben versucht, es abzustreifen. Da die Einstellung aber gut war, ist ihnen das nicht gelungen. Nach ziemlich kurzer Zeit haben sie die Situation akzeptiert und sich ganz normal verhalten, als ob es das Geschirr nicht gäbe.

Sie lassen es sich auch nach wie vor umlegen. Vor einer längeren Reise legen wir es am Vorabend an. Über Nacht haben die das Ding schon wieder vergessen und lassen sich besonders leicht in den Transportkorb verfrachten.

Wenn du nicht so ein Glück hast und sich deine Katze weigert, das Geschirr anzuziehen, brauchst du vor allem Geduld. Biete ihr das Geschirr an, lass sie daran schnuppern. Vielleicht legst du es auch einfach in den Raum oder in ihr Körbchen, damit sie die Angst vor dem Teil verliert und es auch ihren Geruch annehmen kann.

Dann kannst du es nehmen und ein paar Leckerchen bereithalten. Versuche, die Katze dazu zu bringen, den Kopf durch das Geschirr zu stecken, um an ein Leckerchen zu kommen. Hat sie es, hast du wenige Sekunden Zeit, das Geschirr zu schließen. Im Idealfall machst du das nicht alleine. Mit einem Freund oder einer Freundin geht das viel einfacher. Die andere Person krault und flauscht die Katze, du wartest auf die richtige Gelegenheit, ihr das Geschirr anzulegen. So ist es besser als andersherum. Sie mag sich bei deinen Krauleinheiten vielleicht besser entspannen, doch wenn eine andere Person ihr dann auf einmal gefährlich nahe ans Mäulchen kommt, ist es wahrscheinlicher, dass sie die fremde Hand beißt als in deine, wenn du ankommst.

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