Hausapotheke für Katzen

Für dich hast du doch bestimmt so etwas wie eine Notfallapotheke im Haus, zum Beispiel Verbandsmaterial, Schmerztabletten oder Pflaster. So etwas brauchst du auch für deine Katze, um im Ernstfall schnell reagieren zu können. An deine Apotheke solltest du nicht ran gehen, wenn deine Katze Hilfe braucht, denn viele Medikamente für Menschen sind für Katzen giftig. Hier erfährst du, was deine Hausapotheke alles enthalten sollte.

Warum brauche ich eine Hausapotheke für meine Katze?

Du hast doch sicher auch eine Hausapotheke. Vielleicht umfasst sie nicht alles, was empfohlen wird. Das ist bei uns nicht anders. Wir haben auch nur einen Kfz-Verbandskasten, Pflaster und die nötigsten Medikamente wie Schmerzmittel. Auch Wundsalbe ist immer vorrätig.

Leider kannst du deine Hausapotheke vergessen, wenn es um deine Katze geht. Von Schmerzmitteln für Menschen solltest du sowieso Abstand halten. Bei vielen Menschen reicht schon eine einzige rezeptfreie Schmerztablette und sie fühlen sich benebelt. Stell dir mal vor, du verpasst deiner Katze die gleiche Tablette, allein schon aufgrund der Körpergröße stellt das eine harte Überdosierung dar.

Das Verbandszeug ist besser an Tiere angepasst als welches für Menschen. Das Verbinden geht damit leichter. Du kannst zwar auch Verbände für den Menschen nehmen, aber die sind in der Regel viel zu groß. Es kann nie schaden, etwas für den Notfall im Haus zu haben. Du solltest nur regelmäßig prüfen, ob alles noch gut ist, denn Pflaster können austrocknen und Tabletten bzw. Tinkturen und Salben für Katzen sind auch nicht ewig haltbar.

Ersetzt die Hausapotheke den Gang zum Tierarzt?

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Nein. Nichts ersetzt den Gang zum Tierarzt. Die Hausapotheke für deine Katze enthält Medikamente, mit denen du ein paar Sachen selbst behandeln kannst. So findest du zum Beispiel eine Ohrreinigungslösung. Auch Verbände gehören in diese Apotheke.

Bei einem Verdacht auf eine Krankheit ist immer ein Tierarzt aufzusuchen. Was du tun kannst ist, die Erstversorgung zu leisten, kleine Wunden zu desinfizieren und zu verbinden, damit es auf dem Weg zum Arzt nicht schlimmer wird. Nur ein richtiger Tierarzt ist in der Lage, Krankheiten und Wunden richtig zu behandeln.

Wenn du plötzlich Schmerzen hast, nimmst du vermutlich eine Schmerztablette. Das bessert die Sache etwas, heilt aber nicht den Ursprung des Schmerzes.

Verbandsmaterial für Katzen

Verbandsmaterial ist besonders wichtig. Sollte deine Katze nach einer Verletzung bluten, kommt es darauf an, dass die Wunde möglichst schnell gesäubert und verbunden wird, damit sie auf dem Weg zum Tierarzt so wenig Blut verliert wie möglich.

Generell kannst du auch Verbandsmaterial für Menschen verwenden. Das solltest du aber nur im letzten Notfall tun, denn vieles davon ist für Katzen zu groß. Eine Wundkompresse viermal um das Katzenbein zu wickeln ist nicht im Sinne des Erfinders. Du brauchst:

  • Desinfektionsmittel für dich und die Utensilien
  • Elastische Binden, selbsthaftend
  • Mullbinden
  • Verbandsklebeband
  • Verbandstuch
  • Verbandswatte
  • Wattestäbchen
  • Wunddesinfektionsmittel ohne Jod
  • Wundkompressen

Bis auf die Desinfektionsmittel handelt es sich also in etwa um das, was du auch in einem Kfz-Verbandskasten findest, nur eben in katzengerechter Größe. Die meisten Sachen sind selbsterklärend. Wattestäbchen brauchst du zum Beispiel, um gezielt Salben aufzutragen ohne Gefahr, dass du sie mit Keimen auf deiner Haut vermischst.

Das Wunddesinfektionsmittel sollte speziell für Katzen sein und kein Jod enthalten, da dieses für Katzen giftig ist. Das andere Desinfektionsmittel ist nicht für deine Katze gedacht, sondern für dich und die Hilfsmittel, die mit einer Wunde in Kontakt gekommen sind.

Medikamente für Katzen

Wir möchten dich erneut darauf hinweisen, dass du deiner Katze keine Medikamente für Menschen verabreichen solltest. Selbst eine halbe und schwach dosierte Schmerztablette kann deine Katze umbringen. Selbst mit Medikamenten für Katzen solltest du etwas vorsichtig sein, vor allem bei Dingen wie Beruhigungsmitteln.

Bevor du so etwas deiner Katze verabreichst, ruf bitte kurz deinen Tierarzt an und frag nach, ob das die richtige Entscheidung ist und wie viel du ihr geben sollst. Deine Hausapotheke sollte folgende Medikamente umfassen:

  • Anti-Floh-Mittel
  • Augensalbe
  • Mittel gegen Zecken
  • Notfalltropfen
  • Ohrreinigungsmittel
  • Salbe für Gelenkschmerzen
  • Salbe für Wundheilung

Greife nicht zu schnell in Eigenregie zu den Medikamenten. Sollte deine Katze eine ernsthafte Verletzung der Augen erlitten haben, kannst du sie mit Augensalbe sogar noch schlimmer machen. Ähnlich ist es bei Ohrentropfen. Besteht der Verdacht auf eine Verletzung des Trommelfells, können die Tropfen viel zu tief ins Ohr gelangen und dort Schaden anrichten. Ein kurzer Anruf zur Sicherheit geht schnell und kostet nichts. Notfalltropfen stärken den Kreislauf deiner Katze, damit sie nicht in Ohnmacht fällt.

Medizinische Hilfsmittel für Katzen

Mit Medikamenten und Verbandsmitteln wirst du kaum auskommen, du brauchst auch ein paar Utensilien, die unbedingt in eine Katzenapotheke gehören. Schön daran ist, dass du die meisten Sachen quasi immer verwenden kannst, weil sie kein Ablaufdatum haben.

Medikamente haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum und verschiedene Verbandsmittel solltest du auch zwischendurch austauschen, da zum Beispiel der Kleber von selbstklebenden Verbänden austrocknen kann. Du solltest folgende Utensilien in deiner Katzen-Hausapotheke haben:

  • Einwegspritzen und Kanülen
  • Fieberthermometer für Tiere
  • Gleitgel
  • Kleine Taschenlampe
  • Krallenzange
  • Pinzette
  • Verbandsschere
  • Zeckenzange
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Die Taschenlampe brauchst du, wenn du deine Katze untersuchen möchtest. Am besten ist eine kleine LED-Taschenlampe. Die sollte hell genug sein, damit du dir das Mäulchen, die Ohren und so weiter gründlich ausleuchten kannst. Wenn du bei deiner Katze die Temperatur misst, musst du ihr das Fieberthermometer etwa einen cm tief in den Podex stecken.

Fieberthermometer für Tiere sollten eine elastische Spitze haben, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Die Verwendung von Gleitgel ist dabei obligatorisch. Bitte tue so etwas nur, wenn du dir das wirklich zutraust. Schiebst du es zu tief hinein, kannst du deine Katze verletzen und wer weiß, wie deine Katze überhaupt darauf reagiert. Im schlimmsten Fall ziehst du dir einen Katzenbiss zu.

Wo kann ich all das kaufen?

Am besten kaufst du alles beim Tierarzt deines Vertrauens. Dieser kann dir erklären, wofür die einzelnen Mittel sind und wie man sie richtig anwendet. Ein Gespräch mit deinem Tierarzt solltest du generell einmal führen.

Wenn du weißt, was du brauchst, kannst du alles auch bei Versandapotheken kaufen, die auch Arzneien und Hilfsmittel für Katzen anbieten. Wenn du nicht gerade eine Krankenversicherung für deine Katze abgeschlossen hast, trägst du die Kosten dafür so oder so selbst. So etwas wie ein Rezept mit Zuzahlung gibt es nur für Menschen.

Natürlich gibt es auch Medikamente, die bekommst du nur bei einem Tierarzt. Das sind meist sehr spezifische Medikamente, die deiner Katze schaden könnten, wenn du nur leicht von der Dosierung abweichst. Da ist es besser, die Behandlung vom Arzt durchführen zu lassen.

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(Stand von: 2020/08/07 9:11 am - Details
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