Katzen mit Katzenschreck fernhalten

Du willst eine Katze von etwas fernhalten, von einem Gegenstand oder deinem Grundstück? Dann gibt es mehrere Arten, auf die du das anstellen kannst. Dabei kannst du akustisch, mechanisch, optisch oder auch rein biologisch vorgehen. Wenn du keine Katzen in deiner Nähe haben möchtest, erfährst du hier, wie dir das gelingen kann.

Warum setzt jemand einen Katzenschreck ein?

Wir sind ein Katzenportal, das selbstverständlich pro Katze eingestellt ist. Ich als Autor habe zusammen mit meiner Frau selbst drei Katzen und kann Katzenschrecks nichts abgewinnen. Ich möchte klarstellen, dass es nicht darum geht, einen Artikel zu schreiben, wie Katzen geschädigt oder bösartig vertrieben werden können.

Es geht darum, Menschen, die keine Katzen dulden, Wege aufzuzeigen, wie sie sie fernhalten können. Ich möchte auch klarstellen, dass ich nicht verstehen kann, warum man Katzen nicht mag. Gleichzeitig ist es mir aber ein Anliegen, festzuhalten, dass es viele Gründe dafür gibt, Katzen fernhalten zu wollen und nicht jeder, der es tut, handelt aus Katzenhass heraus oder ist ein schlechter Mensch. Das ist bei Menschen, die Katzenschrecken einsetzen, sicherlich nur die absolute Minderheit.

Es gibt Menschen, die haben eine besonders starke Katzenhaarallergie. Die reagieren schon allergisch, wenn sich eine Katze auch nur irgendwie in der Nähe befindet. Ich kann auch von einem guten Beispiel erzählen. Eine Bekannte meiner Frau kam uns wegen der Katzen nie besuchen. Selbst wenn wir sie besucht haben, hielten wir zwei Meter Abstand, weil sie ansonsten schlecht Luft bekam und ihre Haut zu jucken anfing. Für diese Reaktion reichten schon die Katzenhaare an unserer Kleidung. Der Kontakt riss irgendwann ab, was schade ist, aber nun ja.

Diese Person hat die Nähe von Katzenhaaren einfach nicht vertragen. Hätte sie ein Grundstück, würden wir es ihr auch nicht verübeln, wenn sie einen Katzenschreck einsetzen würde. Unser Ziel ist hier, darüber aufzuklären, wie man Katzen möglichst gut abschrecken kann, ohne, dass die Umwelt, andere Menschen und vor allem die Katzen drunter leiden.

Katzen sind bekanntlichermaßen Raubtiere und leidenschaftliche Jäger. Versetz dich mal in eine Position, in der du kein Katzenmensch bist. Vielleicht hast du ein Faible für Fische und dir deswegen einen Gartenteich angelegt, in dem du teils wertvolle Zierfische hältst. Du fändest es sicher nicht toll, wenn eine Katze grade auf nicht vegetarisches Sushi ohne Reis und Algen hat. Du würdest sie sicher auch gerne von deinem Teich fernhalten, nur um deine Fische zu schützen.

Oder du hast draußen einen Stall mit Kaninchen oder Meerschweinchen. Da würdest du es vermutlich auch nicht unbedingt begrüßen, wenn Katzen die Tiere bedrohen, verängstigen und nur darauf warten, bis das Buffet eröffnet wird.

Du könntest auch ein leidenschaftlicher Gärtner sein, dessen größte Passion es ist, sich um seine Blumenbeete zu kümmern. Da möchtest du sicher auch nicht, dass freilaufende Katzen deine Beete zertrampeln oder zerfressen. Kot ist zwar ein brauchbarer Dünger, aber wenn du mehrere Katzen in der Umgebung hast, begibst du dich sozusagen in ein Minenfeld, wenn du das Beet zur Pflege betrittst.

Es gibt also zahlreiche verständliche Gründe, einen Katzenschreck einzusetzen. Man kann ja auch niemanden, der keine Katzen auf seinem Grundstück haben will, zwingen, sich einzusperren, indem er einen hohen Zaun rund um sein Grundstück bauen muss. Die hier vorgestellten Methoden tun einer Katze nicht weh. Auf Giftköder oder gefährliche Fallen gehen wir hier bewusst nicht ein, um niemanden auf dumme Gedanken zu bringen.

Akustische Katzenfernhalter

Akustische Katzenschrecks sind recht harmlose Geräte, um Katzen zuverlässig fernzuhalten. Üblicherweise funktionieren sie mit Ultraschall. Das Gerät sendet einen hochfrequenten Ton aus, der von uns Menschen nicht mehr, oder bei sehr gutem Gehör gerade eben so noch, hörbar ist. Viele der Geräte sind mit einem Bewegungsmelder ausgestattet, sodass der Sound nur ertönt, wenn tatsächlich eine Katze in der Nähe ist. Du hast die Wahl zwischen einem Gerät mit Batteriebetrieb oder einem dauerhaften Kabelanschluss.

Der Ton, den wir nicht oder kaum wahrnehmen, ist für Katzen und andere Tiere so unangenehm, dass sie gleich wieder gehen, sobald sie ihn hören. Da der Ton in der Regel aber nicht nur in Richtung des erkannten Eindringlings gerichtet ist, solltest du mit deinen Nachbarn sprechen, falls sie Haustiere haben.

Die Reichweite eines solchen Katzenschrecks kann zehn Meter weit übersteigen. Wenn du das Gerät am Rand deines Grundstücks aufstellst, kann es gut sein, dass der Nachbarshund nicht mehr in den Garten geht, da er ebenfalls von der Frequenz abgeschreckt wird. Auch zu nah an der Straße bzw. dem Bürgersteig solltest du den akustischen Katzenschreck nicht aufstellen. Wenn mein Hund beim Gassi gehen vor deinem Haus unbedingt die Seite wechseln möchte, würde ich mit dir sicher auch mal friedlich unterhalten wollen.

Geruchstoffe & Pflanzen gegen Katzen

Katzenabwehrspray auf Geruchsbasis haben wir selbst mal angewandt. Als wir für den Umzug gepackt haben, haben wir zahlreiche Pappkartons gestapelt. Die Katzen fanden das natürlich sehr interessant und haben ständig daran gekratzt oder genagt. Damit die Kartons den Umzug noch erleben, haben wir sie mit einem Fernhaltespray besprüht. Dieses wirkt nur auf kurze Distanz.

Wir selbst haben den Geruch so gut wie nicht wahrgenommen, unsere Katzen sahen das natürlich anders. Besonders positiv war, dass sie es nur in direkter Nähe der Kartons gerochen haben. Abgesehen von ein paar cm Abstand zu den Kartons, konnten sich die Katzen frei bewegen, sie haben sich nicht in irgendeiner Form nur auf der anderen Seite des Raumes aufgehalten oder diesen gar gemieden. Die Katzen haben auch keinen Schaden genommen, da sie keinen direkten Kontakt damit hatten und es eben nur im absoluten Nahbereich gerochen haben.

Generell kann man Katzen sehr gut mit Gerüchen von Gewürzen und Pflanzen fernhalten. Ein solches Beispiel ist die Verpiss-dich-Pflanze. Kein Witz, die heißt wirklich so. Um dich zu überzeugen kannst du dir ja den Wikipedia-Eintrag zur Verpiss-dich-Pflanze durchlesen. Der Duft von Lavendel schreckt die meisten Katzen ebenfalls ab. Ähnlich verhält es sich mit Zitronengras oder Eukalyptus.

Trinkst du viel Kaffee? Dann ist der nächste Tipp für dich vermutlich ideal. Katzen hassen nämlich den Geruch von Kaffee und vor allem von Kaffeesatz. Kaffeesatz ist sicherlich nicht ideal, wenn du ein großes Grundstück komplett von Katzen freihalten möchtest, aber für kleinere Beete oder Teiche eignet er sich sehr gut. Katzen mit Kaffeesatz zu vertreiben bringt noch zwei weitere Vorteile mit sich. Einer ist, dass du weniger Hausmüll produzierst. Der zweite Vorteil ist, dass Kaffeesatz für viele Pflanzen ein hervorragendes Düngemittel ist. Du schadest deinen Pflanzen nicht nur, du gönnst ihnen damit sogar etwas Gutes.

Katzen mechanisch fernhalten

Ungewünschte Katzen kannst du auch rein mechanisch von deinem Garten fernhalten. Die einfachste Möglichkeit ist natürlich ein Zaun, den eine Katze nicht hochklettern oder überspringen kann. Der Zaun muss dann aber tatsächlich ähnlich hoch sein wie du, wenn dein Kopf nicht zufällig auf einer Höhe endet, auf der die meisten Menschen ihren Bauchnabel haben. Dein Grundstück dürfte sich dann aber wohl leider wie eine Gefängniszelle anfühlen, obgleich es eine besonders geräumige Zelle wäre.

Um deine Beete zu schützen kannst du sie mit Kakteen oder anderen Pflanzen mit Stacheln oder dornen säumen. Eine Katze lernt ziemlich schnell, dass es wehtut, da ran zu gehen und lässt es tunlichst bleiben. Wir haben auch hauptsächlich Kakteen im Haus. Unser Kater Jack nagt nämlich illegalerweise ständig an unseren Pflanzen rum und übergibt sich anschließend. Jeder Kaktus, der ins Haus gekommen ist, wurde höchstens zweimal angefasst und dann links liegen gelassen

Ein weiterer harmloser Katzenschreck für Beete ist Rindenmulch. Erstmal ist das optisch mal eine Abwechslung von der klassischen Erde und nebenbei wirkt er ähnlich wie Kakteen. Rindenmulch ist ja sehr grob und kantig. Eine Katze mit Samtpfoten wird nicht unbedingt besonders gern darüber laufen. Das ist in etwa so, als würdest du einen Raum, dessen Boden mit Fußmatten aus Kokos bedeckt ist (das sind diese braunen, die so gut kratzen), nur barfuß betreten dürfen. Das ist vielleicht mal ein Experiment wert, aber auf Dauer wäre dir das sicherlich auch zu unangenehm, sodass du lieber einen anderen Raum nutzt.

Katzen mit Wasser fernhalten

Diese Methode ist besonders katzenfreundlich. Eine Wasserspritze ist eines der effektivsten Hilfsmittel bei der Katzenerziehung. Tut sie etwas, was sie nicht darf, spritzt du ihr damit einfach etwas Wasser ins Gesicht. Katzen sind per se meist wasserscheu, und gerade spritzendes Wasser ist den meisten Katzen ein Graus. Verbinden sie eine Handlung damit, mit Wasser angespritzt zu werden, lassen sie üblicherweise davon ab.

Ein Wasser-Katzenschreck funktioniert genau nach diesem Prinzip. Mithilfe eines Bewegungsmelders spürt er sich nähernde Katzen auf. Hat er eine Katze entdeckt, spritzt er unter einem Zischen einen Wasserstrahl in die entsprechende Richtung, um die Katze – und andere Tiere – zu erschrecken und fernzuhalten. Spätestens nach ein paar Versuchen sollte die Katze zumindest um den abgesicherten Bereich einen Bogen machen.

Die meisten solcher Geräte sind mit einem Erdspieß ausgestattet, so dass du ihn quasi beliebig auf deinem Rasen oder in deinen Beeten aufstellen kannst. Ideal sind Geräte mit Solarzellen. Diese laden am Tag ihre Akkus auf, sodass sie auch in der Nacht ohne Stromkabel funktionieren. Lediglich den Gartenschlauch solltest du dauerhaft angeschlossen lassen.

Der große Vorteil ist, dass solche Systeme relativ zuverlässig funktionieren, es sei denn, du hast es mit einer Katze ohne Angst vor Wasser zu tun. Irgendwelche Schmerzen hat die Katze auch nicht zu befürchten, es handelt sich eben nur um frisches Leitungswasser. Du solltest nur schauen, dass du ein Gerät erwischst, welches die Größe der entdeckten Wärmesignatur misst. Ansonsten kannst du, wenn du den Wasserhahn nicht zudrehst, selbst ein Opfer deiner Schutzmaßnahme gegen Katzen werden.

Für den Innenbereich ist so ein Katzenschreck selbstverständlich nicht optimal. Für die Wohnung gibt es Geräte, die stattdessen mit Druckluft arbeiten. Damit kannst du Bereiche absichern, in welche deine Katze nicht gehen darf. Das ist auch ein bewährtes Mittel für die Umerziehung von Katzen. Wenn du eine bereits erfahrene Katze bekommst, kannst du ihr damit beibringen, dass dir bestimmte Gewohnheiten, beispielsweise das Springen auf Schränke, nicht gefallen.

Da Katzen, die das gewohnt sind, es trotzdem tun werden, wenn du nicht da bist, ist es von Vorteil, dass die Abschreckung auch dann wirkt. Meist wird zunächst ein Warnton abgegeben und bei weiterer Näherung trifft die Katze ein unangenehmer aber harmloser Luftstrahl. Denke nur bitte daran, die Druckluftflasche angemessen zu sichern, damit die Flasche nicht vom eigenen Rückstoß umfallen kann.

Optischer Katzenschreck

Ein optischer Katzenschreck ist im Grunde nur für ängstliche Katzen geeignet. Du kannst zum Beispiel spiegelnde Gartendekoration aufstellen, die Lichtstrahlen reflektiert. Es gibt auch zahlreiche Katzen, die erschrecken sich vor ihrem eigenen Spiegelbild.

Daneben gibt es Geräte, die regelmäßig hell blinken oder sehr helle Lichtstrahlen abfeuern. Allerdings sind Katzen immer neugierig und nicht unbedingt dämlich. Die intelligenten Tiere könnten alsbald merken, dass das nur Licht ist und ihnen ansonsten nichts geschieht. Dann kannst du solche Geräte gleich wieder abbauen, denn wovor eine Katze keine Angst hat, das fürchtet sie auch nicht.

Fazit: Katzen fernhalten muss niemandem wehtun

Wie du siehst, gibt es so manche Möglichkeiten, Katzen fernzuhalten, ohne ihnen in irgendeiner Form zu schaden. Wenn du nichts gegen Katzen hast, sie aber trotzdem nicht in deinem Garten haben möchtest, kannst du sie ganz einfach abschrecken. Die meisten Geräte kosten auch nicht viel Geld und halten bei guter Pflege viele Jahre. Manche Methoden sind sogar kostenlos, wie zum Beispiel der Kaffeesatz. Diesen würdest du als Abfallprodukt ja ansonsten sowieso wegwerfen.

Allerdings ist jede Katze anders. Du magst doch bestimmt auch einen speziellen Geruch, den jemand aus deinem Bekanntenkreis nicht ausstehen kann. Manche Menschen nutzen Wasser nur für notwendiges Duschen, andere Personen hingegen können sich einen Sommer ohne zahlreiche Wasserschlachten kaum vorstellen. So ist es auch bei Katzen. Es kann eine Fernhaltemethode geben, die bei so ziemlich allen Katzen funktioniert, aber ausgerechnet nicht bei der, die deinen Garten heimsucht.

Wenn eine Methode bei den ungewollten Katzen nicht funktioniert, solltest du etwas Anderes probieren und bitte nicht zu rabiaten Mitteln greifen, die der Katze Schmerzen oder noch schlimmere Schäden bereiten können.

Und noch ein guter Rat: Wenn du den Halter einer fremden Katze kennst, sprich ihn einfach freundlich darauf an. Wahrscheinlich weiß er nichtmals, wie teuer zum Beispiel so ein Zierfisch sein kann, den seine Katze aus deinem Teich fischt. Wenn er sich des Schadens bewusst wird, findet ihr vielleicht gemeinsam den besten Weg, seine Katze von deinem Grundstück fernzuhalten.

Außerdem kann es Stress geben, wenn du einfach so einen Katzenschreck aufstellst. In einem sachlichen Gespräch kannst du dem Halter sicher begreiflich machen, dass du nicht aus Katzenhass heraus so handelst und natürlich auch, dass seine Katze dadurch keinen Schaden nimmt.