Maine Coon

Die Maine Coon gehört zu den beliebtesten Katzenrassen. Sie gehört auch zu den auffälligsten Katzen, da sie besonders groß werden und ein üppiges Fell aufweisen. Die Maine Coon hat ihren Ursprung im amerikanischen Bundesstaat Maine. Der Zusatz Coon stammt wahrscheinlich von ihrer körperlichen Nähe zum Waschbären, welcher auf Englisch Raccoon genannt wird. Hier erfährst du, was du über Maine Coon Katzen wissen solltest.

Aussehen

Eine Maine Coon erkennst du sofort an ihrer Größe und dem langen, buschigen Schwanz, der gerne mal genauso lang werden kann wie der gesamte Körper der Katze. Ihre Ohren weisen ein charakteristisches Ohrbüschel auf, wie du ihn vielleicht vom Luchs her kennst.

Der Kopf ist markant kantig und gerade bei Männchen entwickelt sich gerne ein ordentliches Löwenmäulchen, woran man sofort die Abstammung erkennt. Auch die Pfoten der Maine Coon sind sehr ausgeprägt und kräftig.

Auffällig ist auch ihre Größe. Ein ausgewachsener Kater kann gut und gerne an die zehn Kilo auf die Waage bringen und eine Gesamtlänge von rund einem Meter erreichen.

Fell und Farbe

Das Fell der Maine Coon ist stets sehr dicht und mittellang. Es ist wasserabweisend, weswegen sie sich super als Freigängerkatzen eignen, da sie nach einem Ausflug im Regen nicht ganz so viel Wasser in die Wohnung tragen wie die meisten anderen Katzen.

Markant ist auch die dichte, zottelige Halskrause, die an eine Löwenmähne erinnert. Der buschige Schwanz ist ein weiteres Merkmal der Maine Coon. Farblich sind der Maine Coon quasi keine Grenzen gesetzt. Klar, Pink, Grün und Knallblau gibt es als Fellfarbe auch bei der Maine Coon nicht, aber es gibt weder eine typische Fellfarbe, noch eine, die besonders selten vorkommt. Für eine gesunde Maine Coon ist es nur wichtig, dass die Augen die gleiche Farbe haben wie das Fell.

Charakter

Die Maine Coon wird umgangssprachlich auch als Hundskatze bezeichnet. Das liegt daran, dass die Katzen ähnlich anhänglich sein können wie Hunde. Ich kann das persönlich bezeugen, denn unsere Nachbarn haben zwei Maine Coon Katzen. Wenn sie sich im Sommer in den Garten setzen, kommen die Katzen mit raus. Die Tierchen müssen nicht beobachtet werden, denn sie halten sich sowieso immer in Sichtweite ihrer Menschen bleiben. Eine offene Haus- oder Wohnungstür interessiert sie auch nicht.

Eine Bekannte hat auch eine Maine Coon, die sie im Mietshaus immer zum Briefkasten begleitet und nicht ein einziges Mal versucht, durch die Haustür ins Freie zu gehen. Nicht selten apportieren Maine Coon auch Bälle etc., auch das haben sie mit Hunden gemeinsam. Dass diese Katzen das tun, stellt aber keine Garantie dar, dass deine Maine Coon das auch alles machen wird.

Generell sind Maine Coon sehr friedliebende Katzen und dank ihrer Geduld auch für Familien mit kleinen Kindern sehr gut geeignet. Sie gelten als sehr intelligent, die meisten Katzen dieser Rasse kriegen es ganz schnell raus, wie sie Türen öffnen können. Spielen gehört absolut zu ihrer Natur.

Haltung und Pflege

Eine Maine Coon ist verhältnismäßig anspruchslos. Was sie unbedingt braucht, ist enger Kontakt zu ihren Menschen oder auch anderen Tieren. Sie eignet sich hervorragend als Wohnungskatze. Ihr Temperament ist eher sanft und genügsam, trotzdem braucht sie Bewegung und etwas Platz zum Spielen. Wenn du einen Garten hast, wäre das für eine Maine Coon natürlich perfekt.

Es ist nicht ihre Art, ewig lange Jagdausflüge zu machen. Im Garten die Natur zu erforschen reicht ihr meist vollkommen aus, wobei das eben nur das Tüpfelchen auf dem i ist. Auch als reine Wohnungskatze kann eine Maine Coon wunschlos glücklich sein. Katzen dieser Rasse sind äußerst intelligent und lernfähig. Wenn du nicht möchtest, dass sie in einen bestimmten Raum geht, solltest du die Türklinke nach oben zeigend montieren, denn den Trick, Türen zu öffnen, hat so ziemlich jede Maine Coon schnell raus.

Besonders pflegeintensiv sind Maine Coon nicht. Das lange Fell muss natürlich regelmäßig gebürstet werden, aber das sollte ja kein Problem sein. Wenn du dich nicht allzu ungeschickt anstellst, könnt ihr das Bürsten zu einem abendlichen Ritual machen. Wenn du zum Beispiel fernsiehst, sich deine Katze auf dir einrollt und du ihr das Fell bürstest, wobei sie wohl sanft schnurren wird, ist das sicher für euch beide sehr schön und entspannend.

Besondere Merkmale

Besonders auffällig ist ihre Größe, die Maine Coon gehört zu den größten Hauskatzen. Entsprechend viel wiegt sie auch. Bei Katern sind bis zu neun Kilogramm normal, besonders große Exemplare können aber auch schwerer werden.

Eine reinrassige Maine Coon bekommst du eigentlich nur beim Züchter. Die Eltern sollten gesund und im Stammbaum keine Inzucht zu erkennen sein. Maine Coon neigen gerne zu Krankheiten, die auf Inzucht zurückzuführen sind. Billig ist ein Maine Coon Kitten nicht. Wenn dir ein Züchter ein reinrassiges Maine Coon Kitten für 500 Euro anbietet, solltest du schon skeptisch werden, denn das wäre extrem günstig. Rechne eher so mit ca. 700 Euro.

Geeignet für:

Vom Single bis zu Familien mit kleinen Kindern ist die Maine Coon generell für jeden geeignet. Aufgrund ihres sanften Gemüts ist sie auch eine ideale Anfängerkatze. Es handelt sich um eine sehr soziale Rasse. Weniger geeignet ist sie für Singles oder Haushalte, in denen beide einer Vollzeittätigkeit nachgehen. Den ganzen Tag über alleine zu sein, tut ihr nicht gut. In diesen Fall sollte mindestens eine zweite Katze da sein.