Tierhaarstaubsauger für Teppich, Polster & Co.

Katzenhaare auf Teppich
Wenn Ginny im Fellwechsel ist, sieht der Teppich alle paar Tage so aus. Ein Tierhaarstaubsauger schafft, was ein normaler Staubsauger nicht zu leisten vermag.
Bild: Christine Numrich

Wer Katzen hat, hat auch überall Katzenhaare, im Bett, auf dem Teppich, auf Polstermöbeln, eigentlich wirklich überall. Mit einem normalen Staubsauger stößt man da schnell an seine Grenzen. Ein Tierhaarstaubsauger kann dir das Leben erheblich erleichtern. Diese Staubsauger sind speziell auf die Entfernung von Tierhaaren ausgerichtet. Dank der rotierenden Bürsten werden die Katzenhaare regelrecht aus Polstern und Teppichen heraus gezogen, die Reinigung ist gründlicher und geht zudem auch noch schneller von der Hand.

Hier erfährst du, was du über Tierhaarstaubsauger wissen solltest, welche Modelle es gibt, was es beim Kauf zu beachten gilt und auch, was du tun kannst, wenn deine Katze Angst vor dem Staubsauger haben sollte.

Normaler Staubsauger oder Tierhaarstaubsauger?

Tierhaarstaubsauger unterscheiden sich in einigen Punkten von normalen Staubsaugern. Einer davon ist die Bauweise der Düsen. Bei Tierhaarstaubsaugern sind diese so konzipiert, dass sie Tierhaare besonders zuverlässig entfernen. Charakteristisch dafür ist die Turbodüse. Eine Turbodüse ist mit einer Borstenwalze ausgestattet. Diese Walze dreht sich und zieht Tierhaare regelrecht aus Polstern und Teppichen heraus.

Bei einer normalen Staubsaugerdüse ist das anders. Du schiebst die Düse über den Teppich. Dabei werden natürlich auch Katzenhaare aufgesaugt. Allerdings übt die Düse auch Druck aus, sodass die Haare tiefer in den Teppich gepresst und nicht mehr richtig aufgesaugt werden können. Das ist so ähnlich, als würdest du über den Teppich laufen. Mit deinen Füßen presst du die Haare ja auch tiefer hinein.

Mit unserem normalen Staubsauger bekommen wir unseren Wohnzimmerteppich eigentlich nie komplett sauber. Um ihn so haarfrei wie möglich zu bekommen, müssen wir jede Stelle mehrmals absaugen und dabei die Bewegungsrichtung ändern. Ein Tierhaarstaubsauger vereinfacht das alles. Die Reinigung ist gründlicher und dauert bei weitem nicht so lange wie mit einem normalen Staubsauger.

Die Düsen, die standardmäßig bei Tierhaarstaubsaugern dabei sind, sind so konstruiert, dass sich so wenig Haare wie möglich um die Rolle wickeln. Manche Modelle verfügen zudem über eine innenliegende Leiste mit vielen scharfen Messern. Katzenhaare, die nicht direkt in das Rohr des Staubsaugers gesogen werden können, werden davon zerteilt, damit sie sich nicht festsetzen und somit leichter eingesaugt werden können.

Eine Standard-Staubsaugerdüse neigt dazu, zu verstopfen. Die Katzenhaare, Staub und was sonst noch alles eingesogen werden soll, kann sich an der Düse ansammeln und zu einer Verstopfung führen, die manuell gelöst werden muss. So etwas kommt bei diesen speziellen Düsen in der Regel viel seltener vor.

Für Teppiche ist ein Tierhaarstaubsauger in jedem Fall zu empfehlen. Du solltest nur darauf achten, dass die Düse auch zu deinem Teppich passt. Manche Turbodüsen haben sehr harte Borsten, das kann dazu führen, dass bei dicken bzw. tiefen Teppichen nicht nur Tierhaare, sondern auch Teppichfasern gelöst und eingesaugt werden. Dein Teppich könnte dadurch beschädigt werden.

Wenn du in deiner Wohnung keine Teppiche hast, sondern nur Fliesen, Parkett, Laminat oder ähnliche Böden, brauchst du keinen Tierhaarstaubsauger. Ein normaler reicht in diesem Fall aus. Die Katzenhaare lassen sich problemlos aufsaugen, sie liegen ja auf einem flachen und harten Untergrund.

Für Wohnungen, in denen auch Teppiche liegen, ist ein Tierhaarstaubsauger die bessere Wahl. Viele solcher Staubsauger haben sogenannte 2-in-1-Düsen, mit denen du, ohne die Düse zu wechseln, sowohl Teppiche aus auch glatte Böden ideal absaugen kannst. Bei empfindlichen Böden solltest du darauf achten, dass die Rolle der Turbodüse nicht zu hart ist oder so verstellt werden kann, dass sie den Boden nicht berührt. Ansonsten kannst du zum Beispiel deinen Parkettboden beschädigen, da die rotierende Bürste durchgehend an der Bodenoberfläche kratzt.

Für Polstermöbel ist ein Tierhaarstaubsauger ebenfalls empfehlenswert. Du brauchst dir dafür aber nicht extra einen solchen Staubsauger zu kaufen. Wenn du keine Teppiche in deiner Wohnung hast und mit deinem aktuellen Staubsauger zufrieden bist, kannst du für die Reinigung der Polster für deinen Staubsauger eine passende Polsterdüse zur Tierhaarentfernung kaufen.

Trockensauger oder Nass- / Wischsauger?

Unter Trockensauger verstehen wir hier ganz normale Staubsauger. Nasssauger, Wischsauger oder Wisch-Staubsauger sind Staubsauger, mit denen du deine Böden nicht nur saugen, sondern gleichzeitig auch noch wischen kannst. Im Profibereich sind diese praktischen Geräte weit verbreitet. Mittlerweile gibt es aber auch viele interessante und preiswerte Modelle für den Privatgebrauch.

Ein Wischsauger verfügt in der Regel über zwei Wassertanks. Einer ist für Frischwasser gedacht, der andere fängt das Schmutzwasser auf. Mit einem Wischsauger kannst du deine Böden besonders gründlich reinigen. Meistens ist es ja so, dass ein Boden vor dem Wischen erst gesaugt werden muss, um gröbere Partikel oder Krümel zu entfernen. Wenn beides gleichzeitig gemacht werden kann, spart das viel Zeit.

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Der Wischsauger gibt entweder kontinuierlich oder auf Knopfdruck etwas Wasser ab und saugt es anschließend wieder auf. Staub, Haare etc. werden im Wasser gebunden und mit dem Schmutzwasser entfernt. Für Allergiker ist ein Wischsauger besonders gut geeignet, da auch aufgesaugte Allergene im Wasser gebunden werden und nicht wieder mit dem Reststaub in den Raum abgegeben werden können.

Wisch-Staubsauger sind in der Regel schwerer als Trockensauger, da das Wasser ja zusätzliches Gewicht mit sich bringt. Du solltest beim Kauf darauf achten, dass der Tank ausreichend dimensioniert ist, sodass der Tank nicht unnötig groß ist, aber nicht so klein, dass du ihn zwischendurch immer wieder neu befüllen musst.

Diese Art Staubsauger wurde ursprünglich für die Reinigung von Hartböden entwickelt. Mittlerweile können die meisten Wischsauger aber auch Teppiche problemlos reinigen. Natürlich gibt es auch viele Modelle, die spezielle Reinigungsdüsen für die Entfernung von Tierhaaren haben.

Wenn du hauptsächlich harte Bodenbeläge hast, wie Laminat, Fliesen oder Parkett, kann ein Tierhaar-Wischsauger womöglich genau das Richtige für dich sein. Wischsauger gibt es auch als Akkusauger und Saugroboter.

Staubsauger oder Staubsaugerroboter?

Katzen haaren das ganze Jahr über, mal mehr, mal weniger. Damit die Wohnung sauber bleibt, wird empfohlen, täglich zumindest oberflächlich drüber zu saugen. Ob du dazu bereit bist, hängt natürlich auch von deinen Ansprüchen bezüglich der Sauberkeit ab. Schaden kann es aber nicht.

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Wenn deine Katze stark haart und sich ständig überall ihre Haare verteilen, kannst du dir die Arbeit erleichtern und einen Staubsaugerroboter kaufen. Mittlerweile gibt es solche Geräte auch speziell für Tierhalter. Den Roboter kannst du so programmieren, dass er regelmäßig zu bestimmten Zeiten saugend durch deine Wohnung fährt.

Das kann auch oder gerade dann eine gute Idee sein, wenn deine Katze Angst vor dem Staubsauger hat. Ein Staubsaugerroboter ist bei weitem nicht so groß wie ein normaler Staubsauger. Der wichtigere Aspekt ist jedoch, dass er bedeutend weniger Lärm erzeugt. Deine Katze dürfte vor so einem Gerät vermutlich nicht so viel Angst haben.

Katzen sind bekanntermaßen Gewohnheitstiere. Es kann gut sein, dass sich deine Katze verkriecht, wenn du den Staubsaugerroboter zum ersten Mal anschaltest. Wenn sie das tut, macht sie das die nächsten Male wahrscheinlich auch. Aber wenn der Roboter regelmäßig durch die Wohnung fährt, gewöhnt sie sich mit der Zeit bestimmt daran. Möglicherweise findet sie ihn sogar irgendwie interessant. Im Internet gibt es zahlreiche Videos von Katzen, die sich auf einen Staubsaugerroboter setzen und durch die Gegend fahren lassen.

So richtig lösen wird ein Staubsaugerroboter das Problem mit den Katzenhaaren aber wohl nicht. Auf Polstermöbeln kannst du ihn nicht sinnvoll einsetzen. Ein kleiner Roboter kann auch nicht die Saugkraft erzeugen, wie es ein richtiger Staubsauger mit einem großen Motor kann. Er ist eher eine Unterstützung für den Alltag.

Wenn du berufstätig bist und nicht jeden Tag nach Feierabend noch die Wohnung saugen möchtest, kann ein Roboter eine sehr gute Idee sein. Am Wochenende solltest du dir wahrscheinlich trotzdem etwas Zeit nehmen, um deine Böden mit einem Tierhaarstaubsauger gründlich abzusaugen.

Staubsauger mit Kabel oder Akku?

Ob sich ein kabelgebundener oder kabelloser Tierhaarstaubsauger für dich besser eignet, kannst du natürlich nur selbst entscheiden. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

In Sache Mobilität macht dem Akkustaubsauger niemand etwas vor. Du kannst ihn überall einsetzen, wo du ihn gerade brauchst und musst nicht erst den Stecker in die Steckdose stecken. Dein Aktionsradius ist unbegrenzt. Auf Dauer kann es ganz schön nerven, von der Kabellänge abhängig zu sein und während des Staubsaugens, was vermutlich nicht dein liebstes Hobby ist, ständig die Steckdose wechseln zu müssen.

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Wenn du einen kabelgebundenen Staubsauger haben möchtest, solltest du beim Kauf auf die Kabellänge achten. Je länger, desto besser. Ein kabelloser Staubsauger nimmt auch weniger Platz weg. Du hast keinen klobigen Staubsauger mehr, der auch noch einen Schlauch, ein Rohr und eine Düse hat. Das nimmt alles Platz weg. Ein kabelloser Tierhaarstaubsauger ist in der Regel eher schlank und wird aufrecht gelagert, entweder steht er in der Ladestation auf dem Boden oder sie befindet sich an einer Wand, sodass der Staubsauger dort eingehängt werden kann.

Ein weiterer Vorteil ist das Gewicht. Die meisten klassischen Staubsauger sind relativ schwer. Das ist zwar nicht von allergrößter Bedeutung, weil man ihn ja auf seinen Rollen hinter sich her zieht. Aber spätestens bei einem Etagenwechsel wird es dann doch auf Dauer unangenehm, so ein schweres Gerät die Treppe rauf und wieder runter zu tragen. Ein Akkustaubsauger ist im Schnitt leichter als ein kabelgebundenes Gerät.

Bis jetzt liegt der kabellose Tierhaarstaubsauger nach Punkten klar in Führung. Aber natürlich gibt es auch Bereiche, in denen der Staubsauger mit Kabel die Nase vorn hat.

Einer davon ist die Saugkraft. Bei einem traditionellen Staubsauger kann man größere, schwerere und leistungsstärkere Motoren verbauen als bei einem kompakten Gerät mit Fokus auf Mobilität. Es wäre auch ein sehr großer und starker Akku notwendig, um einen Staubsauger mit einer Leistung von 1.600 Watt mehrere Minuten lang betreiben zu können.

Das ist der nächste Vorteil von kabelgebundenen Staubsaugern. Falls nicht gerade der Strom ausfällt, kannst du dir beim Saugen alle Zeit der Welt lassen. Du musst nicht darauf achten, wie viel Zeit du noch hast, bis der Akku wieder aufgeladen werden muss. Außerdem kannst du immer saugen, wann du möchtest. Es kann nicht passieren, dass der Staubsauger nicht anspringt, weil du vergessen hast, ihn zu laden oder versehentlich falsch auf die Ladestation gestellt hast, sodass der Akku nicht geladen werden konnte.

Wir erwähnten bereits den größten Vorteil des akkubetriebenen Tierhaarstaubsaugers: Die Mobilität. Leider müssen die Hersteller Kompromisse eingehen, um die bestmögliche Mobilität zu gewährleisten. Es ist daher zum Beispiel nicht viel Platz für einen großen Auffangbehälter. Das Fassungsvermögen ist im Durchschnitt kleiner als das von kabelgebundenen Staubsaugern.

Natürlich gibt es dort auch Unterschiede. Abhängig von der Größe des Auffangbehälters wirst du den Staubsauger häufiger oder weniger häufig leeren müssen. Bei einem Haushalt mit mehreren stark haarenden Katzen ist das vielleicht sogar täglich notwendig.

Im Endeffekt ist die Entscheidung Geschmackssache. Ein Staubsauger mit Akku ist besonders mobil und einfach zu benutzen. Du musst nicht jedes Mal das Gerät samt Schlauch transportieren und an die Steckdose anschließen. Dafür musst du den mobilen Staubsauger regelmäßig laden und hast quasi ein Zeitlimit. Wenn der Akku leer ist, kannst du eben nicht weitersaugen.

Der kabelgebundene Staubsauger ist schwerer, dafür aber in der Regel leistungsstärker und muss seltener entleert werden.

Tierhaarstaubsauger mit Beutel oder beutellos?

Staubsauger mit Beutel haben den logischen Nachteil, dass regelmäßig Folgekosten entstehen, da immer wieder neue Staubsaugerbeutel nachgekauft werden müssen. Mit der Zeit kann das ganz schön ins Geld gehen, vor allem, wenn du mehrere stark haarende Katzen und einen Staubsauger mit einem geringen Fassungsvermögen hast.

Dafür ist die Verwendung von Staubsaugerbeuteln hygienischer als die andere Variante. Staub und Katzenhaare sind in dem Beutel sauber aufgehoben. Du nimmst den Beutel raus und wirfst ihn in die Tonne. Dabei wird so gut wie kein Staub aufgewirbelt, höchstens aus der Öffnung des Beutels kann ein wenig davon austreten.

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Bei Staubsaugern ohne Beutel ist das anders. Der große Vorteil ist, dass keine Folgekosten anfallen, wenn man mal außen vor lässt, dass möglicherweise gelegentlich ein neuer Filter gekauft werden muss. Mittlerweile gibt es auch abwaschbare Filter, die einen Filtertausch überflüssig machen.

Der Auffangbehälter wird bei beutellosen Staubsaugern über dem Mülleimer entleert. Dabei kommst du quasi zwangsläufig mit Staub in Kontakt. Falls du eine Hausstauballergie haben solltest, wäre ein Staubsauger mit Beutel für dich sicher besser geeignet. Der Behälter wird wohl auch nie wieder so sauber sein, wie er vor der ersten Benutzung war. Egal wie glatt das Material sein mag, etwas Staub wird immer daran haften bleiben.

Wenn du kein Problem mit Staub hast und es dir nichts ausmacht, um deinen Mülleimer herum hin und wieder mal außer der Reihe Staub zu wischen, bist du mit einem beutellosen Tierhaarstaubsauger wahrscheinlich gut beraten. Den Behälter auszukippen geht meist schneller, als den Beutel zu entsorgen und einen neuen Beutel einzusetzen. Vor allem aber sparst du Geld, wenn du nicht ständig neue Staubsaugerbeutel kaufen musst.

Bist du ein extrem reinlicher Mensch oder reagierst auf Staub allergisch, ist ein Staubsauger mit Beutel für dich vermutlich die bessere Wahl. Wenn du einen Sauger mit einem großen Fassungsvermögen nimmst, musst du die Beutel nicht so oft wechseln und entsprechend seltener nachkaufen.

Was kostet ein Tierhaarstaubsauger?

Grundlegend bekommst du Staubsauger mit Düsen für die Entfernung von Tierhaaren ab etwa 100 Euro. Dafür bekommst du sogar Geräte mit Akku und waschbarem HEPA-Filter.

Wir sagen nicht, dass preiswerte Staubsauger schlecht sein müssen. Wir geben aber zu bedenken, dass ein hochwertiger und leistungsstarker Staubsauger durchaus wichtig ist und etwas mehr kosten darf. Ein Staubsauger ist vielleicht nicht das attraktivste oder beliebteste Haushaltsgerät, dafür aber ein äußerst wichtiges.

Du benutzt es regelmäßig und vermutlich eher, weil du musst und nicht, weil du so unglaublich gerne staubsaugst. Da ist es wichtig, dass du genau den Staubsauger hast, der auch wirklich das leistet, was du von ihm erwartest. Wenn du dir ein leistungsschwächeres Gerät kaufst, um 50 Euro zu sparen, ärgerst du dich wahrscheinlich jedes Mal darüber, dass du manche Stellen immer mehrmals saugen musst, bis sie sauber sind. Ein stärkeres Modell hätte das möglicherweise schon beim ersten Versuch geschafft.

Wirklich gute Tierhaarstaubsauger bekommst du schon für um die 200 Euro. Geräte in dieser Preisklasse sind meistens ausreichend leistungsstark, solide verarbeitet und werden mit qualitativ guten Düsen und genügend Zubehör ausgeliefert. Für einen guten Staubsauger musst du also keine 600 Euro ausgeben, auch wenn es in dieser Preisklasse ebenfalls zahlreiche Modelle gibt.

Gute Staubsaugerroboter, die auch mit Tierhaaren klar kommen, kriegst du auch schon in der Preisklasse zwischen 200 und 300 Euro. Im Bereich um die 300 Euro bekommst du sogar schon welche mit integrierter Wischfunktion.

Staubsauger für Tierhaare kaufen – Was beachten?

Staubsauger ist nicht gleich Staubsauger. Wenn du im Internet nach Staubsaugern für Tierhaare suchst, wirst du von der Produktvielfalt förmlich erschlagen. Früher war es einfacher, da gab es ein paar große Marken mit einem überschaubaren Angebot, wenn man sich im Klaren darüber war, was das Gerät leisten soll.

Heutzutage sind selbst die Produktpaletten einzelner Hersteller schwer zu überblicken. Es gibt zahlreiche Modelle, von denen es auch noch viele unterschiedliche Varianten gibt. Außerdem gibt es nicht mehr nur die altbekannten Hersteller, sondern auch noch sehr viele unbekannte Marken, vorrangig aus dem asiatischen Raum. Diese versprechen sehr gute Leistung und bieten ihre Staubsauger zu vergleichsweise teils sehr günstigen Preisen an.

Wenn du Testberichte von Staubsaugern liest, erkennst du schnell, dass diese Produkte häufig sehr gut abschneiden, nicht nur in der Preis-Leistungs-Bewertung.

Für dich bedeutet das, dass du eine schwere Entscheidung zu treffen hast. Überleg dir am besten, was dir bei einem Staubsauger wirklich wichtig ist, um die Auswahl einzugrenzen. Du suchst nach Staubsaugern, die möglichst viele deiner Anforderungen erfüllen und entscheidest dich für das Modell, welches im Rahmen deines Budgets das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat.

Nachfolgend gehen wir näher auf einzelne wichtige Entscheidungskriterien ein, um dir dabei zu helfen, den Tierhaarstaubsauger zu finden, der am besten zu dir passt.

Leistung und Energieeffizienzklasse

Der allgemeinen Meinung nach, ist ein Staubsauger mit einer höheren Wattzahl besser, als einer mit einer niedrigen. Die Wattangabe bezeichnet allerdings nur den Stromverbrauch. Ein Staubsauger mit 1.600 Watt verbraucht mehr Strom als einer mit 800 Watt. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der erstgenannte Staubsauger auch besser saugt. Er saugt in jedem Fall stärker am Stromverbrauch als der andere.

Die tatsächliche Leistungsfähigkeit wird von vielen Faktoren beeinflusst, beispielsweise durch die Bauweise des Motors, die verwendeten Düsen und so weiter. Wichtig ist hauptsächlich die Saugkraft, die am Ende bei der Düse ankommt. Diese zu messen ist schwerer, als du vielleicht meinst, es fehlt schlichtweg an standardisierten Testverfahren, die für alle Hersteller verbindlich sind. Ein guter Staubsauger hat ein gutes Verhältnis von Saugkraft und Luftstrom. Diese wird in AirWatt angegeben. Generell ist ein hoher AirWatt-Wert immer gut.

Aber auch hier gibt es keine verbindliche Norm. Es gibt verschiedene Normen für diese Messung, aber eben keine, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Verschiedene Normen führen zu verschiedenen Messergebnissen. Du kannst demnach nur Angaben sinnvoll miteinander vergleichen, welche auf Basis derselben Norm ermittelt wurden, beispielsweise nach Norm EN 60312-1, Nr. 5. Wird ein AirWatt-Wert ohne Normangabe angegeben, ist dieser für einen Vergleich nutzlos.

Wenn du mehrere Modelle in die engere Auswahl genommen hast, ist es ratsam, Testberichte zu lesen, die auch einen Praxistest beinhalten. Die besten Werte bringen nichts, wenn am Ende die Leistung, die unten ankommt, nicht stimmt.

Die Energieeffizienzklasse gibt an, wie viel Strom der Staubsauger im Vergleich zu einem Referenzwert verbraucht. Angegeben wird die Effizienzstufe auf einer Buchstabenskala von A bis G, wobei A für ein besonders sparsames Gerät steht.

Diese Regelung gilt seit dem 1. März 2021 für bestimmte Produktgruppen. Bis dahin wurde die Energieeffizienzklasse auf einer Skala von A+++ bis D angezeigt, wobei A+++ die energieeffizienteste Einstufung war.

Für dich ist es wichtig zu wissen, dass du die Angaben des alten und des neuen Energielabels nicht miteinander vergleichen kannst. Ein Staubsauger, der auf dem alten Label in die Klasse A+++ eingestuft wurde, kann auf dem neuen Label durchaus in der Klasse B sein. Das neue Energielabel erkennst du unter anderem an dem aufgedruckten QR-Code, der beim alten Label nicht vorhanden war.

Fassungsvermögen

Das Fassungsvermögen bestimmt darüber, wie häufig der Staubsauger entleert bzw. der Beutel gewechselt werden muss. Es ist klar, dass ein Staubsauger mit einem großen Fassungsvermögen nicht so schnell an seine Kapazitätsgrenzen stößt wie einer, in dem nur wenig Platz ist. Das muss aber nicht unbedingt ein Vorteil sein.

Der Dreck muss irgendwo hin. Das bedeutet, dass ein Staubsauger mit einem großen Fassungsvermögen größer und schwerer ist, als ein Modell mit einem kleineren Fassungsvermögen. Gerade in kleinen Wohnungen kann ein großer Staubsauger gern mal unhandlich sein.

Die Frage nach dem Fassungsvermögen ist hauptsächlich bei Staubsaugern mit Kabel relevant. Akkustaubsauger sind auf größtmögliche Mobilität ausgerichtet. Ein sehr großer Auffangbehälter wäre da eher hinderlich. Im unteren Preissegment haben Akkustaubsauger häufig ein Fassungsvermögen von 0,5 oder 0,6 Litern. Das dürfte für normal große Wohnungen ausreichen, vor allem, wenn nicht nur einmal im Monat gesaugt wird. Kleinere Auffangbehälter können da schon an ihre Grenzen stoßen.

Bei kabelgebundenen Tierhaarstaubsaugern liegt das Fassungsvermögen meist zwischen 2 und 5 Litern. Bei Staubsaugern mit Beutel solltest du bei deiner Entscheidung auch an die Folgekosten denken. Häufig sind die Folgekosten bei Staubsaugern mit großen Beuteln niedriger als bei welchen mit kleinen Beuteln, was logischerweise daran liegt, dass du große Beutel seltener wechseln und nachkaufen musst.

Trotzdem kann es sich lohnen, im Vorfeld zu prüfen, was die Beutel für den Staubsauger kosten. Am besten rechnest du die Kosten auf das Volumen um. Du nimmst den Preis einer Packung Staubsaugerbeutel und teilst ihn durch die Anzahl der enthaltenen Beutel, um den Preis für einen Beutel zu bekommen. Dann teilst du diesen Wert durch das Volumen und du erhältst den Preis pro Liter. Anhand dieses Wertes kannst du problemlos die Kosten von Beuteln verschiedener Größen miteinander vergleichen.

Lautstärke

Die Lautstärke ist ein viel zu häufig unterschätzter Faktor bei der Entscheidung für einen bestimmten Staubsauger. Staubsauger sind laut, das ist einfach so. Die Frage ist nur, wie laut sie wirklich sein müssen. Vor allem bei Tierhaarstaubsaugern ist die Lautstärke von sehr großer Bedeutung.

Deine Katze hat ein viel feineres Gehör als du. Sie kann Geräusche wahrnehmen, die so leise sind, dass du sie selbst dann kaum oder gar nicht hörst, wenn du nachts im Bett liegst und um dich herum alles still und leise ist. Sie hört sogar Töne im Ultraschallbereich. Die Frequenzen sind so hoch, dass das menschliche Gehör sie nicht wahrnehmen kann.

Tierhaarstaubsauger erreichen je nach Modell eine Lautstärke von 65 bis 85 Dezibel. Das mag jetzt abstrakt klingen und nicht viel aussagen. Zwanzig Dezibel Unterschied klingen auch nicht so, als wäre es besonders viel. Ist es aber doch.

Zum Vergleich: Der durchschnittliche Dauerschallpegel an einer Hauptverkehrsstraße liegt tagsüber in etwa zwischen 45 und 50 Dezibel. Wenn du zehn Meter entfernt von jemandem stehst, der gerade mit einem Presslufthammer arbeitet, entspricht die Lautstärke ungefähr 65 bis 70 dB. Bei 85 dB ist der Schallpegel mit dem auf der Tanzfläche einer Disco vergleichbar. In etwa genauso laut ist ein Martinshorn in zehn Metern Entfernung.

Die Unterschiede sind also schon gewaltig. Bei den Lautstärkeangaben handelt es sich normalerweise um den Maximalwert. Der Staubsauger wird nur so laut, wenn du ihn mit voller Leistung betreibst. Manche Hersteller tricksen bei der Lautstärke auch ein wenig. Normalerweise ist es so, dass die Geräte möglichst leise sein sollen. Also wird das Messgerät vielleicht doch lieber etwas weiter entfernt aufgestellt, damit es nicht so laut ist.

Bei Staubsaugern ist das jedoch anders. Interessanterweise hat sich der Mythos durchgesetzt, dass Staubsauger besonders laut sein müssen, denn je lauter der Staubsauger ist, desto höher ist seine Saugkraft. Rein technisch betrachtet ist das mittlerweile nicht mehr unbedingt der Fall. Das bedeutet nicht, dass die Lautstärkeangaben falsch sind, es ist lediglich möglich, dass das Gerät in der Praxis eventuell doch leiser arbeitet als erwartet.

Gewicht

Das Gewicht kann unter Umständen ein wichtiges Kaufkriterium sein. Es kommt dabei hauptsächlich darauf an, wo der Staubsauger eingesetzt und gelagert wird. Wenn du in einer Wohnung mit nur einer Etage wohnst und den Staubsauger nach der Nutzung einfach in die Ecke stellst, ist das Gewicht nicht besonders relevant.

So ziemlich jeder normale Staubsauger hat Rollen, dank derer er sich selbst auf tiefen Teppichen ohne größere Probleme hinter sich her ziehen lässt.

Für ältere Menschen sind leichtere Staubsauger in der Regel besser geeignet, vor allem, wenn sie bei Nichtgebrauch in einem Schrank aufbewahrt werden. Einen Staubsauger in einen Schrank zu stellen ist im Grunde keine schwere Aufgabe, allerdings kann selbst ein leichtes Anheben auf Dauer sehr anstrengend werden.

Wichtiger wird das Gewicht, wenn du ein Haus oder eine Wohnung mit mehreren Etagen hast. Auch als Mensch im besten Alter ist es auf Dauer anstrengend, einen schweren Staubsauger die Treppe rauf und wieder runter zu tragen. Da wäre ein nicht ganz so schweres Modell bestimmt keine schlechte Idee.

Filter

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die verwendete Filtertechnologie. Der Filter reinigt die austretende Luft. Bei einem schwachen Filter kann es vorkommen, dass feiner Staub mit der austretenden Luft wieder in den Raum geblasen wird. Das ist sicherlich nicht der Sinn der Sache. Darüber hinaus werden auch Allergene nicht richtig aus der Luft gefiltert. Allergene, die zu Boden gesunken sind, werden mit hoher Geschwindigkeit wieder in die Luft geblasen und können sich erneut überall verteilen.

Allergiker sollten daher unbedingt darauf achten, dass der Tierhaarstaubsauger mit einem HEPA-Filter ausgestattet ist. HEPA-Schwebstofffilter sind in der Lage, 99,97 Prozent aller Partikel aus der Luft zu filtern, inklusive Viren, Bakterien oder Pollen.

Filter müssen regelmäßig gewechselt werden. Wie häufig du den Luftfilter des Staubsaugers austauschen solltest, hängt vom Filter und den Staubaufkommen ab. Sehr praktisch sind HEPA-Filter, die waschbar sind. Dann genügt es, wenn du sie regelmäßig unter fließendem Wasser ausspülst und trocknen lässt. Mit so einem Filter entstehen dir, zumindest was die Filter angeht, keine Folgekosten.

Nützliche Funktionen & Merkmale

Es gibt Staubsauger mit Funktionen, von denen man glaubt, dass man sie nicht braucht, aber nicht mehr missen möchte, wenn man sie einmal ausprobiert hat. Oder das Gerät hat bestimmte Merkmale, auf die man ursprünglich gar nicht geachtet hat.

Ein paar solcher Merkmale sollte jeder Staubsauger haben. Dazu gehört mit Sicherheit ein ausziehbares Teleskoprohr. Wenn du alleine lebst, ist das noch nicht so wichtig. Du stellst das Rohr wahrscheinlich sowieso immer auf die selbe Länge ein, falls du das Rohr nach dem Saugen zusammenschiebst, um Platz zu sparen. Unpraktisch wird es jedoch, wenn dein Lebenspartner oder deine Lebenspartnerin deutlich größer oder kleiner ist als du. Auch wenn du Kinder hast, die im Haushalt auch mal mithelfen können, indem sie den Staubsauger schwingen, sollte sich die Länge des Saugrohres entsprechend einstellen lassen.

Kabelgebundene Staubsauger sollten unbedingt einen automatischen Kabeleinzug haben, zumindest, wenn es sich um klassische Bodenstaubsauger und nicht um Stielstaubsauger handelt. Bei diesen wird das Kabel meist außen um zwei Haken gewickelt.

Ein praktisches Feature ist auch eine Bodendüse mit LED-Beleuchtung. Die LEDs wirken wie kleine Scheinwerfer und beleuchten den Bereich vor der Düse. Das hilft dir dabei, Staub auch bei schlechteren Lichtverhältnissen noch gut zu erkennen, den du ohne diese Beleuchtung vielleicht übersehen hättest. Zudem ist das sehr praktisch, wenn du zum Beispiel unter der Couch saugst, wo es generell ja eher dunkel ist.

Eine Selbstreinigungsfunktion kann sich ebenfalls als sehr nützlich erweisen. Es gibt keinen Staubsauger, der sich von selbst entleert und auch keinen, den du niemals auch mal von Hand reinigen musst. Staubsauger mit Selbstreinigungsfunktion müssen aber zumindest deutlich seltener gereinigt werden. Die Selbsteinigung betrifft zum Beispiel die Filter. Der Filter wird regelmäßig in Vibration versetzt. Das bewirkt, dass Staubpartikel herausfallen und sich deutlich weniger davon im Filter ansammeln.

Auch manche Turbobürsten verfügen über eine Selbstreinigungsfunktion. Dabei werden Haare entfernt, die sich um die Borstenwalze gewickelt haben. Allerdings kann das schwierig werden, wenn sich wirklich viele und lange Haare in der Walze verfangen haben. Dann wirst du sicherlich mal selbst zur Tat schreiten müssen. Achte am besten darauf, dass sich die Walze leicht entnehmen und wieder einsetzen lässt.

Einige aktuelle Tierhaarstaubsauger haben einen Automatikmodus. Sie messen den Grad der Verschmutzung und passen die Saugleistung entsprechend an. Manche erkennen auch, ob du gerade einen Hartboden oder einen Teppich saugst. Vor allem bei Staubsaugern mit Akkubetrieb ist das eine sinnvolle Funktion, da du nur so viel Strom verbrauchst, wie notwendig.

Bei Akkustaubsaugern hast du es häufig mit einem Permadruck-System zu tun. Der Staubsauger arbeitet nur, solange du einen bestimmten Knopf drückst. Meistens befindet er sich am Griff, ähnlich wie der Abzug einer Pistole. Das ist nicht unpraktisch, weil nur dann Strom verbraucht wird, wenn es wirklich sein muss. Jedoch hat das auch einen großen Nachteil. Wenn du größere Flächen saugen möchtest, musst du die ganze Zeit Druck auf den Schalter ausüben.

In dieser Situation wirst du dich freuen, wenn der Staubsauger eine Feststellfunktion hat. Du drückst dann einfach einen Knopf oder einen Schalter und der Staubsauger saugt so lange, bis du entweder ihn oder die Feststellfunktion wieder ausschaltest.

Zubehör: Auf die Düsen kommt es an

Beim Staubsaugerkauf ist es wichtig, wie viel und welches Zubehör gleich mit dabei ist. Schließlich bringt es nichts, 30 Euro zu sparen, um später festzustellen, dass du eine zusätzliche Düse benötigst, die 50 Euro kostet.

Für dich ist besonders wichtig, dass die Düsen für die Entfernung von Tierhaaren geeignet sind. Für die Reinigung von Teppichen empfiehlt sich eine Turbodüse oder eine elektrische Bürste bzw. Motordüse. Eine Turbodüse ist mit einer Bürstenwalze ausgestattet, welche sich aufgrund des Luftstroms beim Saugen in Rotation versetzt. Dadurch greift sie sozusagen in den Teppich und zieht Katzenhaare raus, die eine normale Düse nicht schaffen würde.

Eine Motorbürste funktioniert so ähnlich. Der Unterschied ist, dass die Bürstenwalze elektrisch angetrieben wird. Dadurch dreht sie sich gleichmäßiger als eine Turbobürste. Auf tiefen Teppichen kann der Widerstand der Teppichfasern so groß werden, dass sich die Bürste nicht mehr drehen kann. Bei einer Motorbürste kommt das seltener vor.

Dann brauchst du noch eine Hartbodendüse für den Einsatz auf Parkett, Fliesen, Laminat und ähnlichen Bodenbelägen. Hierbei brauchst du nicht viel zu beachten, wenn du nicht gerade einen besonders empfindlichen Boden hast. Du kannst auch hier zu einer Turbo- oder Motorbürste greifen, um den Boden besonders gründlich zu saugen. Die Borsten der Bürstenwalze, also die Walzenborsten, sollten nicht zu hart sein. Ansonsten schleifen sie dir mit der Zeit möglicherweise die Bodenoberfläche kaputt. Es gibt auch 2-in-1-Kombidüsen, die sowohl für Teppiche als auch Hartböden geeignet sind.

Wichtig ist auch eine geeignete Polsterbürste. Gut geeignet sind Polsterdüsen, die im Grunde schmale Turbobürsten sind. Damit kannst du deine Polstermöbel effizient von Katzenhaaren befreien. Normale Polsterbürsten, die unten mit Fadenhebern ausgestattet sind, funktionieren zwar auch, sind allerdings meist nicht so gründlich und müssen häufiger enthaart werden.

Eine schmale Fugendüse kann ebenfalls nicht schaden, damit du auch Haare, Krümel etc. aus den Couchritzen wegsaugen kannst.

Das sind so die Basics, die jeder Tierhalter zu Hause haben sollte. Es gibt noch diverse weitere Düsen, die praktisch sein können, beispielsweise Düsen, um Krümel und Haare aus dem inneren deiner Tastatur zu saugen. Mit einer Möbeldüse oder einem Möbelpinsel kannst du deine Möbel und sehr empfindliche Oberflächen gründlich saugen.

Eine Besonderheit ist die Milben- oder auch Bettdüse. Diese ähnelt der Turbodüse, ist aber speziell darauf ausgelegt, Milben aus Polstern und Matratzen zu saugen. Falls du auf Hausstaub- oder Bettmilben allergisch reagierst, wäre eine solche Düse sicherlich ein sinnstiftendes Zubehör für deinen Tierhaarstaubsauger. Dieser sollte dann auch in jedem Fall über einen HEPA-Filter verfügen, weil die Milben, oder zumindest deren Eier, nur in solchen Filtern hängen bleiben. Durchlässigere Filter sorgen dafür, dass die Parasiten mit der austretenden Luft wieder in die Umgebung geschleudert werden.

Normalen Staubsauger umrüsten – Düsen für Tierhaare kaufen

Dein Staubsauger funktioniert noch gut? Du hast ihn dir vielleicht erst neulich gekauft? Dann wäre es ja schade, wenn du dir schon wieder ein neues Gerät kaufen müsstest, weil dein Staubsauger ein Problem mit Katzenhaaren hat.

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Du musst nicht gleich einen neuen Staubsauger kaufen. Es gibt Düsen, wie sie bei Staubsaugern für Tierhaare dabei sind, auch einzeln zu kaufen. Du kannst dich mehr oder weniger frei entscheiden. Die allermeisten Hersteller bieten entsprechende Bürsten für alle halbwegs aktuellen Modelle an. Es gibt aber auch Universaldüsen, die mit den meisten Staubsaugern kompatibel sind und dabei auch noch weniger kosten als die Originaldüsen der Staubsaugerproduzenten.

Tierhaardüsen vom Staubsaugerhersteller passen garantiert, wenn sie als für dein Staubsaugermodell kompatibel ausgezeichnet sind. Bei Universaldüsen ist das nicht immer gegeben. Hier kommt es vor allem auf den Innendurchmesser des Staubsaugerrohres an. Gängig sind Durchmesser von 32 oder 35 Millimetern. Du solltest demnach nachmessen, welchen Durchmesser der Anschluss der Düse haben muss, damit sie passt.

Viele Tierhaardüsen für Staubsauger werden auch mit Adaptern ausgeliefert, mit denen sie sowohl auf Rohre mit 32 als auch 35 Millimeter Durchmesser passen.

Staubsaugerroboter für Tierhaare kaufen – Was beachten?

Bei Staubsaugerrobotern gibt es ebenfalls eine sehr große Auswahl. Die Geräte sehen grundlegend alle fast gleich aus, in der Regel sind sie rund und relativ flach. Aber unter der Haube sieht das anders aus. Die Produktvielfalt kommt ebenso wenig von Ungefähr wie die Unterschiedlichen Preisklassen.

Größe des Staubsaugerroboters

Manchmal kommt es eben doch auf die Größe an. Staubsaugerroboter sind in der Regel recht flach. Geräte, die höher als 10 cm sind, sind eher eine Seltenheit. Eventuell kommen Staubsaugerroboter mit Wischfunktion auf eine solche Höhe, wenn sie einen besonders großen Wassertank haben.

Die Höhe des Geräts entscheidet darüber, wo es saugen kann. Praktischerweise können Staubsaugerroboter auch problemlos unter deinem Bett, der Couch oder Schränken saugen. Das können sie aber nur, wenn sie flach genug sind, um drunter zu passen. Wenn die Unterkante deiner Couch auf einer Höhe von 6 cm liegt, passt ein Roboter mit einer Höhe von 6,9 cm eben einfach nicht drunter und kann dort logischerweise nicht saugen.

Ebenso wichtig ist der Durchmesser des Roboters. Er sollte so dimensioniert sein, dass er alles, was er saugen soll, auch erreichen kann. Vielleicht steht deine Couch ja seitlich etwas von der Wand entfernt. Steht sie 25 cm weit weg, kann ein Roboter mit 30 cm Durchmesser diesen Zwischenbereich nicht saugen.

Steighöhe

Die Steighöhe ist etwas, was bei der Entscheidung für einen Staubsaugerroboter gerne übersehen wird. Wenn dein Boden ebenerdig ist, brauchst du dich darum nicht zu kümmern. Wenn du aber beispielsweise einen flachen Boden und einen Wohnzimmerteppich hast, sollte der Roboter schon in der Lage sein, die Teppichkante zu überwinden.

Vom Teppich runter ist das kein Problem, nur wenn dein Teppich 1,5 cm hoch ist und der Staubsaugerroboter kann nur Kanten mit einer Höhe von bis zu 1,0 cm überwinden, kommt er einfach nicht auf den Teppich. Du musst dann immer aufstehen und ihn auf den Teppich heben, was ja eigentlich nicht der Sinn eines Staubsaugerroboters ist. Den kaufst du dir ja wahrscheinlich, weil du mit dem Saugen nichts mehr weiter am Hut haben möchtest, als den Auffangbehälter zu entleeren.

Vermutlich musst du sogar andauernd aufstehen, wenn er geradeaus fährt und am anderen Ende wieder vom Teppich rollt. Miss also bitte vorher aus, wie hoch der Roboter klettern können muss. Bedenke dabei auch Dinge wie Türschwellen, wenn es bei dir welche gibt.

Eine kleine Hilfe haben wir auch noch für dich. Häufig werden die Höhenangaben nicht in Millimeter angegeben, sondern in Zoll. Wir haben ein paar gängige Höhenangaben für dich umgerechnet:

1,0 cm = 0,394 Zoll

1,5 cm = 0,591 Zoll

2,0 cm = 0,787 Zoll

2,5 cm = 0,984 Zoll

Akkulaufzeit und Ladestation

Die Akkulaufzeit entscheidet darüber, wie lange dein Roboter saugen kann, bis er wieder geladen werden muss. Die meisten Staubsaugerroboter haben nur eine Geschwindigkeitseinstellung, die wenigsten können mal schneller und mal langsamer fahren.

Hersteller geben daher gerne an, wie viele Quadratmeter ein Roboter mit einer Akkuladung schaffen kann. Achte dabei darauf, dass es sich dabei häufig um die maximal mögliche Fläche handelt, also um den Betrieb auf der schwächsten Saugstufe auf einem hindernisfreien Hartboden. Es macht überhaupt nichts, wenn eine Akkuladung ausreichen würde, um deine Wohnung fünfmal zu saugen. Ärgerlich ist es allerdings, wenn eine Akkuladung nichtmals für einen einzigen Saugdurchgang ausreicht.

Die Art der Ladestation ist ebenfalls von Bedeutung. Einige ganz billige Staubsaugroboter kommen ohne Ladestation aus. Solche Geräte kannst du meist über einen USB-Anschluss laden. Das bedeutet, dass du den Staubsauger jedes Mal einsammeln, zum Anschlusskabel tragen und ihn anschließen musst. Um den Saugvorgang zu starten, musst du das Ladekabel zunächst manuell entfernen. Da kannst du dir auch gleich einen normalen Staubsauger kaufen.

Ein paar nicht so extrem billige Geräte verfügen über eine Ladestation, in die du deinen Roboter stellen kannst. Das ist dann ein Arbeitsschritt weniger, einsammeln und zur Station tragen musst du ihn aber immer noch. Spar hier nicht am falschen Ende.

Selbst im unteren Preisbereich, wir sprechen hier von etwa 150 Euro, gibt es sehr viele Modelle, die von alleine wieder zu ihrer Ladestation zurückfahren, wenn der Akku so langsam leer wird. In der Preisklasse ab 200 Euro findest du so gut wie keinen Saugroboter mehr, der nicht über eine solche Funktion verfügt.

Eine bestimmte Besonderheit gibt es im unteren Preissegment leider nicht. Ab etwa 400 Euro gibt es Roboter mit Ladestationen, die dir sogar die Entleerung des Staubbehälters abnehmen. Die Ladestation hat einen separaten Auffangbehälter und saugt den Staub aus dem Behälter des Roboters ab. Dadurch musst du den Staubbehälter deutlich seltener entleeren.

In der oberen Preisklasse gibt es sogar Ladestationen mit Staubsaugerbeutel. Das ist vor allem für Allergiker sehr gut geeignet. Normalerweise kippst du den Auffangbehälter einfach über einem Mülleimer aus. Dabei wird einiges an Staub aufgewirbelt. Wenn du aber einfach nur den Beutel entnehmen und entsorgen musst, kommst du mit dem Staub so gut wie gar nicht in Kontakt.

Aber Vorsicht: Lies die Produktbeschreibung vor einem Kauf gründlich und aufmerksam durch. Es kommt durchaus nicht selten vor, dass Produktbilder von dem Roboter und der absaugenden Ladestation gezeigt werden. Das kann den Eindruck erwecken, die Station wäre bereits im Lieferumfang enthalten. Das ist sie aber nicht immer. Achte also vor dem Kauf bitte darauf, ob du in der Beschreibung eine Bestätigung findest, dass die Station im Lieferumfang enthalten ist oder, ob sie als Zubehör separat gekauft werden muss.

Steuerung per Fernbedienung / App

Staubsaugerroboter, welche du ausschließlich manuell bedienen kannst, findest du eigentlich nur noch im Billigsegment. Im unteren Preissegment triffst du häufiger auf eine Steuerung per Fernbedienung. Das sollte das Minimum an Komfort sein, welches dir der Roboter bieten kann. So kannst du den Roboter einfach von der Couch aus auf Saugtour schicken. Bei Sichtkontakt kannst du ihn auch manuell steuern und gegebenenfalls kannst du ihn mit der Fernbedienung sogar programmieren.

Auch im Einsteigerbereich ist die Steuerung per App bereits weit verbreitet. Im Segment zwischen 100 und 200 Euro gibt es bereits mehr Geräte mit App-Steuerung als mit Steuerung via Fernbedienung. Allerdings werden in dieser Preisklasse häufig billige Komponenten verbaut. Bei vielen Geräten mit App-Steuerung steht in der Produktbeschreibung, dass die App nur in einem WLAN mit einer Frequenz von 2,4 GHz funktioniert. Sicherlich würde sie auch im immer weiter verbreiteten 5 GHz-WLAN funktionieren, allerdings dürfte der WLAN-Chip des Roboters diesen Standard noch nicht beherrschen. Du solltest daher darauf achten, dass du den Staubsaugerroboter bzw. die App problemlos in dein WLAN integrieren kannst.

Bei der App selbst ist der Funktionsumfang wichtig. Die App sollte es dir ermöglichen, deinen Staubsauger von überall aus einschalten zu können. Du kannst ihn dann beispielsweise anschalten, wenn du dich auf den Heimweg machst, damit der Boden frisch gesaugt ist, wenn du nach Hause kommst. Zeitpläne sollten ebenfalls erstellbar und Saugbereiche definierbar sein.

Praktisch ist auch die Möglichkeit der Sprachsteuerung. Wenn du zum Beispiel Amazons Alexa oder den Google Assistant benutzt, kannst du deinen Roboter einfach per Sprachbefehl starten. Besonders gut ist es, wenn sich die Staubsauger-App mit anderen Apps verknüpfen lässt. Dann kannst du zum Beispiel einstellen, dass der Staubsauger eine Pause einlegt, wenn du mit deinem Handy telefonierst. Oder du verknüpfst ihn mit einer GPS-App, damit der Saugvorgang startet, sobald du das Haus verlassen hast. Apps mit diesem Feature sind allerdings noch nicht sehr weit verbreitet.

Orientierung & Navigation

Der Roboter muss sich im Raum orientieren können. Einige günstige Modelle reinigen nach dem Zufallsprinzip. Sie fahren geradeaus und ändern die Richtung, sobald sie irgendwo gegen stoßen. Dabei kann es passieren, dass der Sauger ein paar Stellen nur selten saugt, während andere Bereiche durchgehend blitzeblank sind. Das ist auf Dauer gesehen unpraktisch.

Andere Sauger nutzen einen Gyroskop-Sensor. Der Roboter saugt dann in S-förmigen Linien. Im Grunde saugt er, wie du es vielleicht auch tust. Er saugt eine Bahn, wendet und fährt direkt neben der gesaugten Bahn zurück. So wird der Raum systematisch gereinigt.

Besonders gut sind Staubsaugroboter, die mit einer virtuellen Karte arbeiten. Die Sensoren scannen die Räume und erstellen eine Karte. So lässt sich die Route des Saugers präzise planen und programmieren. Du kannst in der App beispielsweise angeben, dass die Küche gesaugt werden soll. Daraufhin fährt der Sauger in die Küche und verrichtet sein Werk.

Eine weitere sehr praktische Funktion ist eine Aufzeichnung der Route. Der Staubsauger merkt sich, wo er bereits war. Wenn du eine große Wohnung mit viel Teppich hast, kann es passieren, dass der Akku leer wird, bevor die gesamte Fläche gesaugt ist. Ein Staubsaugroboter mit einer solchen Funktion merkt sich, wo er bereits gesaugt hat. Nachdem der Akku wieder aufgeladen ist, fährt er an seine letzte Position und setzt den Saugvorgang fort. Ansonsten müsstest du ihn in den Raum bringen, der noch nicht fertig gesaugt worden ist.

Manche Bereiche soll der Staubsauger vielleicht auch meiden. Möchtest du nicht, dass er das Badezimmer saugt, kannst du die Tür natürlich einfach schließen. Vielen Staubsauger-Robotern liegen aber auch Magnetstreifen bei. Du kannst so einen Streifen vor der Badezimmertür auf den Boden kleben. Der Sauger überquert dieses Band nicht, es ist für ihn wie eine virtuelle Wand. Die Tür kannst du dann bedenkenlos offen lassen.

Höherklassige Modelle, welche mit einer virtuellen Karte arbeiten, haben auch oft die Funktion, sich an virtuelle Grenzen zu halten. Du legst in der App Bereiche fest, von denen sich der Roboter fernhalten soll. Meist kannst du nicht nur Räume sperren, sondern auch einzelne Bereiche. Wenn du zum Beispiel auf dem Boden eine teure Vase stehen hast und befürchtest, der Staubsauger könnte sie umwerfen, ziehst du auf der Karte einfach einen Kreis um sie herum, damit der Staubsauger einen Bogen darum macht. Solltest du die Vase umstellen, vergiss bitte nicht, deinem Staubsauger Bescheid zu sagen.

Einen Absturzsensor haben selbst die meisten Einsteigermodelle bereits verbaut. Der Staubsauger scannt die Umgebung und erkennt Abgründe. Wenn er das tut, ändert er die Richtung, anstatt weiter zu fahren und die Treppe runter zu fallen.

Kann ich meine Katze nicht einfach mit dem Staubsauger absaugen?

Diese Frage klingt für dich vielleicht irgendwie absurd, aber wenn du im Internet Recherchen zum Thema Katzenhaare und Staubsauger anstellst, stößt du erstaunlich oft auf diese Frage. Die Idee dahinter ist, das Problem an der Wurzel zu packen.

Es ist etwas wie Fellpflege 2.0. Das Fell soll gebürstet werden und eventuell ausfallende Haare haben gar keine Chance mehr, sich irgendwo zu verteilen, da sie direkt im Staubsauger landen. Das ist tatsächlich möglich.

Du kannst spezielle Fellpflegedüsen für deinen Staubsauger kaufen. Es gibt viele unterschiedliche Modelle, manche funktionieren wie eine Bürste und manch andere haben Noppen, sodass sie als Massagegerät eingesetzt werden können. Der Effekt ist aber in jedem Fall, dass lose Haare direkt weggesaugt werden.

Ob so ein Staubsaugeraufsatz eine sinnvolle Investition ist, können wir dir nicht sagen. Das kommt ganz darauf an, wie das Verhältnis zwischen deiner Katze und deinem Staubsauger so ist. Wenn sie Angst vor dem Staubsauger hat, kannst du dir das Geld definitiv sparen, es sei denn, du kannst deiner Katze die Angst vor dem Staubsauger nehmen. Wie du das versuchen kannst, erfährst du in den beiden nachfolgenden Abschnitten.

Findet deine Katze den Staubsauger in Ordnung bzw. ignoriert ihn zumindest, kannst du es durchaus mit so einem Aufsatz versuchen. Achte nur bitte darauf, dass der Staubsauger auch wirklich auf der schwächsten Stufe läuft. Selbst wenn deine Katze kein Problem mit dem Staubsauger hat, dürfte sie wahrscheinlich die Flucht ergreifen, wenn sie urplötzlich von einem 1.600 Watt starken Staubsauger angesaugt wird.

Es gibt auch Katzen, denen es gefällt, abgesaugt zu werden. Gerade im Sommer kann der kühlende Luftstrom sehr angenehm sein.

Staubsaugerdüsen, mit denen du deine Katze absaugen kannst, gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Preisklassen. Die Preisspanne reicht in etwa von 4 bis 50 Euro. Würde ich persönlich mit dem Gedanken spielen, mir eine solche Bürste zu kaufen, würde ich mit der Billigvariante für vier Euro anfangen.

Es ist nicht vorhersehbar, wie unsere Katzen darauf reagieren würden. So ein Teil ist eigentlich für nichts anderes zu gebrauchen. Wenn die Katzen das nicht annehmen sollten, ist es mir lieber, vier Euro verloren zu haben als 50 Euro. Nehmen sie es allerdings an, würde ich noch einen besseren Aufsatz kaufen. Den anderen kann ich ja als Reserve immer noch behalten.

Warum haben viele Katzen Angst vor dem Staubsauger?

Die Bodenreinigung fängt bei den meisten Katzenhaltern so ähnlich an, wie bei uns. Der Staubsauger wird in den Raum gestellt und der Stecker in die Steckdose gesteckt. Die Katzen ahnen, was jetzt kommt. Sie beäugen die Situation mit skeptischem Argwohn und schicken ein Stoßgebet gen Himmel, auf dass uns der Blitz treffen möge, um uns von dem abzuhalten, was als nächstes passiert. Der Staubsauger wird eingeschaltet. Das monotone Dröhnen des Geräts wird gleich am Anfang von einem wenig rhythmischen Getrampel untermalt, was uns mitteilt, dass die Katzen fluchtartig den Raum verlassen.

Die meisten oder zumindest sehr viele Katzen haben Angst vor dem Staubsauger. Dabei tut er ihnen doch nichts. Sicher, er ist nicht gerade flüsterleise und das Geräusch ist auch nicht besonders schön. Aber daran kann man sich als Katze doch gewöhnen. In der Regel kommen Katzen ja auch mit lauter Musik oder einem lauten Fernseher ganz gut klar. Warum ist dann ausgerechnet die Angst vor dem Staubsauger so weit verbreitet?

Das Geräusch des Staubsaugers empfinden schon die meisten Menschen als nervtötend. Ich kann es auch nicht leiden, aber es muss halt sein. Katzen gehören zu den Tieren mit dem schärfsten Gehör. Sie können Frequenzen bis zu 100.000 Hertz wahrnehmen. Das menschliche Gehör nimmt im Schnitt nur Töne mit einer Frequenz von bis zu 20.000 Hertz wahr.

Wir hören nur einen Teil der Geräusche, die der Staubsauger erzeugt. Je nach Modell und Bauweise erzeugen Staubsauger Geräusche im Frequenzbereich von bis zu 150.000 Hertz. So hohe Töne kannst du als normaler Mensch nicht wahrnehmen, deine Katze kann dies jedoch schon. Für sie ist der Lärm also noch störender als für dich. Hinzu kommt die Lautstärke. Für deine Katze ist das Geräusch viel lauter als für dich. Da ist es kein Wunder, dass sie kein großer Fan davon ist.

Es kommen aber noch weitere Faktoren hinzu. Deine Katze ist es ja gewohnt, Frequenzen bis in den Ultraschallbereich wahrzunehmen. Also sollte es für sie doch eigentlich so sein, wie sehr laute Musik für dich ist. Wir lassen hier mal außen vor, dass es laute Musik ist, die du nicht magst. Deine Katze mag das Geräusch ja auch nicht.

Der Staubsauger ist für deine Katze etwas, das sie instinktiv mit Gefahr verbindet. Deinen Fernseher ist sie sicherlich gewohnt. Sie rennt wahrscheinlich auch nicht aus dem Raum, wenn im Fernsehen jemand staubsaugt. Aber dein Staubsauger ist etwas, das immer wieder in ihrem Revier auftaucht. Und immer, wenn er das tut, erzeugt er diese nervtötenden Geräusche.

Allein dadurch assoziiert sie mit dem Gerät ein gewisses Unbehagen. Viele Katzen verlassen bereits den Raum, wenn der Staubsauger nur hineingebracht wird. Die meisten Staubsauger sind größer als eine Katze. Groß bedeutet für die Mieze nicht automatisch, dass etwas gefährlich ist. Aber sie hasst dieses Geräusch und dieses wird von etwas erzeugt, was größer ist als sie.

Das ist an sich auch noch nicht so schlimm. Der springende Punkt ist, dass sich der Staubsauger auch noch bewegt. Dein Stubentiger kann das Gefühl bekommen, verfolgt zu werden. Der Staubsauger ist für deine Katze also im Grunde ein bedrohliches, großes, lautes, sich bewegendes Wesen. Sie betrachtet ihn als Feind, als gefährlichen Eindringling in ihrem Revier.

Katze an Staubsauger gewöhnen

Die Angst vor dem Staubsauger ist eigentlich nicht schlimm. Deiner Katze passiert schließlich nichts. Aber natürlich ist es schöner, wenn sie keine Angst mehr vor ihm hat. Dann bleibt deine Katze einfach entspannter und hat weniger Stress. Tatsächlich ist es möglich, Katzen die Angst vor dem Staubsauger zu nehmen.

Vorweggesagt: Es gibt Katzen, die lernresistent sind. Nicht jede Katze lässt sich an den Staubsauger gewöhnen. Es kann demnach gut sein, dass deine Katze deinen Staubsauger auf ewig hassen wird. Aber das ist dann eben so.

Idealerweise kannst du dein Kätzchen schon als junges Tier an den Staubsauger gewöhnen. Perfekt wäre es natürlich, wenn die Mutter bereits mit Staubsaugern vertraut ist und ihrem Nachwuchs beibringen kann, dass dieses komische laute Ding vollkommen harmlos ist. In so einem Fall ist es durchaus wahrscheinlich, dass das Kätzchen keine Angst vor dem Staubsauger entwickelt.

Wenn du dir ein Kitten ins Haus holst, hast du relativ gute Chancen, es zu einem angstfreien Umgang mit dem Staubsauger zu erziehen. Kitten sind allgemein sehr neugierig. Jeden Tag erkunden sie die Welt und entdecken neue Dinge. Sie wollen wissen, was das alles ist, was sie so sehen, riechen und anfassen können. Den Staubsauger solltest du offen herumstehen haben. So kann sich das Kätzchen an ihn gewöhnen und ihn erforschen, wann und wie es will.

Es kann auch nicht schaden, in der Anfangsphase häufiger zu saugen, vielleicht sogar täglich. Auf diese Weise lernt das Kitten, dass der Staubsauger ein ganz alltäglicher Gegenstand ist, der halt leider immer wieder mal so blöde Geräusche von sich gibt.

Lagerst du den Staubsauger stattdessen im Schrank oder einer Abstellkammer, in die das Kätzchen nicht rein darf, bleibt der Staubsauger ein unbekanntes Etwas. Er kommt nur gelegentlich mal ins Revier, randaliert dort und geht wieder weg. So fühlt es sich für die kleine Katze jedenfalls an. Dann tritt genau der Effekt ein, der weiter oben beschrieben wurde.

Einer erwachsenen Katze die Angst vor dem Staubsauger zu nehmen, ist eine viel schwerere Aufgabe. Das ist in etwa so, wie jemanden mit einer Arachnophobie die Angst vor Spinnen zu nehmen. Das funktioniert nicht von jetzt auf gleich.

Genau wie bei der jungen Katze solltest du den Staubsauger nicht verstecken. Es gibt sicherlich schönere Gegenstände als Staubsauger, aber wenn sich deine Katze daran gewöhnen soll, muss er für sie jederzeit zugänglich sein.

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Stell ihn einfach irgendwo in den Raum, in dem sich deine Katze den Großteil des Tages aufhält. Wahrscheinlich ist es das Wohnzimmer. Wichtig ist nur, dass deine Katze nicht von deinem Staubsauger in ihrem Alltag behindert wird. Wenn du ihn beispielsweise direkt neben den Kratzbaum stellst, wäre das etwas kontraproduktiv. Sie hat Angst vor dem Ding, es sollte nicht dauerhaft dort sein, wo sie sich sicher fühlt. Auch in der Nähe ihrer Näpfe sollte der Staubsauger nicht stehen.

Um bei dem Beispiel mit dem Arachnophobiker zu bleiben: Wenn du Angst vor Spinnen hast bzw. hättest und diese überwinden wolltest, könntest du dir ein Terrarium mit einer Spinne drin in die Wohnung stellen (lassen), um dich langsam daran zu gewöhnen. Du würdest es aber mit Sicherheit begrüßen, wenn das Terrarium am anderen Ende des Raumes steht und nicht direkt neben deiner Couch oder dem Esstisch. Dort kann es eventuell später stehen, wenn du dich daran gewöhnt hast und dich freiwillig in die Nähe der eingesperrten Spinne begibst.

Wenn sich deine Katze dem Staubsauger angstfrei nähert und ihn vielleicht sogar beschnuppert, kannst du sie mit einem Leckerchen belohnen. Auf diese Weise erzeugst du bei ihr positive Assoziationen. Der Staubsauger wird dann nach und nach etwas, was sie mit etwas Positivem, in diesem Fall die Leckerchen, verbindet.

Eine gute Idee ist es auch, den Staubsauger immer wieder mal woanders hin zu stellen. Wenn du ihn benutzt, ist er ja auch in Bewegung. Deine Katze lernt dann, dass der Staubsauger mobil ist und kein fester Einrichtungsgegenstand wie eine Couch oder ein Tisch. Je nachdem, wie deine Katze auf den Staubsauger reagiert, kannst du immer wieder ein paar Trockenübungen machen. Du tust nur so, als würdest du saugen. So kann sich deine Katze daran gewöhnen, dass du ihn nimmst und durch den ganzen Raum führst.

Die Königsdisziplin ist sicherlich, deine Katze an das eigentliche Staubsaugen samt Geräusch zu gewöhnen. Jede Katze reagiert unterschiedlich, wenn du den Staubsauger anschaltest. Bis jetzt ist bereits schon viel passiert. Deine Katze hat mit dem Gerät Frieden geschlossen und zeigt keine Angst mehr, wenn es in der Nähe ist.

Du weißt selbst am besten, wie stark die Angst deiner Katze ausgeprägt ist bzw. war. Bei einer stark ausgeprägten Angstreaktion wäre es ratsam, die Leistung deines Staubsaugers auf ein Minimum zu reduzieren, damit er nicht ganz so laut ist. Schalte ihn nicht in Gegenwart deiner Katze an, sondern in einem Raum, in dem sie sich gerade nicht aufhält. Lass den Staubsauger etwas laufen und geh dann zu deiner Katze, um sie zu beruhigen, zu streicheln oder zu kraulen. Wenn sie ruhig bleibt und schnurrt, hat sie sich ein Leckerchen verdient.

Die Lautstärke kannst du nach und nach steigern, bis du die Leistungsstufe erreicht hast, auf der du deinen Staubsauger im Normalfall immer betreibst.

Hat deine Katze keine ganz so starke Angst, kannst du versuchen, den Staubsauger anzuschalten, wenn sie im selben Raum ist. Auch in diesem Fall ist es ratsam, auf einer schwachen bzw. leisen Stufe zu beginnen. Wichtig ist, dass deine Katze in jedem Fall einen sicheren Rückzugsort hat, den sie aufsuchen kann, wenn sie es doch mit der Angst zu tun bekommt. Die Tür solltest du offen lassen und idealerweise schaltest du den Staubsauger nicht genau dann an, wenn er sich genau im Fluchtweg deiner Katze befindet.

Vielleicht saugst du auch erstmal von deiner Katze weg. Sie könnte es als eine Art Angriff sehen, wenn du das Gerät anschaltest und dich dann damit in ihre Richtung bewegst.

Wenn deine Katze den Raum verlässt, lass sie ruhig gehen. Es ist bereits ein wichtiger Fortschritt, wenn sie dir kurze Zeit zusieht und nicht sofort losrennt, wenn das Geräusch ertönt. Bleibt sie kurz bei dir, kann es gut sein, dass sie nach und nach immer länger im Raum bleibt. Es dauert immer länger, bis sie von dem Lärm die Nase voll hat. Irgendwann kommt dann der Tag, an dem sie dich beim Staub saugen einfach ignoriert oder vielleicht sogar neben dem Staubsauger her läuft.

Wie gesagt, es gibt keine Garantie dafür, dass sich deine Katze mit dem Staubsauger anfreundet. Das musst du dann eben akzeptieren. Wenigstens hast du alles versucht.

Carsten
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