Katzenkrankenversicherung

Bild: Christine Numrich

Wenn du zum Arzt gehst, übernimmt deine Krankenversicherung die Kosten für die Behandlung. Leider gilt das nicht für deine Katze. Sollte deine Katze zum Tierarzt müssen, zahlst du die Behandlung, Medikamente etc. aus eigener Tasche. Vor allem Operationen können richtig teuer sein. Du kannst aber eine Krankenversicherung speziell für deine Katze abschließen. Hier erfährst du, was eine Krankenversicherung für deine Katze leistet, kostet und wie du eine gute Katzenkrankenversicherung findest.

Anmerkung zu dem Bild

Bevor uns Tierquälerei vorgeworfen wird: Dieses Bild ist vor vielen Jahren entstanden. Der damals noch kleine Jack muss in irgendetwas Scharfes getreten sein. Jedenfalls hatte er eine kleine Schnittwunde unter einer Tatze. Wir waren mit ihm beim Tierarzt. Er hat einen Verband bekommen sowie den Trichter, damit er nicht an den Verband herankam. Also alles halb so wild. Wie du siehst, liegt er ganz aufgeweckt im Bett und wird natürlich auch gekrault. Die Wunde verheilte sehr schnell und ihm ging es nach wenigen Tagen wieder spitzenmäßig.

Allgemeines Vorwort: Katzen und Versicherungen

Wenn du dich mit Katzen auseinandergesetzt hast, weißt du, dass die kleinen süßen Räuber versehentlich und unvorhersehbar riesige Schäden anrichten können. Solltest du einer anderen Person einen Schaden zufügen, haftest du dafür in voller Höhe mit deinem Eigenkapital.

Wenn du zum Beispiel aus der Tür trittst, einen Radfahrer übersiehst und ihn zu Fall bringst, schuldest du ihm nicht nur ein neues Fahrrad. Sollte die Person nach dem Unfall im schlimmsten Fall querschnittsgelähmt sein, zahlst du für den gesamten Krankenhausaufenthalt, die Operationen, die Medikamente und den barrierefreien Umbau der Wohnung. Hinzu kommt Invalidenrente und Verdienstausfall. Bis zur vereinbarten Deckungssumme übernimmt deine private Haftpflichtversicherung diese Kosten für dich. Eine Privathaftpflicht kostet wirklich nicht viel Geld und bietet enormen Schutz, solltest du keine haben, raten wir dir dringend, eine abzuschließen.

Du haftest für die Folgen deiner Taten, aber deine Katze? Angenommen, deine Katze ist Freigängerin, flitzt durch eine Hecke auf den Gehweg. Ein Radfahrer erschreckt sich, versucht auszuweichen und stürzt genauso schwer wie der eben genannte. Was nun? Dem Radfahrer ist ein unglaublicher Schaden entstanden und als Tier ist deine Katze nicht haftbar. Folglich geht die Haftung auf dich als ihr Halter über.

Vielleicht siehst du nun ein Damoklesschwert über deinem Kopf hängen, denn jederzeit könnte jemand anrufen und dir mitteilen, dass deine Katze jemanden ins Krankenhaus gebracht hat und, dass du sämtliche Kosten übernehmen musst. Gibt es überhaupt so etwas wie eine private Haftpflichtversicherung für Katzen?

Nein. Das ist auch gar nicht nötig. Wir können dich direkt beruhigen, denn in Deutschland sind Schäden durch Kleintiere bis inklusive Katzen in so ziemlich jeder Privathaftpflicht mit eingeschlossen. Mir persönlich ist nur eine einzige Privathaftpflichtversicherung bekannt bei der Schäden durch Tiere nicht mitversichert sind, und dabei handelt es sich um ein Angebot eines amerikanischen Versicherungs-Startups, welches versucht, in Deutschland und Europa Fuß zu fassen.

Sieh zur Sicherheit in deiner Police nach, wenn Kleintierschäden nicht abgedeckt sind, bitten wir dich, uns eine Mail zu schreiben, damit wir diesen Artikel anpassen können. Auch ist uns keine Privathaftpflicht bekannt, die zwischen Stubentigern und Freigängern unterscheidet. Da es auch sonst keine relevanten Versicherungen für Katzen gibt, kommen wir jetzt zum eigentlichen Thema dieses Artikels.

Wie funktioniert eine Krankenversicherung für meine Katze?

Grundlegend funktioniert eine Krankenversicherung für deine Katze so ähnlich wie eine Krankenversicherung für Menschen. Du gehst mit deiner Katze zum Tierarzt, dieser untersucht bzw. behandelt deinen Schatz und stellt die Rechnung aus. Je nach Versicherung gibt es zwei Möglichkeiten. Die für dich komfortabelste Option ist die direkte Abrechnung mit der Versicherung. Dein Tierarzt rechnet den Besuch genauso ab, wie es dein Hausarzt mit der gesetzlichen Krankenversicherung macht.

Alternativ bleibt das Abrechnungsmodell, welches oft bei privaten Krankenversicherungen zur Anwendung kommt. Du bezahlst den Tierarzt vor Ort. Anschließend übermittelst du deiner Versicherung die Rechnung und bekommst den Betrag erstattet. Wie die Abrechnung genau abläuft, hängt auch von deinem Tierarzt ab, denn nicht jeder hat Zeit und Lust, sich zusätzlich noch um Abrechnungen mit der Versicherung zu kümmern.

Was leistet eine Katzen-Krankenversicherung?

Die Leistungen der auf dem Markt erhältlichen Krankenversicherungen für Katzen unterscheiden sich teils sehr stark, weswegen du unbedingt einen Tarifvergleich durchführen solltest. Grundlegend übernehmen die Katzenkrankenversicherung stets die Kosten für Tierarztbesuche, Diagnosen und Behandlungen. Auch für Operationen werden die Kosten übernommen.

Dabei geht es nicht nur um die direkten Behandlungs- bzw. Operationskosten. Auch Nebenkosten wie die Unterbringung in einer Tierklinik, Medikamente, Verbandsstoffe etc. werden für gewöhnlich bezahlt. Wie du siehst, unterscheiden sich die Leistungen einer Krankenkasse für Katzen im Grunde kaum von den Krankenversicherungen für Menschen.

Allerdings gibt es einen gewaltigen Unterschied. Mit einer gesetzlichen Krankenversicherung kannst du so oft zum Arzt gehen, wie du möchtest. Es ist nicht so, dass deine Krankenversicherung dir zum Beispiel ein Budget gibt, das für fünf Arztbesuche reicht und du ab dem sechsten Besuch alles alleine bezahlen musst. Du hast eine regelrechte Arztbesuch-Flatrate. Du kannst dir im Jahr fünfmal ein Bein brechen und die Kasse bezahlt jedes Mal die Operations- und Behandlungskosten. Wenn dich dein Pech psychisch fertig macht, bezahlen sie dir auch eine Psychotherapie.

Bei Krankenversicherungen für deine Katze ist das nicht automatisch so. In der Regel bekommst du tatsächlich ein Budget, bis zu dem die Krankenversicherung Behandlungen deiner Katze bezahlt. Dieses Budget ist der Hauptgrund, weswegen du die Versicherungskonditionen vor Vertragsabschluss unbedingt vergleichen solltest.

Was kostet eine Krankenversicherung für Katzen?

Die Kosten einer Katzenkrankenversicherung hängen vom gewünschten Versicherungsschutz so wie vom Tarif ab. Generell kann man sagen, dass du für eine Krankenversicherung deiner Katze zwischen 10 und 40 Euro pro Monat einkalkulieren solltest.

Katze krankenversichern – Was beachten?

Bei kaum einer Versicherung ist die Spannbreite von Kosten und Leistungen so groß wie bei Krankenversicherungen für Katzen. Wenn du einen Versicherungsvergleich durchführst, wirst du schnell sehen, dass es teils sehr große Unterschiede gibt. Nachfolgend möchten wir konkret auf verschiedene Leistungen eingehen.

Behandlung im Ausland

Wenn du vorhast, mit deiner Katze ins Ausland zu gehen, auf eine längere Reise oder für ein Auslandssemester im Studium, ist dieser Punkt für dich wichtig. Im Normalfall werden dieselben Leistungen erbracht, die dir auch in Deutschland zustehen würden.

Du solltest nur schauen, wo und wie lange der Versicherungsschutz besteht. So gibt es Versicherungen, die nur drei Monate lang und nur in Europa gelten. Wenn du ein Auslandssemester in den USA machen möchtest und deine Katze mitnimmst, sollte der Versicherungsschutz mindestens sechs Monate lang weltweit gelten.

Frage zur Sicherheit bei deinem Versicherer nach, welcher Schutz in dem Land deiner Wahl tatsächlich besteht, denn schließlich gelten dort sicherlich andere Gebührenordnungen etc. als hierzulande.

Erstattung nach Gebührenordnung

In der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ist geregelt, was für welche Behandlung berechnet werden darf. In der Regel wird der einfache Satz angewandt. Es gibt aber auch Situationen, in denen darf der zwei- oder gar dreifache Satz abgerechnet werden.

Der zweifache Satz darf berechnet werden, wenn sich die Behandlung als aufwändiger als erwartet erweist. Leistet deine Katze über einen längeren Zeitraum absoluten Widerstand oder erweist sich eine Behandlung als deutlich komplizierter als erwartet, darf der Tierarzt den doppelten Preis verlangen.

In ganz besonderen Situationen ist auch der dreifache Satz erlaubt. Wenn der Arzt zum Beispiel Nachtschicht hat und du mit einem Notfall ankommst, wäre das zum Beispiel so. Es gibt Versicherungsanbieter, die vom Tierarzt eine Begründung haben möchten, wenn der dreifache Satz berechnet wird. Das kann oft zu Problemen führen. Bitte entscheide dich für eine Versicherung, die den dreifachen Satz der GOT in jedem Fall übernimmt. Damit ersparst du dir im Zweifel viel Papierkram.

Auch aus rein finanziellen Gründen solltest du dich für den dreifachen Satz entscheiden. Wenn du dich für eine Versicherung entscheidest, die nur den zweifachen Satz erstattet, kann ein Zwischenfall für dich sehr teuer werden. Angenommen, deine Katze erleidet mitten in der Nacht einen Beckenbruch und muss sofort operiert werden.

Bei einer Becken-OP kannst du locker mit 1.500 Euro rechnen. Sollte nachts eine sofortige Operation notwendig sein, wird der dreifache Satz berechnet. Die Kosten liegen dann bei 4.500 Euro. Wenn deine Versicherung aber nur den zweifachen Satz übernimmt, musst du den einfachen Satz in Höhe von 1.500 Euro selbst aufbringen.

Freie Tierarztwahl

Dieser Punkt ist besonders wichtig, denn seien wir ehrlich: Würdest du dein Tier einem Menschen anvertrauen, der von einem Versicherungskonzern ausgesucht wurde? Um nicht falsch verstanden zu werden, wir wollen in keinster Weise ausdrücken, dass Tierärzte, die einen Vertrag mit einer Versicherung haben, schlecht sind. Es geht uns nur darum, dass der Arzt eine Vertrauensperson sein sollte, denn schließlich kann es um Leben und Tod eines geliebten Kätzchens gehen.

Ich als Katzenhalter würde nur eine Versicherung ohne freie Tierarztwahl abschließen, wenn mein Stammtierarzt ein Partner dieser Versicherung wäre. Meine kranke Katze bringe ich zu niemandem, der nicht mein Vertrauen genießt.

Kastration

Die Kosten für eine Kastration sind in der Regel nicht versichert. Es handelt sich dabei zwar um eine Operation, allerdings ist diese freiwillig und nicht medizinisch notwendig. Aber sieh es mal so: Deine Katze wird ja nicht spontan kastriert. Anders als eine Operation nach einer Verletzung ist dieser Eingriff planbar. Zudem ist die Kastration nicht besonders teuer, sodass du rechtzeitig anfangen kannst, das Geld dafür zusammenzusparen.

Wenn deine Katze kastriert werden muss, weil sie zum Beispiel eine schwere Erkrankung der Eierstöcke hat, sieht das meist anders aus. Aber auch hier kommt es auf den Einzelfall an, manche Krankenversicherung übernehmen auch medizinisch sinnvolle Kastrationen nicht.

Nebenkosten

Unter Nebenkosten fallen zum Beispiel Kosten für Medikamente oder Verbandsmittel. Die Nebenkosten sollten versichert sein. Gerade bei den Medikamenten kann es schnell recht teuer werden. Als Mensch bezahlst du für deine Medikamente höchstens eine kleine Zuzahlung. Die Medikamente für deine Katze bezahlst du komplett selbst.

Medikamente für Katzen sind in der Regel nicht so teuer wie Medikamente für Menschen (ohne Zuzahlung). Wird deine Mieze aber häufiger mal krank, kann da eine ganz schöne Summe zusammenkommen.

Operationen

An diesem Punkt wird es spannend. Es gibt nur wenige Anbieter, die sozusagen eine Operations-Flatrate anbieten. In der Regel sind die Kosten gedeckelt und eingeteilt in Kosten pro Operation und Gesamtkosten im Jahr. Hier solltest du vor allem auf die Kostenübernahme pro Operation achten. Angenommen, deine Katze hat einen Unfall und zieht sich dabei einen komplizierten Bruch des Oberschenkels zu. Der Kostenpunkt inklusive Untersuchung und Nachbehandlungen liegt bei einem komplexen Bruch bei rund 1.400 Euro.

Wenn deine Versicherung pro Operation bis zu 2.000 Euro übernimmt, bist du fein raus. Nun will es das Schicksal aber, dass so etwas ausgerechnet zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt passiert, beispielsweise um 2 Uhr in der Nacht auf Sonntag. Du fährst zu einer Notfallklinik und die Ärzte stellen fest, dass deine Katze sofort operiert werden muss. In diesem Fall zahlst du den dreifachen Satz.

Jetzt bist du schon bei 4.200 Euro. Nun würdest du auf Kosten von 2.200 Euro sitzen bleiben. Hätte deine Versicherung zum Beispiel bis zu 8.000 Euro pro OP übernommen, wäre alles soweit in Ordnung.

Selbstbeteiligung

Viele Katzenkrankenversicherungen kommen mit einer Selbstbeteiligung daher. Meistens sind das sogar teurere Tarife mit sehr guten Leistungen. Um diese Tarife bezahlbar halten zu können, wird eine Selbstbeteiligung im Leistungsfall angerechnet. Häufig liegt diese zwischen 10 und 20 Prozent.

Wenn deine Katze krank ist und der Tierarzt für Diagnostik und Behandlung 100 Euro berechnet, müsstest du trotz Versicherung 20 Euro aus eigener Tasche bezahlen. Das sind aber immerhin 80 Euro weniger als ohne die Versicherung. Selbst wenn du einen teureren Tarif für fast 30 Euro im Monat abgeschlossen hast, hast du damit schon rund drei Monatsbeiträge eingespart. Es lohnt sich also durchaus.

Du solltest aber trotzdem jeden Monat etwas Geld für deine Katze beiseitelegen. Mal eben 20 Euro zu bezahlen ist sicherlich kein Problem, selbst falls du wenig Geld hast. Dann sparst du den Monat mal an einer anderen Stelle, denn es ist schließlich für deinen Liebling.

Sollte sich jedoch ein Fall wie im vorherigen Punkt ereignen und eine Operation kostet 4.200 Euro, müsstest du spontan 840 Euro aufbringen. Das ist auch für den durchschnittlichen Ottonormalverdiener meist nicht so einfach. Gut, zugegeben, dabei handelt es sich um ein Extrembeispiel. Bleiben wir beim einfachen Gebührensatz, beliefe sich die Zuzahlung auf 280 Euro. Leg daher am besten monatlich zehn bis zwanzig Euro zurück, dann kannst du dir die Zuzahlung auch leisten, wenn es ausgerechnet zum fraglichen Zeitpunkt finanziell grad nicht so gut läuft.

Tierarztbesuch

Für Tierarztbesuche gilt im Grunde das, was auch für Operationen gilt. Die Kostenerstattung pro Arztbesuch sollte nicht zu niedrig sein. Ein normaler Tierarztbesuch mit Diagnose und Behandlung einer „normalen“ Krankheit hat uns nie über 200 Euro gekostet.

Es kann aber sein, dass die Diagnose etwas schwieriger zu stellen ist und die Blutwerte im Labor analysiert oder ein Ultraschall gemacht werden müssen. Je komplexer das Diagnoseverfahren, desto teuer wird es. Mit 1.000 Euro pro Behandlung bist du so ziemlich auf der sicheren Seite, wobei mehr natürlich immer besser ist.

Tierklinik

Es ist nach einer Operation nicht selten, dass deine Katze noch zur Beobachtung in einer Tierklinik bleiben muss. Sollte sie an den inneren Organen operiert worden sein und sich die Wunde plötzlich wieder öffnen, besteht akute Lebensgefahr und dein Miezilein braucht sofortige Notfallhilfe. Bis so eine Wunde ausgeheilt ist, darf sie nicht wieder zu dir nach Hause.

Für die Unterbringung fallen natürlich Kosten an, sie wird ja nicht nur dabehalten, sondern auch verpflegt und betreut. Die Kosten dafür sind bei weitem nicht so hoch wie die eines Krankenhausaufenthalts, aber wenn du sie dir erstatten lassen kannst, solltest du das mitnehmen. Übernommen werden sollten Unterbringungskosten für mindestens zwei Wochen im Jahr.

Vorsorgemaßnahmen

Dieser Punkt ist zu vernachlässigen, denn er fällt finanziell nicht besonders ins Gewicht. Vorsorgemaßnahmen sind zum Beispiel Impfung und Wurmkur. Wenn du das regelmäßig machen lässt, kostet dich das pro Jahr vielleicht 50 Euro. Das Geld kannst du dir auch so zurücklegen.

Natürlich ist es immer gut, wenn Vorsorgemaßnahmen auch übernommen werden. Allerdings sollte das bei der Wahl der Katzenkrankenversicherung nicht kriegsentscheidend sein. Wenn du dich zwischen zwei gleich guten und ähnlich teuren Tarifen entscheiden musst, ist der mit dieser Kostenübernahme wahrscheinlich der bessere Tarif. Höhere Beiträge solltest du dafür aber nicht in Kauf nehmen, das lohnt sich kaum.

Wartezeit

Die meisten Tarife haben eine Wartezeit. Das bedeutet, dass deine Versicherung erst nach dieser Zeit Leistungen erbringt. Beträgt die Wartezeit drei Monate und du schließt die Versicherung zum 1. Januar ab, zahlst du tierärztliche Behandlungen bis zum 1. April noch selbst. Die Versicherungen möchten damit vorbeugen, dass jemand eine Versicherung abschließt, da er bei seiner Katze eine Krankheit vermutet und die Tierarztrechnung nicht bezahlen möchte.

Generell werden die Kosten laufender Behandlungen nicht übernommen. Der Versicherungsschutz gilt nur für Krankheiten, die nach Vertragsabschluss und Ablauf der Wartezeit auftreten. Bei Unfällen ist das jedoch oft anders. Wenn du die Versicherung wie oben am 1. Januar abschließt und deine Katze im Februar von einem Auto angefahren wird, konntest du es ja weder gewusst noch geplant haben. Daher machen die meisten Versicherer bei Unfällen eine Ausnahme. Sieh aber lieber in den Versicherungsbedingungen nach, ob das bei der Versicherung deiner Wahl auch wirklich so ist.

Wie finde ich die beste Krankenversicherung für meine Katze?

Die Krankenversicherung für Katzen ist in der Versicherungsbranche noch ein richtiges Nischenprodukt. Wenn du zu einem Versicherungsberater oder -makler gehst, um dich beraten zu lassen, muss dieser wahrscheinlich selbst erstmal nachgucken.

Mit Haftpflicht-, Kfz- oder Hausratversicherungen hat er tagtäglich zu tun, da weiß er genau was es auf dem Markt gibt und welche Tarife sich für den individuellen Interessenten am besten eignen. Der einzige wirkliche Vorteil ist, dass er dir auch bei Katzenkrankenversicherungen sofort erklären kann, was genau die einzelnen Klauseln und Formulierungen bedeuten. Ansonsten ist das für die meisten Berater so etwas wie Neuland.

Ansonsten bieten tatsächlich Vergleichsportale im Internet eine sehr gute Möglichkeit, Krankenversicherung für Katzen zu finden und miteinander zu vergleichen. Ein Vergleichsportal zu nutzen ist für dich absolut kostenfrei. Sollte ein Anbieter für die Nutzung oder Vertragsvermittlung Geld von dir verlangen, suche dir bitte direkt einen anderen Vergleichsrechner. Die Nutzung eines Vergleichsrechners ist absolut unverbindlich. Du bist nicht verpflichtet, irgendetwas abzuschließen.

Wie bereits erwähnt, ist die Katzenkrankenversicherung noch ein Nischenprodukt, welches für viele bekannte Vergleichsportale nicht relevant ist. Daher solltest du im Internet gezielt nach Vergleichsrechnern für Katzenkrankenversicherungen suchen. Da sich Vergleichsportale und Versicherungsanbieter in dieser Nische quasi noch suchen, solltest du mehrere unterschiedliche Rechner benutzen, denn nicht alle Anbieter werden auch auf allen Rechnern gelistet.

Vom Prinzip her funktionieren sie aber alle gleich. Du musst nur ein paar Angaben zu deiner Katze machen, beispielsweise Alter, Rasse und Haltungsart. Anschließend erhältst du eine Liste mit allen für dich infrage kommenden Tarifen, welche dem Portal bekannt sind und dort gelistet werden dürfen.

Auf den ersten Blick siehst du die wichtigsten Merkmale der Tarife, wie Anbieter, Beitragshöhe und die bedeutendsten Details. Du hast die Möglichkeit, mehrere Tarife auszuwählen, um dir die gesamten Merkmale und Leistungen der Angebote nebeneinander anzeigen zu lassen. In einer übersichtlichen Tabelle siehst du sofort, bei welchen Leistungen sich die Tarife unterscheiden. Üblicherweise werden dir auch die vollständigen Versicherungsbedingungen kostenlos zum Download angeboten.

Wenn du dich entschieden hast, kannst du deinen Wunschtarif ganz eindach online beantragen. Der Vertrag wird direkt zwischen dir und deinem Versicherungsanbieter geschlossen. Ab Antragsstellung hat das Vergleichsportal nichts mehr mit deinem Tarif zu tun. Sämtliche Schadenfallmeldungen, Vertragsänderungen und sonstige Fragen in Bezug auf deine Katzenkrankenversicherung, klärst du einzig und allein mit deinem Versicherungsanbieter.