Das darf eine Katze in keinem Fall fressen

Keine Sorge, das Foto ist gestellt. Er hat geschlafen und hat nichts davon abbekommen.

Katzen scheinen einen speziellen Sinn dafür zu haben, was sie fressen dürfen und was nicht. Aber leider liegen sie damit nicht immer richtig und sie fressen etwas, das für sie nicht bekömmlich ist. Auch bei der Fütterung kommt es häufig zu Missverständnissen. Vielleicht möchtest du deiner Katze etwas besonders Gutes tun und sie mit etwas verwöhnen, von dem du gar nicht weißt, dass es deiner Katze schaden kann. Daher haben wir hier einige Lebensmittel aufgelistet, die deine Katze in keinem Fall fressen sollte.

15 Lebensmittel, die deine Katze nicht fressen sollte

Katzen sind bei der Wahl ihres Futters deutlich sensibler als Hunde. Ihr Geruchssinn ist so fein, dass sie Lebensmittel, die für sie giftig sind, erschnuppern und daraufhin meiden. Leider geht das nicht immer gut. Deine Katze kann aus reiner Neugier mal in eine verbotene Frucht beißen. Sie kann aber auch versehentlich etwas für sie giftiges essen, beispielsweise ein wenig von einer Pizza mit Käse und Zwiebeln. Der Geruch der Zwiebeln geht im Geruch der anderen Zutaten unter.

Manche hier aufgelisteten Lebensmittel würdest du deiner Katze vermutlich sowieso nicht anbieten, aber Gelegenheit macht eben Diebe, du kannst dein Essen schließlich nicht rund um die Uhr bewachen. Nun stellen wir dir 15 Lebensmittel und Konsumgüter vor, die deine Katze niemals fressen sollte.

Thunfisch

Jetzt schaust du vermutlich so, wie ich geschaut habe, als ich Thunfisch auf der Liste der verbotenen Speisen gesehen habe. Katzen lieben doch Thunfisch und es gibt auch Katzenfutter mit Fleisch vom Thunfisch. Warum darf sie ihn dann nicht essen?

Das Fleisch des Thunfisches ist nicht immer rein. Es kann sein, dass sich darin Methylquecksilber angesammelt hat. Allgemein kann zu viel Thunfisch zu Herz-, Leber- und Nierenkrankheiten führen.

Wichtig sind dabei die Worte „zu viel“. Es ist ähnlich wie beim Menschen. Wenn du dich ausschließlich von Döner oder Burgern ernährst, tut das deiner Gesundheit auf Dauer überhaupt nicht gut. Gelegentlich aber mal einen Burger oder Döner zu essen, einfach, weil es schmeckt, ist dagegen unbedenklich.

Es ist nicht schlimm, wenn du deiner Katze mal eine kleine Portion Thunfisch zu futtern gibst. Was du nicht füttern solltest ist Dosenthunfisch in Öl oder mit anderen Gewürzen. Naturbelassen in eigenem Aufguss ist dagegen kein Problem. Du kannst auch Thunfischprodukte im Tierbedarfsgeschäft kaufen, um ganz auf Nummer Sicher zu gehen.

Wir können jedenfalls aus eigener Erfahrung aus zehn Jahren Katzenhaltung berichten, dass alle drei total auf Thunfisch abfahren. Wir nehmen immer den aus der Dose. Davon ist noch keine unserer Katzen schlecht geworden. Kater Jack hat mal richtig frischen Thunfisch in Sushi-Qualität bekommen. Den hat er dann gleich wieder unter den Weihnachtsbaum gekotzt.

Pflanzen

Katzen sind Fleischfresser. Ihr gesamter Organismus ist auf fleischliche Nahrung ausgerichtet. Das heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass sie keine Pflanzen fressen dürfen, das wohl beste Beispiel ist das allseits beliebte Katzengras.

Allerdings gibt es zahlreiche Pflanzen, die für dich und mich vollkommen harmlos sind und sich super als Zimmerpflanzen eignen. Erstaunlich viele davon sind jedoch für Katzen giftig und sollten sich nicht in einem Katzenhaushalt befinden, denn Lord oder Lady Miez kann sich ja auch dafür entscheiden, es einfach mal zu probieren und reinzubeißen.

An dieser Stelle möchten wir nicht genauer auf giftige Pflanzen eingehen. Ausführliche Informationen und Auflistungen von giftigen und ungiftigen Pflanzen findest du in unserem Ratgeber „Katzen und Pflanzen“.

Kakao / Schokolade

Dass Schokolade für Haustiere tabu sein sollte, weißt du wahrscheinlich schon. Selbst, wenn du deiner Katze keine Schokolade anbietest, kannst du dir nicht sicher sein, dass sie mal heimlich welche stibitzt. Wie in unserem Artikel über Katzen und Weihnachten beschrieben, solltest du deine Schokolade sicher aufbewahren.

Besonders in der Weihnachtszeit steht bei vielen Menschen eine Schale mit Leckereien auf dem Wohnzimmertisch. Deine Katze kann in der Nacht eine kleine Schokokugel klauen, weil sie in ihr nur ein Spielzeug sieht. Beim Spielen ist es gut möglich, dass sie einfach mal reinbeißt.

Das Problem ist das in Schokolade und Kakao enthaltene Theobromin, welches für Katzen sehr giftig ist. Ihr kann davon nicht einfach nur schlecht werden oder zum Erbrechen führen. Das Gift greift im Grunde den gesamten Organismus an und kann sogar zum Tod führen.

Ganz besonders solltest du darauf achten, wenn du Kinder und Katzen hast. Kleine Kinder verstehen oft noch nicht, warum die Katze etwas nicht fressen darf. Schokolade ist super lecker und die Katze ist lieb. Da kann ein Kind schon mal auf die Idee kommen, die Leckerei mit der Katze teilen zu wollen. Daher ist es wichtig, dass du deinem Kind deutlich klar machst, dass das nicht erlaubt ist und, dass das, was dem Kind so gut schmeckt, die geliebte Katze sehr krank machen kann.

Schweinefleisch

Eigentlich dürfen Katzen alle Sorten Fleisch fressen, welche in Katzenfutter enthalten sein können. Ente, Wild, Hühner- oder Rindfleisch sind unproblematisch. Katzenfutter mit Schweinefleisch gibt es nicht. Warum ist das so?

Rohes Schweinefleisch kann mit dem Aujeszky-Virus befallen sein. Das Virus kann deine Katze sehr, sehr krank machen und beispielsweise eine Rückenmarks- oder Gehirnentzündung verursachen. Dass das deiner Katze nicht unbedingt gut tut, liegt denke ich auf der Hand.

Durchgegartes Schweinefleisch ist theoretisch in Ordnung. Du müsstest aber sicher sein, dass du garantiert alle Viren zu Tode gekocht hast. Das Risiko solltest du nicht eingehen und daher lieber komplett bei der Fütterung deiner Katze auf Schweinefleisch verzichten.

Übrigens: Das gilt auch für Wildschwein. Zwar dürfen Katzen Wild fressen, Wildschwein ist allerdings eine Ausnahme, weil auch dieses Fleisch von dem Virus befallen sein kann.

Genussgetränke mit und ohne Alkohol

Katzen trinken Wasser. Punkt. Wasser bietet deiner Katze alles, was sie an Flüssigkeit braucht. Dass es keine gute Idee ist, deiner Katze ein alkoholhaltiges Getränk anzubieten, sollte eigentlich klar sein. Wenn du genauer wissen möchtest, warum das so ist, legen wir dir unseren Ratgeber „Katzen und Alkohol“ ans Herz.

Aber was ist mit anderen Getränken? Limo, Cola, Tee oder Kaffee zum Beispiel. Zuckerhaltige Getränke sollte deine Katze nicht trinken. Zucker hat für deine Katze keinen Nutzen, sondern richtet eher noch Schäden an, vor allem an den Zähnen. Koffein hat in deiner Katze ebenfalls nichts zu suchen. Kohlensäure ist auch nicht unbedingt gut für deine Mieze.

Natürlich darf deine Katze sprudelndes Wasser trinken, allerdings nur aus einer natürlichen Quelle oder aus einem Trinkbrunnen. Kohlensäure zu verarbeiten ist im Verdauungs- und Stoffwechselsystem deiner Katze nicht vorgesehen, die Wahrscheinlichkeit, dass ihr davon schlecht wird, sie Durchfall bekommt oder sich übergibt, ist recht hoch.

Kaffee ist ebenfalls verboten, selbst, wenn er entkoffeiniert und abgekühlt ist. Kaffee kann das gefährliche Theobromin enthalten, ein Gift, welches auch in Schokolade zu finden ist. Selbst kleine Mengen können für deine Katze sehr gefährlich werden.

Bei Tee kommt es ganz auf die Sorte an. Koffeinhaltige Tees scheiden sowieso schon mal aus. Frucht, Kräuter- und Gewürztees sind auch nicht besonders gut, da sie oft aus Pflanzen gewonnen werden, die deine Katze nicht fressen sollte. Es gibt allerdings ein paar Ausnahmen. Nicht zu stark aufgebrühten Kamillentee darf deine Katze trinken. Dieser wird auch gerne bei gereiztem Magen verabreicht, weil er den Heilungsprozess fördert.

Deine Katze nur noch Kamillentee zu geben ist jedoch zu viel des Guten. Du solltest einfach bei frischem Leitungswasser bleiben. Achte nur mal auf lokale Nachrichten. Es ist zwar selten, aber es kommt vor, dass dem Leitungswasser zeitweise zum Beispiel etwas Chlor beigemischt wird, weil irgendetwas ins Leitungswasser geraten ist, was dort nicht sein sollte.

Aber das wird normalerweise rechtzeitig angekündigt. Sollte es mal zu so etwas kommen, gibst du deiner Katze am besten stilles Mineralwasser aus der Flasche.

Übrigens: Es gibt Wasserzusätze, welche Zahnkrankheiten wie Zahnfleischentzündung oder Zahnsteinbildung vorbeugen. Es ist sicherlich nicht verkehrt, hin und wieder so einen Zusatz ins Wasser zu geben.

Essensreste

Wie sagte Ralph Wiggum von den Simpsons mal ganz stolz und unangebracht: „Der Atem meiner Katze riecht nach Katzenfutter!“. Das sollte er auch, denn viel anderes als Katzenfutter sollte deine Katze nicht essen, es ist schließlich genau auf den Nährstoffbedarf von Katzen ausgerichtet.

Überleg einfach mal, was du unter der Woche alles so isst und was darin ist. Obst und Gemüse kannst du dabei eigentlich weg lassen, da deine Katze ja Fleischfresserin ist und so etwas sowieso nicht essen sollte. Deine Nudeln isst du ja sicher mit einer Sauce, Fleisch ist meist mariniert oder zumindest mit Salz und Pfeffer gewürzt. Das ist alles nichts für deine Katze.

Brot ist auch nichts für Katzen und Salami ist gewürzt und selbst, wenn sie aus Rind ist, ist sie meist zu fetthaltig. Was bleibt da noch übrig? Nicht viel, denken wir.

Bei Hunden ist es nicht ganz so schlimm, wenn sie mal etwas vom Essen abbekommen, so als einen kleinen Snack. Katzen sind da empfindlicher. Du solltest darauf achten, dass deine Gäste, wenn sie keine Erfahrung mit Katzen haben, nicht mal „versehentlich“ etwas fallen lassen, weil die Katze so hungrig guckt.

Besonders bei kleineren Kindern solltest du wachsam sein. Sie verstehen oft noch nicht, dass Katzen nur Katzenfutter futtern dürfen. Wenn das Essen lecker ist, soll sie auch etwas davon bekommen, schließlich lehren die meisten Eltern ihren Kindern, etwas mit anderen zu teilen. Ob Mensch oder Katze macht für Kinder häufig keinen Unterschied.

Also: Teller solltest du nach dem Essen direkt wieder wegräumen und entweder wäschst du sie schnell ab (oder entsorgst zumindest die Reste) oder du schließt die Küchentür, damit deine Katze nicht an die Teller rankommt.

Milch und Milchprodukte

Katzen trinken Milch, das weiß doch jeder. Auf dem Bauernhof trinken sie ja auch ständig Milch.

Dieser Mythos hält sich wacker. Das Gilt auch für das direkte Gegenteil, welches da lautet, dass Katzen keinesfalls Milch trinken dürfen.

Wie in den meisten Fällen liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Gleich zu Beginn sei festgehalten, dass Milch, Quark oder Butter nicht giftig sind. Deine Katze stirbt nicht, nur weil sie mal Milch trinkt. Das Problem ist Folgendes:

Katzen haben ein Problem damit, die in Milch enthaltene Laktose richtig zu verstoffwechseln. Erwachsene Katzen produzieren keine Laktase, ein Stoff, der dafür sorgt, dass die Laktose aufgespalten wird, sodass sie sauber abgebaut werden kann.

Geschieht das nicht, vergärt die Laktose im Dickdarm, was nicht gut für die Darmflora ist. Deine Katze dürfte Verdauungsschwierigkeiten bekommen, die sich gerne in Form von Erbrechen oder Durchfall äußern.

Bei kleinen Katzen ist Milch kein Problem, denn Kitten sind in der Lage, Laktase zu bilden und die Laktose richtig zu verstoffwechseln.

Wie so oft, macht auch hier die Dosis das Gift. Gerade im Fellwechsel wird oftmals empfohlen, der Katze ein wenig Butter zu geben. Im Darmsystem wirkt die Butter wie Schmierfett und sorgt dafür, dass alles ein wenig leichter durchrutscht, wodurch es seltener zur Bildung von Haarballen kommt, welche deine Katze hochwürgen muss. Das fällt ihr bei einem ebenfalls „geschmiertem“ Hals dazu auch noch leichter als ohne.

Katzen dürfen auch Käse fressen, jedoch nur in Maßen. Unser Jack ist ganz verrückt danach. Die Tür von unserem alten Kühlschrank ging sehr leicht auf. Einmal haben wir ihn erwischt, wie er nachts in der Küche vor dem offenen Kühlschrank saß und uns ganz ertappt abschaute. Er hat es geschafft, die Tür zu öffnen, hat sich ein Stück Käse geschnappt und sich darüber hergemacht. Glücklicherweise hatte er noch nicht viel davon gefressen. Am nächsten Tag haben wir dann die Tür mit einem kleinen Schloss für Gartentüren abgeriegelt.

Passiert ist ihm nichts, auch nicht, als er einen Blitzangriff auf das Käsebrötchen meiner Frau gestartet hat und mit einer Scheibe Käse entkommen ist.

Milchprodukte können eine willkommene Abwechslung sein, welche du als seltenes Leckerchen reichen kannst. Besser ist es jedoch, du gehst kein Risiko ein und lässt es gleich ganz sein, dann kann auch nichts passieren.

Medikamente

Wenn du unseren Artikel über die Hausapotheke für Katzen liest, wirst du darin keine Medikamente für Menschen finden. Medikamente für Menschen sind eben für diese, nicht für Katzen. In der Tiermedizin gibt es zahlreiche Medikamente, die auf denselben Wirkstoffen basieren. Depressionen bei Katzen können mit einem Mittel behandelt werden, welche Fluoxetin enthalten, genau wie es bei vielen Antidepressiva für Menschen der Fall ist.

Allerdings unterscheiden sich die Trägerstoffe und vor allem die Dosis. Umgerechnet auf Gramm Wirkstoff pro Kilo Körpergewicht ist die Dosis, welche deine Katze mit einer Tablette zu sich nimmt, viel zu groß, was richtig gefährlich sein kann.

Auch leichte Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen sind Tabu. Es soll sogar Menschen geben, die ihrer Katze eine Schlaftablette unters Essen mischen, damit sie nachts nicht nervt. Das ist lebensgefährlich für die Katze.

Also: Wenn du den Verdacht hast, deine Katze wäre Krank oder hätte Schmerzen, dann geh mit ihr zum Tierarzt. Dort wird sie untersucht und wenn eine medikamentöse Behandlung notwendig ist, gibt er dir Medikamente mit, die ausschließlich für Katzen entwickelt wurden.

Hundefutter

Warum gibt es spezielles Futter für Katzen und Hunde? Beides sind Haustiere und ein Dackel wird zum Beispiel auch kam größer als eine Katze. Außerdem sieht das Essen auch noch gleich aus, da kaufe ich doch eine Großpackung einer Sorte und füttere beide Tiere damit, das ist einfacher, als immer auf die unterschiedlichen Sorten zu achten.

Grundlegend ein naheliegender Gedanke. Natürlich ist es praktischer, wenn man nur eine Art Futter lagern muss, anstatt zwei verschiedene, bei denen auch darauf geachtet werden muss, wer was bekommt.

In der Realität ist das aber eine nicht besonders schlaue Idee. Das Problem liegt bei der Nährstoffkombination. Hunde brauchen zum Beispiel deutlich weniger Proteine als Katzen. Nimmt dein Hund über einen längeren Zeitraum zu viele Proteine zu sich, wird er mit Sicherheit übergewichtig.

Bekommt deine Katze weniger Proteine als sie benötigt, kommt es zu Mangelerscheinungen, was sicherlich auch nicht gut ist.

Erneut kommt es hier auf die Masse an. Es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen, wenn du einen deiner Lieblinge über dem Napf des anderen vorfindest. Allein schon aus Neugier ist es nicht ungewöhnlich, wenn mal die Reste aus dem anderen Napf probiert werden.

Du solltest nur darauf achten, dass es nicht zur Gewohnheit wird und die Tiere per se die Näpfe tauschen. Ansonsten ist es wie beim Menschen. Es ist vollkommen in Ordnung, mal ernährungstechnisch zu sündigen. Schädlich ist es erst, wenn es zur Gewohnheit wird.

Rohe Kartoffeln

Hast du schon mal rohe Kartoffeln gegessen? Wir schätzen Mal, dass das eher nicht der Fall ist. Das wäre dir vermutlich auch nicht gut bekommen, denn die beliebte Knolle enthält einen Giftstoff, welcher Solanin heißt. Zwar ist er besonders in den Blättern der Kartoffelpflanze zu finden, weswegen wir sie nicht essen, aber er kommt auch in der eigentlichen Kartoffel vor.

Solanin ist nicht nur für Menschen giftig, sondern auch für viele Tiere, wie zum Beispiel die Katze. Wenn du das nächste Mal Kartoffeln schälst, solltest du die Schalen am besten sofort wegwerfen, damit deine Katze sie nicht für Bändchen hält, mit ihnen spielt und testweise reinbeißt. Selbst kleine Mengen können sehr schädlich sein.

Das Kochen entzieht der Kartoffel da Solanin, weswegen die gekochte Kartoffel nicht mehr giftig ist. Das Solanin wird durch den Kochprozess jedoch nicht zerstört. Vielmehr wandert das Solanin von der Kartoffel ins Kochwasser. Daher solltest du das Wasser gleich wegkippen, nachdem du die Kartoffeln aus dem Topf geholt hast. Dieses Wasser sollte deine Katze auch im abgekühlten Zustand besser nicht trinken.

Zwiebeln und andere Lauchgewächse

Zwiebeln gehören nicht auf den Speiseplan deiner Katze, da sie für Katzen sehr giftig sind. Sie enthalten sehr viele Schwefelverbindungen, welche die roten Blutkörperchen deines Lieblings zerstören. Das führt dann zu einer Blutarmut. Zudem steigen Puls und Blutdruck. Diese Kombination kann dafür sorgen, dass deine Samtpfote infolge der Vergiftung stirbt.

Glücklicherweise verlassen sich Katzen auf ihren Geruchssinn. Für dich mag eine frisch geschnittene Zwiebel möglicherweise unangenehm riechen. Deiner Katze stinkt sie regelrecht zum Himmel. Der Geruch ist so intensiv, dass sie vermutlich gleich das Weite sucht. Das ist auch der Grund, warum man im Internet häufig Empfehlungen liest, etwas mit Zwiebeln einzureiben, wenn die Katze dort nicht dran darf.

Zwiebeln und auch andere Lauchgewächse wie Knoblauch oder Schnittlauch, sind noch tückischer als die bereits erwähnten Kartoffeln. Das Problem ist nämlich, dass sie für Katzen immer giftig bleiben, egal in welcher Form sie daherkommen. Ob frisch, gegrillt, als Pulver oder getrocknet, ist der Zwiebel egal. Sie bleibt giftig.

Auf den Gedanken, deiner Katze Zwiebeln zu füttern, wärst du vielleicht gar nicht gekommen. Aber angenommen, du machst dir eine leckere Pizza, auf der auch Zwiebeln drauf sind. Du schaffst nicht alles, sodass ein paar Stücke über bleiben.

Auf der Pizza sind die Zwiebeln schwer zu erriechen, da sich einfach zu viele Gerüche vermischen, darunter auch der des bei Katzen so beliebten Käses. Schneller als du gucken kannst, kann es passieren, dass deine Katze zur Pizza stürmt und kräftig reinbeißt. Schon hat sie etwas mit Zwiebeln erwischt.

Höchstwahrscheinlich wird das winzige Stücken nicht zu einer Vergiftung führen. Anders sieht es aber aus, wenn du die Pizza beispielsweise über Nacht stehen lässt. Wenn sich deine Katze dann richtig darüber her macht, kann das richtig übel enden.

Avocado

Die Avocado ist allseits beliebt, wir kennen keinen Menschen, dem Avocados nicht schmecken. Zudem ist sie reich an Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren, weswegen sie von Hipstern als sogenanntes „Superfood“ gefeiert wird. Eine Avocado ist lecker, macht satt und ist sehr gesund, besser geht es eigentlich kaum.

Das sieht deine Katze jedoch leider anders. Avocados enthalten ein für Katzen sehr gefährliches Gift, nämlich Persin. Für dich ist Persin vollkommen harmlos, für deine Katze ist es sehr gefährlich und kann sogar zum Tod deiner Fellnase führen.

Problematisch ist, dass eine Persin-Vergiftung nur sehr schwer zu behandeln ist. Wenn deine Katze ein Stückchen Avocado gefuttert hat, solltest du daher umgehend zum Tierarzt und keinesfalls warten, bis Vergiftungserscheinungen auftreten.

Deine Katze wird wahrscheinlich nur noch schwer atmen können, wohingegen ihr Herz anfängt zu rasen. Das führt zu einer Herzmuskelschwäche, das Herz bekommt quasi Muskelkater und ist irgendwann so erschöpft, dass es den Betrieb einstellt.

Steinobst

Nach wie vor sind Katzen Fleischfresser. Natürlich sterben sie nicht gleich, wenn sie mal etwas Anderes fressen. In der Natur fressen sie ja auch Mäuse samt Mageninhalt, und die kleinen Nager sind jetzt nicht als Raubtiere bekannt.

Steinobst ist jedoch eine ganz besondere Kategorie. Pfirsiche, Nektarinen, Pflaumen und anderes Steinobst enthalten diverse Giftstoffe, welche sich in deiner Katze in giftige Blausäure umwandeln können. Blausäure sollte sich wohl definitiv nicht im Körper deiner Katze befinden.

Selbiges gilt zum Beispiel für Weintrauben. Eine solche Vergiftung kann leicht zu Nierenschäden führen. Falls du gerne Weintrauben isst und häufiger eine Schüssel voller Trauben auf dem Tisch stehen hast, solltest du sie nachts in den Schrank stellen, damit sich deine Katze nicht heimlich so ein Bällchen klauen und damit spielen kann.

Hülsenfrüchte und Kohl

Du hast bestimmt schon deine Erfahrungen mit Hülsenfrüchten oder Kohl gemacht. Wie sagt man so schön: Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen. Bei manchen Menschen führt der Verzehr nur zu einem kleinen Pups, bei anderen zu gewaltigen Blähungen.

Das ist bei deiner Katze nicht anders. Es ist zwar irgendwie niedlich, wenn die Katze mal einen kleinen Furz freilässt, den Gestank mal außen vor gelassen, aber forcieren solltest du es nicht, das irritiert deine Katze nur und tut ihr weh. Zudem bleibt es oft nicht beim Pups, sondern es kommen noch Dinge wie Durchfall, Erbrechen oder Bauchkrämpfe hinzu.

Hülsenfrüchte sind zudem giftig und sollten daher generell gemieden werden.

Leber

Eigentlich ist die Leber ein sehr gesundes Lebensmittel. Es ist zwar recht speziell, ich fände den Gedanken daran, eine Leber zu verspeisen, irgendwie ekelhaft, aber es gibt genügend Leute, für die sie eine wahre Delikatesse ist.

Warum ist eine Leber so gesund? Unter anderem, weil sie Vitamin-A enthält. Für deine Katze ist der Vitamin-A-Gehalt allerdings viel zu hoch und mehr ist nicht immer besser. Lagert sich zu viel Vitamin-A ab, wird das Gewebe der Nieren und ironischerweise auch der Leber geschädigt.

Eine zu starke Dosis oder der regelmäßige Verzehr von Leber kann am Ende sogar tödlich sein, also gib deiner Katze bitte keine Leber zu fressen.

Was kann ich tun, damit meine Katze solche Lebensmittel nicht frisst?

Die wohl wichtigste Maßnahme wurde in diesem Artikel bereits mehrfach erwähnt. Wenn du keine Essensreste herumliegen lässt, kann deine Katze sie auch nicht fressen. Im Idealfall wirfst du die Reste gleich weg und spülst den Teller ab bzw. stellst ihn in die Spülmaschine. Möchtest du die Reste später noch aufessen, räum den Teller einfach in den Ofen oder den Kühlschrank.

Einen besseren Weg zur Vorbeugung gibt es im Grunde nicht. Natürlich kannst du auch alle genannten Lebensmittel aus deinem Haushalt verbannen, aber was bleibt dann noch übrig? Du kannst dich ja noch nicht einmal von Wasser und Brot ernähren, da Brot aufgrund seines hohen Getreideanteils auch nicht gut für deine Katze ist.

Denk einfach daran, dass Katzen nun mal Katzenfutter fressen sollten. Du kannst ihr sicher eine Freude machen, wenn du mal ein ganz besonderes Nassfutter kaufst. Möchtest du ihr ansonsten mal etwas Ungewöhnliches geben, informier dich bitte vorher, ob Katzen das fressen dürfen oder nicht, denn bekanntermaßen hat „gut gemeint“ ja auch ein Gegenteil.

Hilfe, meine Katze hat etwas Giftiges gefressen, was nun?

Zunächst einmal solltest du Ruhe bewahren. Stress und Hektik sind für euch beide nicht gut. Deine Katze bekommt deinen Stress mit, was sie nicht gerade beruhigt. Für dich ist das auch nicht gut, denn in der Hektik sinkt die Konzentrationsfähigkeit, welche du in diesem Moment dringend brauchst.

Rufe bitte direkt bei deinem Tierarzt an, wenn du gesehen hast, dass deine Katze etwas Illegales gefressen hat oder mögliche Vergiftungserscheinungen zeigt. Der Tierarzt wird dir sicher sagen können, ob du mit deiner Katze sofort vorbei kommen, oder sie noch etwas beobachten solltest, weil sich die Sache wahrscheinlich bald selbst erledigt haben dürfte.

Wenn du zu ihm fährst, kannst du auch Proben des Essens, angebissene Lebensmittel und ggf. etwas Kotze von deiner Katze mitnehmen. Je mehr Informationen der Arzt bekommt, desto besser kann er deinem Stubentiger helfen.

Das solltest du vor allem dann tun, wenn du nicht gesehen hast, was deine Katze gefressen hat. Pack einfach ein, was du unter Verdacht hast, gerne auch samt Verpackung. Wie üblich gilt die Devise, je schneller, desto besser. Beobachtest du Vergiftungserscheinungen, solltest du dich unbedingt schnell auf den Weg zum Tierarzt begeben.

Auch wenn nicht alle Vergiftungen tödlich enden müssen, ist es wichtig, sie möglichst in einer frühen Phase zu behandeln, um deiner Katze unnötiges Leid zu ersparen.

Diese Symptome können auf eine Vergiftung deiner Katze hinweisen:

  • Abgeschlagenheit
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Herzrasen
  • Hoher Blutdruck
  • Krämpfe
  • Orientierungslosigkeit
  • Schüttelfrost

Und noch ein letzter Tipp: Versuche nicht, deine Katze selbst zum Erbrechen zu bringen. Dabei tust du ihr vermutlich nur weh. Und der gute alte Finger-in-den-Mund-Trick dürfte mit einem gefährlichen Katzenbiss enden, mit welchem du direkt zur nächsten Notaufnahme gehen solltest.