Fellfarbe & Charakter der Katze

Tigerkater Jack
Getigertes Fell hat schmale Streifen und ist an Beinen und Schwanz geringelt

Katzen gibt es mit unterschiedlichen Fellfarben und Fellzeichnungen. Hier erklären wir dir, was es für Farben gibt und wie sie zustande kommen. Außerdem gehen wir der Frage nach, ob man vom Aussehen einer Katze auf ihren Charakter schließen kann. Wir zeigen dir, welche Charaktereigenschaften mit welchen Farben verbunden sind.

Allgemeines über die Fellfarben von Katzen

Katzen gibt es in verschiedenen Farben. Aber wenn du dir Katzen so anschaust, siehst du sicher, dass es einige Farben nicht gibt, oder bist du schon einmal einer grünen oder knallpinken Katze über den Weg gelaufen?

Sicher nicht, denn einige Farben lassen sich mit den vorhandenen Farbpigmenten nicht zusammenmischen. Melanin-Pigmente produziert eine Katze nur in rot und schwarz. Bei weißem Fell fehlen die Pigmente, es ist sozusagen die Grundfarbe aller Katzen, von der Rasse Bombay, welche laut Rassestandard vollständig schwarz zu sein hat.

Die Vielzahl von Farbtönen und Mustern kommen durch Mischungen der Grundfarben zustande. Eine graue Katze ist demnach eigentlich schwarz. Die Farbpigmente sind nur so verdünnt bzw. verteilt, dass wir das Fell als grau ansehen.

Einen größeren Exkurs in die Genetik und die Vererbung von Chromosomen für Farbpigmente möchten wir dir an dieser Stelle ersparen. Tatsache ist aber, dass es irgendwann vermutlich nur noch schwarze Katzen geben wird. Die Veranlagung zu schwarzem Fell wird dominant vererbt, was eben dazu führt, dass das „rote Gen“ verdrängt wird und ausstirbt. Bis es soweit ist, ziehen aber noch sehr, sehr viele Jahre durch das Land. Egal wie alt oder jung du bist, miterleben wirst du den Tod der letzten nicht-schwarzen Katze sicher nicht, genau wie deine Kinder und deren Nachkommen.

Und übrigens: Deine Katze ist nicht nur für dich einzigartig. In der Tat ist das Fell einer Katze wie eine Art Fingerabdruck. Es wurden noch keine zwei Katzen gefunden, die optisch absolut identisch waren.

Die verschiedenen Fellzeichnungen (Tabby)

Bei Katzen unterscheidet man zwischen einfarbigen Katzen mit und ohne Weißanteil und Katzen mit Fellzeichnung, dem sogenannten Tabby. Im Grunde haben alle Katzen ein Tabby, welche nicht rein einfarbig sind oder eben einfarbig mit weißen Stellen im Fell.

Klassisch ist die „M“-Zeichnung von Tabbys. Von zwischen den Augen aus etwas weiter in Richtung Stirn befindet sich ein Muster, das wie der namengebende Buchstabe aussieht. Dort siehst du die Grundfarbe des Fells deiner Katze. Die Zeichnung ist mal mehr und mal weniger prägnant. Manchmal ist es auch gar nicht zu sehen, weil das Fell rundherum dieselbe Farbe hat. Grundlegend gibt es vier verschiedene Fellzeichnungen.

Getigert werden Felle genannt, wenn sie dem eines Tigers ähneln. Üblicherweise haben sie einen durchgehenden Streifen, welcher die ganze Wirbelsäule entlang verläuft. Davon gehen über den Körper mehrere gleichfarbige Streifen ab. Diese zeigen direkt nach unten und sind relativ schmal. An Schwanz und Beinen sieht diese Fellzeichnung geringelt aus.

Gestromte Katzen ähneln grundlegend ihren getigerten Artgenossen. Jedoch sind die Streifen meist etwas dicker und zeigen nicht direkt nach unten. Wo die Streifen entlang laufen ist nicht sonderlich wichtig, sie können auch spiralförmig sein. Wichtig ist nur, dass die Streifen enden und nicht unterbrochen sind. Manchmal bilden die Streifen auch Flecken.

Getickt wird Katzenfell genannt, welches einfarbig wirkt, es aber eigentlich nicht ist. Die einzelnen Haare sind mehrfach hell und dunkel geringelt. Dadurch entsteht optisch auf den ersten Blick eine Einfarbigkeit, denn ein richtiges Muster ist nicht zu erkennen. Für gewöhnlich haben alle Haarspitzen auch flächendeckend dieselbe Farbe, sodass eben der Eindruck entsteht, das Fell sei einfarbig.

Getupft sind Katzen, deren Fell, wie der Name schon sagt, Tupfen aufweist. Sie ähneln den getigerten und gestromten Katzen, jedoch erscheint die Zeichnung recht willkürlich. Meist bilden sich keine richtigen Streifen, sondern Flecken oder Ringe im Fell. Getupfte Katzen wirken von der Fellzeichnung her in etwa wie kleine Jaguare.

Warum verändert sich die Fellfarbe meiner Katze?

Das ist eine gar nicht so selten gestellte Frage. Wenn sich die Fellfarbe deiner Katze ändert, möchtest du bestimmt wissen, warum das passiert und ob das normal ist.

Im Grunde ist es wie bei uns Menschen. Es gibt diverse Gründe, dass das Fell die Farbe wechselt. Bei manchen Rassen liegt es an der Temperatur. Vor allem orientalische Rassen neigen dazu, ihre Fellfarbe der Umgebungstemperatur anzupassen. Oftmals ist das Fell am Körper deutlich heller als zum Beispiel am Schwanz oder an den Pfoten.

Die Temperatur beeinflusst die Melaninbildung. Der Körper ist der wärmste Bereich der Katze. Dort werden weniger Farbpigmente produziert als an den kühleren Bereichen. Manchmal ist es auch so, dass die Katze ihre Farbe je nach Umgebungstemperatur wechselt. Du brauchst jetzt aber nicht im Winter in einer kalten Wohnung hocken, um zu beobachten, ob das helle Fell deiner Katze dunkler wird oder nicht.

Aber gerade bei Freigängern ist es gut möglich, dass das Fell im Winter dunkler wird als im Sommer. Bei einigen Katzen unterscheiden sich die Farben vom Sommer- und Winterfell. Ein Farbwechsel geschieht nicht von jetzt auf gleich. Er kommt eher mit der Zeit und ist auch abhängig von der Wachstumsgeschwindigkeit der Fellhaare.

Zudem hat die Sonne häufig Einfluss auf die Fellfarbe, was vor allem bei sehr dunklen Katzen zu beobachten ist. Das Fell bleicht bei ständiger starker Sonneneinstrahlung aus. Das ist wie bei uns Menschen. Ich zum Beispiel habe dunkelbraune Haare, welche im Sommer gerne mal ein klein wenig heller werden. Als Kind hatte ich im Sommer sogar blondes Haar, weil ich viel draußen gespielt habe.

Auch das Alter spielt eine Rolle. Menschliches Haar wird im Alter in der Regel grau. Der Körper produziert weniger Melanin. Das ist bei deiner Katze nicht anders. Katzen grauen aber selten komplett aus, aber die eine oder andere Silbersträhne ist absolut nicht ungewöhnlich bei Katzensenioren.

Farbwechsel hat nicht immer harmlose Ursachen

In den meisten Fällen ist eine Veränderung der Fellfarbe harmlos, wie zuvor dargelegt wurde. Es ist durchaus sinnvoll, mit deiner Katze zum Tierarzt zu gehen, um mögliche Erkrankungen auszuschließen.

Eine mögliche Ursache ist eine falsche Ernährung. Um Melanin produzieren zu können, braucht deine Katze ausreichend Proteine, welche Tyrosin enthalten. Bekommt sie davon zu wenig, wird weniger Melanin produziert und deine Katze „bleicht aus“.

Es ist ebenfalls möglich, dass die Nahrung nicht ausgewogen ist, was zu Mangelernährung führen kann. Genauso gut kann sie zu viel von einem bestimmten Nährstoff enthalten. Was du ihr zu viel oder zu wenig fütterst, kann dir nur dein Tierarzt sagen.

Im Internet findest du zahlreiche Empfehlungen für Nahrungsergänzungsmittel, die allesamt super gesund für deine Katze sein sollen. Es spricht nichts dagegen, solche Mittel zu kaufen. Es müsste eben nur das Richtige sein. Gibst du deiner Katze das Falsche, kann das die Sache vielleicht noch verschlimmern, weil du sie überversorgst.

Deswegen empfehlen wir dir hier keine „Wundermittel“. Du solltest den Tierarzt fragen, was genau an dem Futter nicht stimmt und welches Nahrungsergänzungsmittel deiner Katze wirklich weiterhilft.

Möglicherweise gibt es ja auch eine schwerwiegendere Ursache. Es gibt einige Katzenkrankheiten, die wichtige Organe wie die Nieren befallen und den Stoffwechsel negativ verändern. Möglich ist aber auch ein Parasitenbefall, eine Allergie oder eine Hauterkrankung. All sowas sollte dein Tierarzt mal checken.

Eine Standarduntersuchung mit Blutanalyse kostet nicht die Welt und sollte sowieso jährlich durchgeführt werden. Wenn nichts gefunden wird, hast du das Geld dafür ja trotzdem nicht zum Fenster rausgeschmissen, sondern die beruhigende Gewissheit erhalten, dass mit deiner Katze alles in Ordnung ist.

Die Fellzeichnung meiner Katze ändert sich

Das kommt sicher nicht bei besonders vielen Katzen vor, aber es ist genau wie mit dem Farbwechsel. Wenn du einen getigerten Kater hast, der sich zu einem gestromerten oder getupftem Krieger entwickelt, kann das ganz einfach an einer Farbänderung seines Felles liegen.

Die Farbpigmente werden anders verteilt, dadurch ist es natürlich möglich, dass sich auch die Zeichnung ändert. Verfahre in diesem Fall bitte genau wie bei einer „einfachen“ Farbveränderung und lasse deinen Schützling mal von einem Tierarzt durchchecken, um Krankheiten als Ursache für die Veränderung auszuschließen.

Von der Fellfarbe auf den Charakter schließen?

Farben haben für uns eine große Bedeutung. So wirkt sich zum Beispiel die Farbe der Kleidung bei der ersten Begegnung darauf aus, wie wir diesen Menschen einschätzen. Die Farbe eines Autos gibt uns Hinweise auf das Wesen des Fahrers und die Farben in seinen Wohnräumen ebenfalls. Der erste Eindruck ist nicht immer richtig, geht aber meistens schon in die richtige Richtung.

Und wie ist es bei Katzen? Auch hier spricht man oft von einem Zusammenhang der Fellfarbe und des Charakters des Tieres. Dabei ist es genauso wie beim Menschen. Man kann sich komplett irren, da jede Katze nun mal ihren eigenen Kopf hat. Es kommt aber erstaunlich häufig vor, dass Katzen mit bestimmten Fellfarben auch bestimmte Charakterzüge aufweisen. Ist das wirklich so?

Die Universität von Kalifornien hat diesen „Mythos“ wissenschaftlich untersucht und eine entsprechende Studie erstellt. Aus dieser geht hervor, dass es tatsächlich einen Zusammenhang mit dem Charakter und der Fellfarbe gab. Sicherlich gab es auch Katzen, die sich anders verhielten, aber bei einem Großteil der Katzen traten bestimmte Charaktermerkmale je nach Farbe besonders häufig oder ausgeprägter auf.

Faszinierend daran ist, dass die zugesprochenen Eigenschaften genau auf unsere drei Katzen zutreffen Die Ergebnisse der Studien passen exakt zu dem, was wir bei unseren Miezis selbst beobachten können. Mach dir doch einfach mal einen Spaß daraus und schau, ob deine Katze die Charaktereigenschaften mitbringt, welche ihrer Fellfarbe zugeordnet wurden.

Getigerte Katzen

Getigerte Katzen sind „besonders natürliche“ Katzen, denn in der Natur sind Wildkatzen meistens auch getigert. Meistens ist ihr Fell grau und weist schwarze Streifen auf. Allgemein gelten sie als neugierig und furchtlos. Sie sind sehr abenteuerlustig und bewegen sich gerne als Freigänger in der freien Natur.

Wie ihre Vorbilder sind sie gerne alleine unterwegs, das große soziale Umfeld brauchen sie nicht unbedingt.

Bei unserem Jack ist es tatsächlich so. Jack ist ein unglaublich neugieriger Kater, der alles wissen und ausprobieren muss. Zusätzlich ist er auch sehr intelligent. Wenn er etwas schafft oder beobachtet, aus dem er einen Nutzen ziehen kann, merkt er es sich ganz genau und wenn er etwas haben möchte, findet er auch Wege, es zu bekommen. Er ist auch die Einzige unserer Katzen, die Türen öffnen kann, sogar die Kühlschranktür.

An uns hat er absolut einen Narren gefressen. Fremden Menschen und vor allem anderen Katzen gegenüber, ist er eher zurückhaltend. Er ist also auch eher der Einzelgänger, wenn es um wen anders als uns geht.

Schildplatt / Glückskatzen

Als Schildplatt bezeichnet man ein Fell mit drei unterschiedlichen Farben. Es sind schwarz, rot und weiß, eben die Grundfarben des Katzenfells. Diese Farbkombination ist relativ selten, weshalb solche Katzen auch Glückskatzen genannt werden. Es ist eben ein Glück, eine dreifarbige Katze bekommen zu haben.

Für die Katze selbst hat es aber eher weniger etwas mit Glück zu tun. Der Großteil der Glückskatzen ist weiblich. Männliche Exemplare sind eher selten und die sind dann auch noch meistens unfruchtbar. Es ist auch nicht möglich, gezielt Katzen mir Schildplatt zu züchten. Selbst bei einem potenten Glückskater und einer entsprechenden Katze ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Nachkommen auch dreifarbig sind, ziemlich gering.

Was den Charakter anbelangt, sagt man Glückskatzen nach, dass sie besonders verspielt sind. Auch divenhaftes Verhalten inklusive leichter Reizbarkeit sind Eigenschaften, die bei diesen Katzen verstärkt ausgeprägt sind.

Unsere Ginny ist auch eine Glückskatze. Das ist sie in mehrfacher Hinsicht, nicht nur optisch. An einem zweiten Weihnachtstag ist ihr Halter verstorben. Sie war damals gerade mal ein halbes Jahr alt. Die Angehörigen konnten sie nicht behalten und haben sie an uns weitervermittelt. Und so wie wir das beurteilen können, geht es ihr bei uns spitzenmäßig.

Auch bei Ginny liegt die Studie richtig. Sie ist sehr verspielt, allerdings nur, wenn sie möchte. Oftmals ist sie zu faul dafür. Beim Kuscheln macht ihr niemand etwas vor. Das Zickige können wir ebenfalls bestätigen. Wir können sie eine Ewigkeit lang gefühlt ins Koma kraulen, aber wenn es genug ist, schlägt sie gerne mal ansatzlos zu. Sie ist zwar sehr geduldig, aber zwischen etwas geduldig mitmachen und aggressiv sein gibt es nicht besonders viel Spielraum.

Andere Katzen mag sie nicht besonders, sie spielt nicht mit den anderen Katzen und ist sehr auf den Menschen fixiert. Dabei begrüßt sie fremde Menschen auch intensiv. Selbst bei dem Heizungsinstallateur zur jährlichen Wartung vorbei kommt und seiner akustisch präsenten Tätigkeit nachgeht, streicht sie ihm um die Beine und muss mit Leib und Seele dabei sein.

Schwarz-Weiße Katzen

Schwarz-Weiße Katzen haben überwiegend schwarzes Fell mit weißen Flecken, beispielsweise am Bauch oder an den Pfötchen. Im Gegensatz zu ganz weißen Katzen haben die weißen Haare nichts mit einem Gendefekt oder ähnlichem zu tun.

Laut der Studie sind schwarz-weiße Katzen allgemein sehr aktiv und intelligent.  Zudem gelten sie als sehr gute Jäger und soziale Tiere. Sie suchen sich ihre Freunde sehr gut aus und wirken anfangs gerne mal etwas abweisend. Wenn eine schwarz-weiße Katze sich einen Menschen oder ein anderes Tier als Freund ausgesucht hat, kann sie sehr anhänglich sein.

Und damit kommen wir zu Cloé, unserer dritten Katze, die schwarz ist und einen weißen Bauch sowie vier weiße „Söckchen“ hat. Da wir sie als ganz junges Kitten bekommen haben, können wir nicht beurteilen, wie schnell sie Bindung zum Menschen aufbaut. Ein Kitten bindet sich schließlich meistens sofort an den Menschen, der in ihrem neuen Revier wohnt. Bei erwachsenen Katzen mag das anders sein. Jedenfalls hat sie uns sofort ins Herz geschlossen und ist Jacks Spielpartnerin geworden, nachdem er sie zwei Tage lang eigentlich nur angefaucht hat.

Schlau ist sie auch und erstaunlicherweise spielt sie auch gerne Jagen, was normalerweise eine Katerdomäne ist. Das macht sie auch als weibliche Katze gerne und ist beim Training immer voll bei der Sache.

Schwarze Katzen

Rein schwarze Katzen sind von einer ganz besonderen Aura umgeben. Wenn du ausführliche Informationen über schwarze Katzen haben möchtest, empfehlen wir dir unseren eigenständigen Artikel über schwarze Katzen.

Man sagt, dass schwarze Katzen sehr anhänglich sind, zumindest, was ihre Bezugsperson angeht. Fremden Menschen sollen sie eher misstrauisch begegnen. Nun können wir aus eigener Erfahrung heraus nicht viel darüber sagen.

Uns ist nur einmal eine schwarze Katze zugelaufen. Wir haben sie zusammengekauert unter dem Geländer von dem Treppenhaus neben unserer Wohnung gefunden. Als sie merkte, dass wir irgendetwas von ihr wollen, ist sie aufgestanden, schnurstracks in die Wohnung gelaufen, hat sich alle Räume angeschaut und es sich dann schnurrend auf unserem Bett gemütlich gemacht.

Wir durften sie auch streicheln und alles. Sie wurde erst misstrauisch, als wir eine Decke in einen Karton gelegt haben, um sie als „Fundsache“ der Polizei zu übergeben, damit ihre Halter sie sicher wiederbekommen. Das passt nicht ganz zur Studie, aber wie bereits erwähnt, hat nun mal jede Katze ihren eigenen Kopf, sodass es sich auch einfach um eine Ausnahme gehandelt haben kann.

Rote Katzen

Ähnlich wie die schwarze Katze ist auch die rote Katze von einer speziellen Aura umgeben. Sie haben etwas Magisches an sich und heben sich quasi wie eine eigene Rasse ab, was auf die schwarzen Katzen ebenfalls zutrifft.

Rote Katzen gelten als menschennah und verfressen. Das kann aber auch schlichtweg an der Comicfigur Garfield liegen. Garfield ist eben ein roter verfressener Kater, der gerne faul ist und natürlich bei einem Menschen lebt.

In gewisser Weise hat sich die Figur in den Köpfen der meisten Menschen eingebrannt, schließlich sind die Comic-Strips in so vielen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht worden wie die keiner anderen Comicfigur. Daher ist es nicht besonders erstaunlich, dass rote Katzen im Durchschnitt am schnellsten aus einem Tierheim adoptiert werden.

Interessanterweise gibt es keine Katzen, die nur rot sind. Ganz weiße und ganz schwarte Katzen gibt es, aber rotes Fell ist immer „Tabby“, also mit einem Muster versehen.

Während Glückskatzen überwiegend weiblich sind, handelt es sich bei roten Katzen zu etwa 80 Prozent um männliche Kater. So auch bei Buddy, welcher bei Nachbarn im Hinterhaus wohnt und gerne durch den Innenhof streift. Er hält sich tatsächlich meist in der Nähe seiner Menschen auf, wenn diese auch draußen sind. Gefüttert wird er in jedem Fall auch genug.

Rote Kater gelten als sehr durchsetzungsfähig, aber Buddy hat die Rechnung ohne die alte Wilma gemacht, die über den Innenhof herrscht. Was wir bestätigen können ist, dass rote Katzen wirklich laut miauen und schreien können. Das beweist er öfter mal. Diese Eigenschaft wird roten Katzen nämlich auch nachgesagt.

Weiße Katzen

Weiße Katzen sind meistens Schmusetiger. Ihnen wird nachgesagt, dass sie in der Regel sehr ausgeglichen und pflegeleicht sind. Sie haben ein sanftes Gemüt, sind aber sehr auf Aufmerksamkeit bedacht. Eine weiße Katze musst du im Normalfall länger und häufiger bespaßen oder beschmusen als eine andersfarbige Katze.

Zudem sind sie meistens sehr anhänglich. Das kann aber auch rein genetische Gründe haben, denn ein rein weißes Fell ist üblicherweise ein Zeichen für einen Gendefekt. Dass eine Katze so gar keine Farbpigmente hat, scheint in der freien Natur nicht eingeplant zu sein. Weiße Flecken im Fell, auch wenn sie sehr groß sind, sind harmlos. Bei weißen Katzen ist das leider nicht so.

Aufgrund des Defekts sind weiße Katzen oft von Geburt an taub. Die Farbpigmente haben eine gewisse Masse. Aber selbst, wenn diese Masse sehr gering ist, wird sie dringend gebraucht. Katzen hören mithilfe feiner Haare in ihren Ohren. Wenn diese rein weiß sind, sind sie meist zu weich, um die Töne in wahrnehmbare Impulse umzuwandeln. Ohne Farbpigmente sind diese Haare eben zu leicht und schwingen nicht mit dem Schall mit, die Katze hört dann nichts.

Und eine Katze, die sich nicht an Geräuschen orientieren kann, wird eben schlichtweg anhänglicher und muss sich vermehrt auf ihren Menschen verlassen. Taub zu sein beeinträchtigt das Leben der Katze deutlich mehr als zum Beispiel Blindheit. Der Gendefekt kann aber auch zu einem Sehfehler führen.

Weiße Katzen sollten nicht mit Albinos verwechselt werden. Denen fehlen die Pigmente komplett, bei der weißen Katze fehlen sie nur im Fell.

Braune Katzen

Die Aussage „Ganz ruhig, Brauner“ fällt in Haushalten mit braunen Katzen vermutlich recht häufig.  Die braune Farbe wird auch gerne mit Schokoladenbraun oder Chocolate genannt. Was ihre Haltung betrifft, sind sie manchmal etwas komplizierter als andersfarbige Schnurrer.

Das bedeutet nicht, dass sie häufiger krank werden oder spezielleres Futter brauchen. Sie gelten allerdings als sehr intelligent. Das ist zwar per se nicht schlimm, kann aber anstrengend werden, wenn sie zum Beispiel gelernt haben, wie man Türen oder Schubladen öffnet.

Zudem sind sie meist sehr verspielt und fordern auch gerne lauthals dazu auf. Braune Katzen sind häufig wahre Labertaschen.

Graue / Blaue Katzen

Graue Katzen gibt es eigentlich nicht. Graues Fell wird als blau bezeichnet Wir würden auch behaupten, dass unser Jack schwarz-grau getigert ist. Was in diesem Abschnitt steht, gilt demnach für graue und blaue Katzen.

Das Grau ist die natürlichste Farbe, denn Wildkatzen bzw. Ur-Katzen waren in der Regel grau. In Kombination mit einem Tigermuster sind sie für Feinde und Beute besonders schwer zu entdecken.

Man sagt, dass graue Katzen sehr gerne und ausgiebig spielen. Dabei gehen sie im Schnitt aggressiver vor als Katzen mit andersfarbigem Fell. Zudem gelten sie als Einzelgänger und sehr gute Jäger. Das sind Eigenschaften, wie unseren zuvor erwähnten Jack eindeutig zutreffen.