Mit der Katze spielen

Das ist interessant, aber nicht sein Lieblingsspiel.

Katzen bewahren sich ihren Spieltrieb bis ins hohe Alter. Beim Spielen trainieren sie ihre mentalen und körperlichen Fähigkeiten. Das beginnt schon im Kitten-Alter und endet im Grunde nie. Jede Katze hat ein individuelles Spielverhalten. Spiele, die eine Katze stundenlang spielen könnte, lassen eine andere Katze vielleicht absolut kalt. Hier erfährst du, was du über das Spielverhalten von Katzen wissen solltest und, wie du deine Katze immer gut beschäftigen kannst.

Katzen spielen ihr Leben lang

Der Spieltrieb der Katze ist unermüdlich. Prinzipiell spielen alle Tiere, vor allem in jungen Jahren. Wenn sie dann „erwachsen“ sind, lässt der Spieltrieb bei vielen Tieren nach. Nicht aber bei der Katze. Katzen spielen in etwa ab der vierten Lebenswoche. Vorher können sie es schlichtweg noch nicht, da versuchen sie höchstens, etwas umherzutapsen und die leckerste Zitze zu finden.

Sie spielen allein deswegen nicht, weil sie als Neugeborene nichts sehen. Es dauert bis zu zehn Tage, bis ein Kitten die Augen öffnet. Selbst danach sieht es zunächst sehr schlecht, erst im Alter von ca. zehn Wochen erreichen Kitten eine Sehkraft, die mit der von erwachsenen Katzen vergleichbar ist.

Am Anfang sind Katzenkinder noch sehr ungelenk unterwegs. Sie tapsen herum, klettern kreuz und quer über die Mama, beißen sich gegenseitig in den Schwanz und üben die ersten Droh- und Verteidigungshaltungen. Das ist die Phase, in der die Katzenmama mit dir relativ wenig zu tun haben möchte. Schließlich ist sie genug damit beschäftigt, das Toben der Kleinen stoisch zu ertragen.

Grob zwei Wochen später sind die Kitten quasi Katzen in Ausbildung. Sie können sich schon gut selbstständig bewegen und trainieren typisches Katzenverhalten, wie Angriff und Verteidigung, Anschleichen oder Springen. In dieser Phase kommt es nicht selten vor, dass die Katzenmama die Kleinen mal ordentlich maßregelt. Das mag schlimm aussehen, wenn sie den Kleinen einen heftigen Pfotenschlag verpasst. Aber keine Sorge, sie tut ihren Kindern nicht weh, Katzen sind ja bekanntermaßen robust. Sie zeigt ihnen nur, wann es zu viel des Guten ist.

Etwa eine Woche drauf fangen sie an, sich für Spielzeug zu interessieren. Besonders toll ist Spielzeug, das man jagen und drauf herumkauen kann. Einen richtigen Sinn für Spielzeug haben sie nicht, sie spielen einfach mit dem, was sie für geeignet halten und was ihre Sinne anspricht. Kann man es jagen? Dann ist es ein Spielzeug. Knistert es? Spielzeug. Riecht es stimulierend? Natürlich ist das ein Spielzeug.

Der Spieltrieb verschwindet niemals. Auch mit deinem Katzensenior solltest du regelmäßige Spieleinheiten durchführen. Klar, eine alte Katze hat nicht mehr die Energie wie eine heranwachsende. Aber Sport hält Körper und Geist fit. Ein Mensch, der sich körperlich und geistig fit hält lebt auch länger und gesünder als jemand, der so rein gar nichts tut.

Warum spielen Katzen so gerne?

Spielen ist für die Entwicklung deiner Katze sehr wichtig. Nur im Spiel lernt sie, was es heißt, eine Katze zu sein. Das ist doch genauso bei Menschenkindern. Die haben ja am Anfang auch keine Ahnung, wer oder was sie sind und wie man als Mensch eigentlich gescheit existiert. Noch vor der Ausbildung einer Persönlichkeit werden die körperlichen Fähigkeiten ausgekundschaftet und trainiert.

Der aufrechte Gang gelingt nur nach einem längeren Training. Wenn das klappt, fangen Kinder in der Regel auch an, sich im Kreis zu drehen, bis ihnen schwindlig ist und sie umfallen. Das sieht total dämlich aus, ist aber unheimlich wichtig für das Gleichgewicht. Würden sie den Sinn dafür nicht durch Spielen näher kennen lernen, würden sie vermutlich noch als Erwachsene ständig einfach umfallen.

Im Spiel lernt deine Katze genau so etwas. Sie lernt, wie man jagt, wie man angreift, wie man sich verteidigt, wie man möglichst schnell rennen oder besonders gezielt springen kann. Ihre Sinne und Fähigkeiten trainiert sie ihr Leben lang, da deine Katze immer in Alarmbereitschaft ist. Das liegt in ihrer Natur. Da ist es auch egal, ob sie ein reiner Stubentiger ist oder nicht.

Als Stubentiger hat sie es sogar noch etwas nötiger, da ihr im Gegensatz zu einer Freigängerin, die Alltagspraxis fehlt. Stubentiger spielen genau wie Freigänger, nur mit Beißhemmung und ohne Killerinstinkt. So etwas wie den tödlichen Biss üben Katzen beim Spielen meist nicht, dafür aber den tödlichen Tritt, der dem Opfer das Genick brechen soll. Das kann sie ja auch ohne Kralleneinsatz üben. Den üben sie, indem sie mit den Vorderpfoten ein Spielzeug oder eine Teppichkante greifen und wild mit den Hinterläufen zutreten.

Obwohl Katzen einen Großteil ihrer Zeit schlafen, sind es doch aktive Tiere. Sie halten sich durch das Spielen fit und holen sich eine willkommene Abwechslung. Und zu guter Letzt: Spielen macht eben auch einfach Spaß.

Interessant ist auch, dass Katzen oft nicht „natürlich“ spielen. Wenn deine Katze sich auf die Hinterbeine stellt und über sich nach einem Beuteobjekt greift, dann ist das nicht natürlich. In der freien Natur bringt ihr diese Jagdtechnik überhaupt nichts, die Beute ist schon weg, bevor die Vorderpfoten den Boden verlassen haben.

Katzen spielen auch eher melodramatisch. Sie übertreiben es dabei gerne und machen aus jeder Szene ein Drama, ähnlich wie Christiano Ronaldo es gerne bei jeder Berührung oder vor jedem Freistoß macht. Diese Übertreibung und das „unnatürliche“ Verhalten haben jedoch durchaus ihre Daseinsberechtigung. Es ist nicht schädlich, es soll dem Gegenüber nur zeigen, dass es sich um ein Spiel handelt und um keinen echten Angriff oder so etwas.

Die besten Spiele für Katzen

Nicht jede Katze mag jedes Spiel gleich gerne. Schon wieder ist es wie beim Menschen. Einer spielt für sein Leben gerne Fußball, ein anderer liebt es, auf dem Surfbrett zu stehen, noch ein anderer findet Seelenfrieden bei einer spannenden Partie Schach und der nächste kann nicht ruhig schlafen, bis er ein Rätsel gelöst hat. Es gibt eben unterschiedliche Spieltypen, was bei Katzen nicht anders ist.

Bei unseren sehen wir das ja selbst. Dass Jack und Ginny nie richtige Freunde wurden, liegt auch daran, dass sie ganz unterschiedliche Typen sind. Ginny ist die ruhige Katze, die lieber langsame Spiele spielt oder welche, bei denen sie Leckerchen abstauben kann. Jack dagegen ist auch im Alter von zehn Jahren noch ein Kleinkind, wenn man nur auf den Spieltrieb achtet. Er jagt unglaublich gerne, rennt viel und sein Lieblingsspiel ist Raufen. Damit kann Ginny so gar nichts anfangen. Dafür hat er aber Cloé sofort akzeptiert, als er bemerkte, dass er sie auf den Pfad des Kriegers mitnehmen konnte.

Es gibt ein paar Grundregeln zum Spielen mit deiner Katze. Am besten spielst du mit ihr immer um dieselbe Uhrzeit, damit sie sich daran gewöhnt, genau wie sie feste Fütterungszeiten haben sollte. Nur bitte nicht direkt nach dem Essen, lass sie erstmal verdauen. Mit etwas Glück gewöhnt sich deine Katze daran und kommt sogar mit einem Spielzeug zu dir, um damit zu spielen. In diesem Fall bestimmt deine Katze, was gespielt wird.

Benutze nichts als Spielzeug, an das sie sonst nicht ran darf. Wenn du zum Beispiel einen deiner Schuhe als Spielbeute anbietest, betrachtet sie alsbald deine Schuhe generell als Spielzeug. Wird deine Katze zu aggressiv, unterbrich das Spiel oder breche es ganz ab, je nach Intensität. Wenn sie Krallen oder Zähne benutzt, machst du lieber eine Pause und lässt sie etwas runterkommen. Nimmt sie generell eine aggressive Haltung ein, brichst du das Spiel ab.

Deine Katze kannst du nicht zum Spielen zwingen. Wenn sie keine Lust hat, dann ist das eben so. Wenn sie die Lust verliert und geht, lass sie gehen. Achte bitte auch auf den Erschöpfungszustand deiner Katze. Kitten haben zwar viel Energie, aber es kann auch zu viel sein. Bring ihr durch Pausen ruhig bei, sich die Energie einzuteilen. Katzensenioren sind nicht mehr zu Höchstleistungen fähig. Spätestens, wenn deine Katze anfängt zu hecheln ist Zeit für eine Pause, denn dann ist sie so erledigt, dass sie nach Luft schnappt. Kommen wir nun zu konkreten Spielen und Spielarten.

Sportspiele für deine Katze

Katzen sind Raubtiere, die Jagd liegt fest verankert in ihren Genen. Besonders junge Katzen und erwachsene Kater lieben es, sich richtig auszupowern. Vielen weiblichen Katzen geht dies ebenso. Zu der Grundausstattung mit Katzenspielzeug gehören mindestens ein paar Bälle. Und lass dir gesagt sein, du brauchst mehrere Bälle, da sie nach und nach unter oder hinter Möbeln verschwinden werden.

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Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.
Fußball gehört zu den Lieblingsspielen unserer drei Katzen. Du kannst Spielbälle für Katzen oder einfach eine Packung Tischtennisbälle kaufen. Letztere haben den Vorteil, dass sie gerne mal hüpfen und dabei für Katzen interessante Geräusche machen. Roll den Ball einfach in Richtung deiner Katze. Höchstwahrscheinlich wird sie ihn anpatschen, um ihn dann kreuz und quer durch die Wohnung zu kicken.

Mit leichten Bällen kannst du deine Katze auch wunderbar bewerfen. Wir meinen hier nicht als Zielübung für dich, sondern einen Wurf im hohen Bogen, damit deine Katze das Flugobjekt abfangen kann. Jack wäre übrigens ein hervorragender Torwart.

Das klassische Jagdspiel darf natürlich auch nicht vergessen werden. Zu deiner Grundausstattung sollte auch eine Katzenangel gehören. Du kannst auch einen beliebigen nicht zu schweren Gegenstand nehmen und ihn an einer stabilen Schnur befestigen. Das Objekt ziehst du dann geschlängelt über den Boden, bis das Interesse deiner Katze geweckt ist.

Sehr wahrscheinlich wird sie eine Jagdhaltung einnehmen, das Objekt mit den Augen fixieren und zum Angriff übergehen. Dann kannst du das Ganze beschleunigen oder das Objekt in die Luft ziehen und deine Katze zu den wildesten Sprüngen animieren.

Manche Katzen apportieren Gegenstände, so wie Hunde es tun. Das wirst du deiner Katze schwer beibringen können, da sie selbst auf die Idee kommen muss. Dafür brauchst du Gegenstände, die sie mit ihren Zähnen transportieren und zugleich nicht verschlucken kann. Ein Korken einer Weinflasche wäre so ein Objekt. Für Ginny hatten wir mal Gummibälle mit Noppen. Bestes Spielzeug aller Zeiten für sie. Cloé steht auf Sisalseile. Damit haben wir immer Jagen gespielt und als wir selbst davon erschöpft waren, nahm sie das Seil in ihr kleines Mäulchen, legte es uns vor die Füße und miaute uns an. Wer kann da widerstehen?

So ein Seil mit Beute am Ende kannst du zwischendurch auch einfach aufhängen, beispielsweise am Türrahmen. Wenn du hindurch gehst, stößt du dieses Pendel einfach kurz an, da dieses sich bewegende Ding für deine Katze sicherlich hochinteressant ist.

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Ein Klassiker ist natürlich auch das Lichtspiel. Selbst jemand, der über Katzen nichts weiter weiß, außer dass sie vier Beine haben und „Miau“ sagen, sollte wissen, dass eine Katze und ein Laserpointer eine witzige Kombination ist. Du solltest nach etwas Ausschau halten, dass beispielsweise Lichtspielzeug heißt. Das Licht normaler Laserpointer ist so stark, dass du deiner Katze dauerhafte Schäden zufügen kannst, solltest du ihr versehentlich direkt ins Auge leuchten.

Auf eine Sache solltest du auch bei einem Lichtspielzeug achten. Der helle Punkt ist für deine Katze sicher super interessant, hat aber auch einen großen Nachteil. Er kann nicht erbeutet werden. Deine Katze bekommt kein Erfolgserlebnis. Irgendwann ist sie dann frustriert und ignoriert diesen dämlichen Punkt. Zwischendurch solltest du ihn mal auf ein Spielzeug richten, eine Kuschelmaus oder einen Ball. Sobald sie das Spielzeug erwischt hat, machst du das Licht aus. Deine Katze denkt dann, sie hätte den Punkt erwischt und wird ihn nächstes Mal wahrscheinlich wieder jagen.

Du kannst es dir auch einfach machen. Du brauchst nur einen Standventilator mit stabilem Fuß und etwas Geschenkband, im Idealfall noch ein paar Federn. Du bindest die Federn an ein Ende des Geschenkbands und knotest dieses am Gitter des Ventilators fest. Dann schaltest du ihn auf niedriger Stufe ein, bis die Federn wild im Wind umherflattern. Mit Cloé konnten wir das höchstens drei bis vier Minuten lang spielen, denn die hat die Federn so fuchsteufelswild gejagt, dass sie dann schon vollkommen aus der Puste war.

Suchspiele für Katzen

Katzen jagen nicht nur gerne, sie sind auch furchtbar neugierig und möchten alles erforschen. Etwas nicht verstehen zu können, macht sie wahnsinnig. Kleines Beispiel: Wir hatten mal einen Nasenhaartrimmer. Den haben wir unter ein großes Kissen gelegt und angeschaltet. Klein Jack fand das Geräusch so faszinierend, dass er wissen musste, wo das herkam. Er hat sich dann immer aufgerichtet und sich mit den Vorderpfoten voran auf das Kissen gestürzt. Genau in dem Moment haben wir den Trimmer ausgeschaltet. Das hat ihn immer total verwirrt.

Sehr viele Katzen spielen mit ihren Menschen Verstecken. Auch das gehört zu den Spielen, die deine Katze selbst erkennen muss. Wie der Name schon sagt, fängst du an, indem du dich versteckst. Stell dich hinter eine Tür, kriech unter das Bett oder hocke dich hinter einen Sessel. Dann machst du irgendwelche Geräusche, die deine Katze anlocken, beispielweise das Geknister von Papier.

Deine Katze wird wissen wollen, wo das Geräusch herkommt. Da Katzen stille Jäger sind, ist ihnen das Konzept eines Verstecks bekannt. Es ist sehr gut möglich, dass deine Katze bald das Weite sucht, um sich selbst zu verstecken. Dann sucht sie sich wahrscheinlich ein Versteck, von dem aus sie dich gut beobachten kann. Sie erwartet, dass du sie findest. Solltest du sie gleich entdecken, suchst du sie erstmal noch zum Schein in anderen möglichen Verstecken. Deine Katze wird sich freuen, dass sie sich so gut versteckt hat und du sie nicht so einfach finden konntest.

Für faulere Katzen empfehlen wir eine harmlosere Variante des Jagdspiels. Diese funktioniert ähnlich wie das am Anfang des Kapitels beschriebene Beispiel. Du suchst dir ein Beuteobjekt, welches du an eine Schnur bindest. Dann versteckst du das Objekt unter einer nicht zu dicken Decke. Deine Katze muss die Bewegungen sehen können, wenn du die Beute nach und nach am Faden unter der Decke hervorziehst. Die Bewegung ist dabei besonders wichtig, um was es sich handelt ist im Grunde egal.

Du kannst es auch noch etwas interaktiver gestalten. Du besorgst dir dafür einfach ein recht langes Papprohr, beispielsweise das von einer Rolle Geschenkpapier oder du nimmst zwei leere Rollen Küchenpapier und klebst sie sauber aneinander. Wichtig ist, dass das Beuteobjekt durchs Rohr passt. Dann schneidest du mehrere Löcher in das Rohr, die so groß sind, dass deine Katze ihre Vorderpfoten hindurch stecken kann. Wenn du die Beute dann durch da Rohr ziehst, bewegt sich das Rohr leicht und deine Katze hört die Geräusche, die dabei entstehen. Dann kann sie versuchen, mit ihren Pfoten das unbekannte Objekt zu erbeuten.

Spiele, um deine Katze zu beschäftigen

Sicher hast du auch nicht immer die Zeit, mit deiner Katze zu spielen, wenn sie es für angemessen hält. Manche Spiele sind auch gut, um deine Katze zu beschäftigen. Karton sind bei Katzen sowieso beliebt. Wenn wir ein Paket öffnen, wissen die Katzen meist noch vor uns, was sich darin befindet.

Für das erste Spiel, welches wir dir vorstellen möchten, brauchst du einen kleinen Karton, etwa in der Größe eines Schuhkartons. Dann schneidest du in die Seiten ein paar Löcher, nicht zu nah beieinander, das macht es zu einfach. Die Löcher sollten so groß sein, dass verschiedene Beuteobjekte hindurchpassen. Du kannst gerne auch unterschiedlich große Löcher hineinschneiden, damit es eine größere Herausforderung darstellt.

Dann legst du verschiedene Beutegegenstände in den Karton. Achte dabei auf eine griffige Oberfläche, denn einen Tischtennisball oder eine Kastanie kann deine Katze mit ihren Krallen nicht greifen. Als Sahnehäubchen kannst du noch ein paar Leckerchen hineintun, um deine Katze anzulocken. Wenn sie versucht, die Leckerchen aus dem Karton zu kriegen, spürt sie, dass da noch andere Sachen drin sind. Neugierig wie Katzen nun mal sind, wird ihr das wohl keine Ruhe lassen, bis der Karton leer ist.

Ein schönes Spiel, um deine Katze zu beschäftigen ist das Angelspiel. An dieser Stelle meinen wir nicht das Spiel mit einer Katzenangel. Wir meinen ein Gefäß, welches du halb mit Wasser füllst, beispielsweise eine kleine Plastikwanne oder einen großen Topf. Dann wirfst du schwimmende Beuteobjekte hinein, Tischtennisbälle, Weinkorken oder einen Plastikdeckel einer PET-Flasche. Deine Katze dürfte eine Weile brauchen, bis sie das Gefäß leergeangelt hat. Dieses Spiel eignet sich übrigens hervorragend für heiße Tage oder trinkfaule Katzen.

Viele Katzen lieben auch Spielzeuge wie „Play n‘ Scratch“ oder „Circle“. Dabei handelt es sich um Röhren aus Kunststoff, in denen sich mindestens ein raschelnder Ball befindet. Die Röhre ist natürlich nicht geschlossen, es gibt stets eine durchgehende Öffnung, durch die deine Katze ihre Pfote stecken kann, um den Ball zu jagen.

Sie wird versuchen, ihn herauszubekommen, was natürlich nicht möglich ist. Aber durch das haptische Feedback des Balls hat sie immer kleine Erfolgserlebnisse. Du kannst deiner Katze ja mal ein günstiges Modell schenken, welches grad irgendwo im Angebot ist. Wir haben selbst mal eins geschenkt bekommen. Beim Versuch, unsere drei Racker dazu zu bringen, damit zu spielen, haben wir vermutlich länger damit gespielt als die Katzen. Die stehen eben einfach nicht drauf.

Jack liebt das Spülbecken.
Bild: Christine Numrich

Katzen und Wasser haben beides die gleiche Eigenschaft, nämlich, magnetisch zu sein. Obwohl die meisten Katzen wasserscheu sind, werden sie von fließendem Wasser magisch angezogen. Als Jack damals noch ins Bad durfte, war das Waschbecken sein Lieblingsort. Den Wasserhahn aufzudrehen war unser liebstes Hobby. Wenn wir uns im Bad frisch gemacht haben, musste er auch immer daneben sitzen und das Wasser beobachten.

Er wollte auch unbedingt wissen, wo das alles hingeht, weswegen er auch ständig den Stöpsel aus dem Becken geworfen hat. Wenn du den Wasserhahn im Wasch- oder Spülbecken nur ein klein wenig aufdrehst, ist wahrscheinlich auch deine Katze erst einmal für eine Weile beschäftigt. Dreh ihn nur bald wieder zu, denn eigentlich ist das Wasserverschwendung.

Genau wie kleine Kinder lieben Katzen Seifenblasen. Unsere drei Miezis sind davon absolut fasziniert. Die haben keine Ahnung, was das ist. Sie sehen, dass da etwas fliegt, was sich langsam bewegt. Wenn die Dinger aber den Boden erreichen, sind sie einfach weg. Gleiches passiert, wenn sie mit der Pfote nach einer Seifenblase patschen.

Hörspiele für Katzen

Hörspiele für Katzen mag zunächst seltsam klingen, aber es sind Spiele, bei denen es größtenteils um das Gehör deiner Katze geht.

Ein gutes Spielzeug ist zum Beispiel ein Knistertunnel. Das sind oft relativ kurze Tunnel mit stabilen Kreiselementen, bespannt mit einer knisternden Plastikfolie. Immer wenn deine Katze hindurch geht, knistert es logischerweise. Wir haben auch einen und der ist sehr beliebt. Alleine spielt da jedoch kaum jemand mit, aber wenn sie sich belauern, wird der Tunnel gerne mal zum Kanonenrohr.

Du kannst dir ein Raschelspielzeug auch ganz einfach selbst machen. Du brauchst nur die Pappröhre einer Rolle Haushaltspapier. Außerdem brauchst du etwas knisterndes Papier (Zeitungspapier zum Beispiel) und ein paar nicht zu leichte, kullernde Objekte. Das könnten beispielsweise Murmeln, Kastanien oder Kieselsteine sein.

Nun füllst du das Rohr abwechselnd mit den Objekten und dem Zeitungspapier. Stopf es dabei nicht zu fest, denn es soll ja noch rascheln. Dann verschließt du beide Enden mit Klebeband. Immer, wenn deine Katze die Rolle antapst, rollt sie ein Stück und macht merkwürdige Geräusche, denen deine Katze sicherlich unbedingt auf den Grund gehen will.

Deiner Katze kannst du selbst mit den simpelsten Sachen eine große Freude bereiten. Unser Lieblingsspiel für den Herbst hat mit einem Karton und einer Menge Blätter zu tun. Wenn du einen Spaziergang machst, nimm mal einen Beutel mit und sammle eine größere Menge trockenes Laub ein.

Zu Hause legst du die Blätter in einen Karton, bis er etwa zur Hälfte gefüllt ist. Mehr würden wir nicht empfehlen, denn dann findest du vermutlich noch Monate danach Blattreste in der Wohnung. Nun brauchst du nur noch etwas Anlockendes wie zum Beispiel kleine Bällchen oder Kissen mit Katzenminze oder Baldrian. Das versteckst du dann irgendwo in dem Laub. Der Geruch wird deine Katze anlocken und das Spielen im Blätterwald macht aufgrund des Knisterns besonders viel Spaß.

Allgemein lieben sehr viele Katzen Blätter. Wenn der Herbst beginnt und der Baum im Hinterhof anfängt, seine Blätter fallen zu lassen, hocken unsere Katzen, Jack natürlich allen voran, auf dem Fensterbrett und beobachten das. Ist das Fenster dann geöffnet, wird er ganz wild. Er beobachtet die fallenden Blätter, stößt seine Kralle in Windeseile durch das Gitter unseres Katzennestes, zieht eines hinein, nimmt es in sein Mäulchen und stolziert damit durch die Wohnung, als wäre er der König der Löwen höchstpersönlich.

Spielzeug mit einem kleinen Glöckchen dran stehen meist auch hoch im Kurs. Das Geräusch lockt Katzen an und animiert zum Spielen. Daraus wurde leider ein fataler Fehlschluss geschlossen. Katzen spielen gerne mit Glöckchen. Es ist aber absolut falsch, ihnen ein Halsband mit Glöckchen umzuhängen, auch wenn es noch so süß aussieht. Deine Katze hört deutlich besser als du. Für sie ist das Glöckchen am Halsband so laut, als würde man dir eine Kuhglocke umhängen

Die besten Spielzeuge für deine Katze

An dieser Stelle möchten wir auf unseren Ratgeber über Katzenspielzeuge verweisen. Wenn du gerade keine Zeit oder Lust hast, ihn zu lesen, haben wir eine kurze Zusammenfassung für dich.

Die meisten Katzen spielen mit allem, mit dem sich spielen lässt. Das können Kartons sein, die Aufreißlaschen vom Tiefkühlgemüse oder zerknülltes Papier. In der Natur hat die Katze keine Ahnung, was ein Katzenspielzeug ist. Daher brauchst du dich auch nicht wundern, wenn du viel Geld für neue Spielzeuge ausgibst, deine Katze sie aber links liegen lässt.

Es gibt nur ein paar Basics, die jeder zu Hause haben sollte, der sich eine Katze anschaffen möchte. Diese Basics sind nicht teuer und gefallen den wirklich allermeisten Katzen. Dazu gehören:

  • Spielbälle
  • Katzenangel
  • Kleine Plüschtiere für Katzen zum jagen
  • Spielzeug mit Katzenminze- oder Baldrianfüllung

Das ist das Wichtigste. Mit der Zeit kriegst du ja raus, womit deine Katze am liebsten spielt. Dann kannst du noch weiteres Spielzeug kaufen oder selbst basteln. Sei einfach kreativ, beobachte deine Katze und du wirst sehen, welche Spiele ihr am besten gefallen. Außerdem ist das Internet randvoll mit Tipps, wie du deine Katze sinnvoll und preiswert bespaßen kannst.

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(Stand von: 2020/08/07 9:06 am - Details
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