Verstopfung

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Eine Verstopfung kommt bei Katzen häufiger Mal vor. Die Probleme beim Kotabsatz sind häufig harmlos und leicht behandelbar. Wird eine schwere Verstopfung jedoch nicht rechtzeitig behandelt, kann das für deine Katze sogar tödlich enden. Hier erklären wir dir, was es mit Verstopfung bei Katzen auf sich hat, wie du sie erkennst und was du dagegen tun kannst.

Was genau ist eine Verstopfung?

Deine Katze setzt in schöner Regelmäßigkeit Kot in die Katzentoilette. Das macht sie mehrmals am Tag und wenn deine Katze gesund ist, sieht er auch fast immer gleich aus.

Bei einer Verstopfung sondert deine Katze merklich weniger Kot ab als sonst üblich. Es kann sogar so weit gehen, dass deine Katze nur noch kleine Kügelchen herauspresst oder schlimmstenfalls gar nichts mehr absetzt. Es gibt mehrere Arten bzw. Phasen der Verstopfung.

Eine Verstopfung wird Konstipation genannt, wenn deine Katze seltener und weniger Kot absetzt als sie eigentlich sollte. Der Kot sammelt sich im sogenannten Kolon an, einem Bereich etwa in der Mitte des Dickdarms.

Eine Obstipation liegt vor, wenn deine Katze extreme Probleme mit dem Stuhlgang hat. Wahrscheinlich hat sich dann schon ein „Megakolon“ gebildet. Das Kolon ist so vollgestopft mit Kot, dass der Darm überdehnt ist und in diesem Bereich seine Fähigkeit verliert, diesen abzutransportieren.

Von einer Koprostase spricht man, wenn gar kein Kot mehr abtransportiert wird. Das ist der schlimmste Fall, denn ein Darmverschluss endet in der Regel mit dem Tod, wenn er nicht unverzüglich behandelt wird.

Du musst dir keine Sorgen machen, wenn du nicht deine Uhr nach dem Stuhlgang deiner Katze stellen kannst. Bei den meisten Menschen ist der Stuhlgang auch nicht immer jeden Tag gleich. Es ist auch okay, wenn mal ein Toilettengang ausfällt. Problematisch wird es erst, wenn dies regelmäßig vorkommt oder die abgegebene Kotmenge sichtlich verringert ist.

Was kann eine Verstopfung verursachen?

Das Kernproblem bei einer Verstopfung ist, dass der Kot nicht richtig durch den Darm abtransportiert werden kann. Das kann unterschiedliche Gründe haben.

Einer davon ist Wassermangel. Die Verdauungsreste im Darm dürfen nicht zu trocken sein. Im Darm wird der Masse Flüssigkeit entzogen. Ist das im Laufe des Transports nicht mehr möglich, kann sich der trockene Kot festsetzen. Es entsteht ein Engpass, welcher das Problem mit der Zeit nur verschlimmert, weil selbst feuchter Kot nicht mehr so gut abtransportiert werden kann, wie er eigentlich sollte, da er diesen Engpass schließlich erstmal passieren muss.

Bewegungsmangel und Übergewicht sind zwei weitere häufige Ursachen für eine Verstopfung. Bei starkem Übergewicht lastet schweres Gewebe auf dem Darm. Zusätzlich wird dieser etwas zusammengedrückt. Das kann dazu führen, dass Engpässe entstehen und der Kot nicht richtig abtransportiert wird.

Wenn sich deine Katze bewegt, bewegt sie automatisch auch die Darmmuskulatur. Wenn sie den ganzen Tag nur rumliegt, bewegt sich auch im Darm nicht viel. Der Darm kann sich daran gewöhnen und eine sogenannte Darmträgheit entwickeln. Er wird quasi faul und transportiert den Kot nur noch halbherzig ab.

Krankheiten können ebenfalls zu einer Verstopfung führen, wenn zum Beispiel der Kalziumstoffwechsel gestört ist. Katzen, die Schmerzen im Bauchbereich haben, neigen dazu, diese Regionen möglichst wenig zu belasten. Es ist folglich möglich, dass die Darmaktivität aufgrund von Schmerzen heruntergefahren wird.

Eine Verstopfung muss nicht immer rein körperliche Ursachen haben. Psychische Probleme können eine weitere Ursache sein, beispielsweise starker Stress. Möglicherweise kennst du das ja auch, dass es dir im Magen grummelt, wenn du hochgradig unter Stress stehst. Stress kann zu Durchfall führen, aber eben auch das Gegenteil auslösen.

Symptome von Verstopfung

Das Hauptsymptom einer Verstopfung ist selbstverständlich der verminderte Kotabsatz. Wenn deine Katze nicht halbwegs regelmäßig ihr großes Geschäft verrichtet, solltest du dir das mal genauer anschauen. Ungewöhnlich ist es, wenn deine Katze mal einen ganzen Tag lang überhaupt kein Würstchen legt. Sondert sie halbwegs regelmäßig Kot ab, ist das trotzdem ein Alarmzeichen, wenn es nur kleine und harte Köttelchen sind.

Trockene Toilettengänge sind ebenfalls alarmierend. Das bedeutet, dass deine Katze mit aller Kraft versucht, abzukoten, ohne, dass die Bemühungen von Erfolg gekrönt sind.

Ein Begleitsymptom der Verstopfung kann Erbrechen sein. Wenn deine Katze kotzt und keinen Kot absetzt, solltest du unbedingt zum Tierarzt gehen. Es ist auch gut möglich, dass die Kotze sowie der Atem deiner Katze nach Kot riechen.

Appetitverlust ist ein weiteres klassisches Begleitsymptom, genauso wie eine Verschlechterung des Allgemeinzustands. Deine Katze ist vielleicht matter und müder als sonst. Sie zieht sich vermehrt zurück. Andererseits kann sie auch sehr leicht reizbar sein und aggressiveres Verhalten an den Tag legen.

Mit einer Verstopfung dürfte deiner Katze der Bauch wehtun. Wenn sie empfindlich auf Berührungen im Bauchbereich reagiert, kann das ein Anzeichen für eine Verstopfung sein. Der Bauch dürfte sich auch härter anfühlen, möglicherweise kannst du verhärtete Stellen ertasten.

Ärztliche Diagnose von Verstopfung

Der Tierarzt muss deine Katze untersuchen, um die Ursache der Verstopfung und die genaue Schwere des Problems herauszufinden. Dafür möchte er alles von dir wissen, was du über die Verstopfung weißt, beispielsweise seit wann die Probleme bestehen, ob sie schlimmer werden, wie genau sie sich äußern und vieles mehr. Es kann sicherlich nicht schaden, wenn du eine Kotprobe mitbringst, sofern du in der Katzentoilette eine finden kannst. Der Tierarzt untersucht deine Katze auf ihren allgemeinen Zustand und widmet sich logischerweise besonders intensiv dem Darm- und Rektalbereich.

Eine Blutuntersuchung kann Hinweise auf die Ursache der Verstopfung liefern. Durch sie kann ermittelt werden, ob organische Probleme vorliegen oder beispielsweise ein Kaliummangel vorliegt, welcher zu einer Verstopfung führen kann.

Zur Diagnostik gehört in der Regel auch ein Röntgenbild. Der Arzt kann sich so ein Bild vom Ausmaß der Verstopfung machen. Außerdem kann man auf dem Röntgenbild erkennen, ob Probleme mit Knochen und Gelenken als Ursache in Frage kommen. Auch verschluckte Fremdkörper können so erkannt werden.

Verstopfung behandeln

Wie genau eine Verstopfung bei einer Katze behandelt wird, hängt vor allem von der Schwere der Verstopfung ab. Eine leichte Verstopfung ist schnell behandelt. Dann bekommt die Katze Mittel, welche die Darmmotorik anregen und den Darm ein wenig „schmieren“, damit der Kot leichter abtransportiert werden kann. Gegebenenfalls bekommt sie anschließend noch etwas gegen die Reizung des Darms.

Bei einer schweren Verstopfung mit viel Kot im Darm, bekommt die betroffene Katze meist einen Einlauf mit warmem Wasser und ggf. Zusätzen, welche dabei helfen, den Kot aufzuweichen. Es gibt zahlreiche Anleitungen, wie du deiner Katze selbst einen Einlauf verpassen kannst. Bitte mach das niemals selbst, auch nicht mit fertigen Einlauf-Sets für Katzen. Einen Einlauf für Menschen darfst du in keinem Fall verwenden, das ist äußerst gefährlich und schädlich für deine Katze.

Oftmals helfen auch Abführmittel. Leicht dosiert werden solche Mittel oft noch eine Weile nach der Verstopfung verabreicht, damit der Kot weich bleibt und sich der Darm erholen kann.

In ganz schweren Fällen ist eine Operation notwendig. Im schlimmsten Fall hat sich in der Katze ein sehr ausgeprägtes Megakolon gebildet. In so einem Fall ist davon auszugehen, dass die Darmfunktion in diesem Bereich zerstört ist. Die Darmmuskulatur funktioniert nicht mehr, sodass der Kot nicht aktiv weitergeleitet werden kann. Es ist dann auch nicht mehr möglich, die Darmaktivität anzuregen. Das Einzige, was hilft, ist, diesen Teil des Darms zu entfernen.

Bei allen Behandlungsmethoden ist die Prognose gut. Derartige Behandlungen und Operationen sind keine Seltenheit und gehören zur Routine eines jeden Tierarztes. Rechtzeitig behandelt dürfte eine Verstopfung für die Katze sicher unangenehm, aber nicht lebensgefährlich sein.

Verstopfung vorbeugen

Die richtige Ernährung ist das A und O einer guten Verstopfungsprophylaxe. Solltest du mit deiner Katze wegen einer Verstopfung zum Tierarzt gehen, wird er sicher auf die Ernährung zu sprechen kommen. Wenn du es gar nicht erst darauf ankommen lassen möchtest, sprich deinen Tierarzt einfach mal beim nächsten Routinebesuch darauf an.

Allgemein wird empfohlen, ballaststoffreiche Nahrung zu füttern. Ballaststoffe saugen sich mit Flüssigkeit voll, was dafür sorgt, dass der Kot weich bleibt. Außerdem erhöht sich dadurch das Volumen des Kots, wodurch die Darmmotorik stimuliert wird und die Masse weitertransportiert.

Du kannst dem Futter Ballaststoffe auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln hinzufügen. Besprich das aber bitte vorher mit deinem Tierarzt, denn wenn du zu viele Ballaststoffe verfütterst, kann deine Katze weniger Nährstoffe aus der eigentlichen Nahrung ziehen, was zu Mangelerscheinungen und Durchfall führen kann.

Ansonsten solltest du darauf achten, dass deine Katze genügend trinkt. Vor allem im Sommer neigen viele Katzen dazu, zu wenig Wasser zu sich zu nehmen. Hast du auch so eine trinkfaule Katze, kannst du versuchen, sie mit einem Trinkbrunnen spielerisch zum Trinken zu animieren.

Die Katzentoilette sollte auch stets gründlich gereinigt werden. Manche Katzen sind da sehr empfindlich und benutzen eine nicht ganz saubere Toilette erst, wenn sie den Kot nicht mehr zurückhalten können. Wenn deine Katze ihre Ausscheidungen ständig anstaut, anstatt sie zwischendurch einfach rauszulassen, ist das ungesund und kann zu einer Verstopfung führen.

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