Katze ist unsauber

Katzen sind sehr reinliche Tiere. Sie putzen sich selbst dauernd und geben einem schon zu verstehen, wenn die Katzentoilette mal wieder gemacht werden könnte, was du sowieso jeden Tag machen solltest, auch wenn sie noch gut aussieht. Hier erfährst du, was du tun kannst, wenn deine Miezekatze unsauber wird oder als Kitten ihr Geschäft nicht in der Toilette verrichten möchte.

Das neue Kitten macht auf Teppich oder Sofa statt in die Katzentoilette

Wenn ein neues süßes Kitten einzieht, geht es für gewöhnlich zuerst aufs Katzenklo. Schließlich war es eine lange und stressige Reise für das fellige Kleinkind. Das bedeutet aber nicht, dass sie ab jetzt dauerhaft auf die Katzentoilette geht.

Ein Beispiel dafür ist unsere Cloé, die fast zwei Jahre alt ist und als Katzenwelpe zu uns kam. Wir waren schon begeistert, dass die drei sich eine Katzentoilette teilen. Manch andere Katze verlangt zwei Toiletten für unterschiedliche Ausscheidungen und, dass Katzen sich eine Toilette teilen ist auch nicht zwingend eine Selbstverständlichkeit.

Daheim habe ich eine kleine Couch am Schreibtisch als bequemeren Stuhlersatz. Immer öfter kam es vor, dass die Couch morgens komisch roch und feucht war. Wir haben Cloé nie live dabei erwischt, aber es konnte nur sie sein, zumal wir sie nur sehr selten auf der Toilette gesehen haben und dann nur beim Abkoten, auf dem Rand hockend. Wenn eine erwachsene Katze unsauber wird, hat das seine Gründe. Bei Kitten ist das auch so, nur meist ist es schwerer, die Ursache zu finden.

Grundlegend ist eine Katzentoilette eine Unterlage, die Flüssigkeiten aufsaugt. Meist steht sie in einer ruhigen Ecke, wo nicht so viel Hektik herrscht. Uns war bald klar, Cloé war sauber, sie hat uns ja nicht in die Wohnung defäkiert, sondern nur ihr kleines Geschäft auf meiner Couch verrichtet. Nach kurzem Überlegen gab es eine logische Erklärung: Ihr passt das Streu nicht. Tatsächlich hatten wir Streu, welches recht grobkörnig war. Das musste ihr einfach an den Samtpfötchen wehgetan haben.

Das kannst du ja selbst testen: Nimm drei unterschiedliche Arten Katzenstreu und schütte davon einen tellergroßen Haufen auf den Boden. Anschließend stellst du dich barfuß auf jeden der Haufen. Du merkst garantiert einen Unterschied, sodass du dir vorstellen kannst wie sich das für die zarten Pfötchen anfühlen muss. Nachdem wir ein feineres Katzenstreu gekauft hatten, war auch alles in Ordnung und sie hat brav alle Ausscheidungen dort hinterlassen, wo sie hingehören.

Unsere persönliche Empfehlung ist dieses Produkt:

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Wir haben vorher das Katzenstreu vom Discounter in den eckigen Kartons gekauft. Das ist auch sehr gut und wurde teils besser angenommen als klassisches Markenstreu. Bei drei Katzen fällt jede Menge umgewandeltes Essen an, sodass wir pro Woche locker zwei Packungen brauchten. Da uns das Geschleppe zu lästig war, haben wir ein Abo für das genannte Streu abgeschlossen. Das spart nochmal fünf Prozent und wir bekommen regelmäßig mehrere Beutel bis an die Wohnungstür gebracht.

Von den Kosten her gibt sich das kaum etwas, dafür ist die Menge ergiebiger. Die versprochenen bis zu 54 Tage mit einer Packung kommen zwar auch für eine Katze wahrscheinlich nicht zu 100 Prozent hin, aber mit unseren drei Katzen reicht eine Packung zwischen einer und zwei Wochen.

Wenn es mit neuem Streu nicht klappt, kannst du es erzieherisch versuchen. Bedenke dabei, dass die Katze das nicht absichtlich tut. Sie auszuschimpfen oder zu bestrafen ist genau der falsche Weg, denn das verursacht nichts als weiteren Stress für euch beide. Deiner Katze ist das wahrscheinlich selbst unangenehm, aber sie weiß sich eben nicht anders zu helfen. Zudem verbindet sie dann den Toilettengang mit etwas Negativem, was die Sache nicht unbedingt besser macht.

Du brauchst jetzt viel Zeit für deine Katze. Immer wenn deine Katze eine typische Toilettenhaltung einnimmt, solltest du schnell zu ihr eilen und sie auf die Toilette setzen. Wenn sie dann reingemacht hat, gibt es ein Leckerchen zur Belohnung.

Führt das nicht ans Ziel, steht die Toilette vielleicht einfach falsch. Möglicherweise ist etwas in der Nähe, das du selbst kaum bis gar nicht riechst, was für die Katze ein ekelhafter Gestank ist. Ein Platzwechsel kann da schon Wunder bewirken. Steht die Toilette zu nah am Napf? Dann kann es sein, dass deine Katze die Toilette ignoriert, weil sie eben zu nah an der Futterquelle steht. Da Katzen sehr reinlich sind, machen sie oft nicht dorthin, wo auch gegessen wird.

Möglicherweise ist es der Katze auch zu hektisch oder sie fühlt sich bei Beobachtung peinlich berührt, wenn sie auf der Toilette hockt. Auch hier kann ein Platzwechsel helfen.

Meine Katze ist unsauber geworden

Wenn deine Katze sauber ist und plötzlich unsauber wird, hat das einen Grund. Einer davon ist vielleicht fast schon zu offensichtlich. Katzen sind Gewohnheitstiere. Viele Katzen halten nichts von Veränderungen. Wenn du dir gerade einen neuen Schrank gekauft und ihn aufgebaut hast, ist es möglich, dass deine Katze dir dafür auf den Teppich kackt. Das ist ihre Art, dir ihren Unmut zu kommunizieren. Frei nach dem Motto „Ich mochte den alten Schrank und jetzt sieh mal, was ich von dem neuen halte“.

Diese Form der Unreinheit dauert meist nicht lang. In vielen Fällen bleibt es bei dem einen Protestschiss. Dass es sich um einen solchen handelt kannst du schnell erkennen. Meist platzieren sie diesen entweder direkt in der Nähe des verhassten Objekts oder mitten im Zimmer, damit du ihn auf keinen Fall übersehen kannst.

Hast du keine solche Veränderung vorgenommen, liegt etwas im Argen. Unreinheit ist häufig ein Symptom einer Krankheit. Das kann beim Kitten auch so sein. Wenn das Tier weitere Krankheitsanzeichen wie Zurückgezogenheit, Glanzverlust des Fells, geringe Nahrungsaufnahme etc. zeigt, solltest du schnell zum Tierarzt fahren.

Mögliche Ursachen sind Durchfallerkrankungen, Infektionen des Verdauungstrakts oder der Niere. Auch Erkrankungen des Bewegungsapparates können dazu führen, dass deine Katze nicht mehr aufs Klo geht, da sie dann schlichtweg zu starke Schmerzen hat.