Über uns und unsere Katzen

KatzenlogoHallo,

vielen Dank, dass du auf uns aufmerksam geworden bist. Es ist doch hoffentlich in Ordnung, wenn wir dich mit „du“ ansprechen? Immerhin haben wir etwas, was uns verbindet, und das ist die Katze.

Mein Name ist Carsten, ich bin der Chefredakteur dieser Website. Wenn ich, vor allem in den persönlichen Erfahrungen, von „uns“ spreche, meine ich damit in der Regel mich und meine Ehefrau Christine, die übrigens sehr viele der Bilder für diese Website gemacht hat. Manchmal meine ich mit „uns“ auch mich und die Firma, bei der ich arbeite, aber das ergibt sich sicherlich durch den Kontext.

Wie kamen wir auf die Idee dieser Seite und was möchten wir damit erreichen? Als unserem Unternehmen die (noch leere) Domain katze.org angeboten wurde, war ich gleich Feuer und Flamme für das Thema. Meine Frau und ich haben nämlich selbst seit zehn Jahren Katzen. Wir sind absolute Katzenmenschen und werden sicherlich Katzen haben, bis wir irgendwann das Zeitliche segnen.

Ziele und Motivation unserer Katzenwebseite

Wir dachten uns, dass es schon zahlreiche Websites über Katzen gibt, aber die waren uns meistens zu steril, also wollten wir eine Seite bauen, die so ist, wie ich sie mir gewünscht hätte, bevor der erste Kater bei uns eingezogen ist.

Unser Anspruch ist es, nicht nur reines Ratgeberwissen zu vermitteln, sondern dich auch an unseren persönlichen Erfahrungen mit unseren Katzen teilhaben zu lassen. Mit unseren Texten möchte ich dich unterhalten und dir gleichzeitig das nötige Wissen vermitteln, welches du haben solltest, wenn du dir eine Katze zulegst.

Es soll möglichst ohne den ganz bitteren Ernst zugehen. Wir benutzen hier eher die Alltagssprache und nennen die Dinge beim Namen, ohne dich mit Fachbegriffen wie in einem Lexikon zu bombardieren. Ich denke da an meinen damaligen Lehrer im Biologie-Leistungskurs. Die Stunden gingen schnell vorbei und wir hatten immer das Gefühl, schon wieder nichts gelernt zu haben. Wenn uns aber jemand aus dem anderen Leistungskurs etwas gefragt hat, weil er es nicht richtig verstand, konnten wir ihm die Frage beantworten. Wir haben eben doch etwas gelernt, wir haben es nur irgendwie nicht bemerkt.

Warum möchte ich dir von unseren Erfahrungen mit unseren Katzen erzählen? Es gibt das Schulwissen und die Praxiserfahrung. Das Schulwissen ist das, was bei überdurchschnittlich vielen Katzen oder Katern zu beobachten ist. Die individuellen Beispiele zeigen, wie es auch anders laufen kann und, dass es manchmal gut ist, Fünfe mal gerade sein zu lassen. Wir haben mit unseren Katzen schon viel erlebt und wissen, wie die ganzen ersten Male sich anfühlen.

Alle Erlebnisse mit unseren Katzen haben sich tatsächlich so ereignet, bzw. ich erinnere mich genauso daran. Hier erzähle ich dir persönliche Erfahrungen und Eindrücke aus dem echten Leben. Das bedeutet nicht, dass es bei deiner Katze genauso ablaufen wird, sondern nur, dass es das kann und eine Katze entwickelt ihren eigenen starken Charakter, sie orientiert sich nicht unbedingt an Ratgebern oder reinen Wikipediatexten.

Noch ein Hinweis zu medizinischen Themen: Wir sind alle studierte Leute, aber wir sind keine Tierärzte und auch keine Mediziner. Medizinische Themen haben wir nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Wir können aber keine Diagnose oder sonst etwas stellen. Solltest du bei deiner Katze eine Krankheit vermuten, wende dich bitte umgehend an den Tierarzt deines Vertrauens. Wir können dir dabei nicht helfen. Wir können auch keine Verantwortung übernehmen, sollte deiner Katze irgendetwas zustoßen, wenn du etwas getan hast, was du hier gelesen hast und nicht funktioniert hat wie erwartet.

Du kannst uns natürlich immer gern kontaktieren. Wenn dir offensichtliche Fehler aufgefallen sind, danken wir dir, wenn du uns eine Mail schreibst und uns darauf hinweist. Für Lob sind wir natürlich auch immer offen. Gleiches gilt auch für Kritik und Vorschläge. Wenn wir etwas besser machen könnten, zögere nicht, uns zu schreiben, wir nehmen jede Kritik ernst und diskutieren sie im Team, genau wie Vorschläge, die uns erreichen.

Unsere Katzen

Zentral für unsere Beispiele sind unsere drei Katzen Cloé, Jack und Ginny. Alle drei sind Charakterkatzen, die sich individuell stark unterscheiden. Allein an den Dreien zeigt sich, dass in den üblichen Ratgebern gegebene Tipps nur Vorschläge sind, quasi Optionen, die eine Katze ziehen kann.

Als ich den Ratgeber „Katze oder Kater“ geschrieben habe, ist mir ersteinmal aufgefallen, dass wir im Grunde alles falsch gemacht haben, als wir Cloé als Kitten zu unseren Zehnjährigen geholt haben. Es stimmt auch, dass man möglichst gleichgeschlechtliche und gleich alte Tiere meist leichter zusammenführen kann als in unserer Konstellation. Statistisch kommt es dann viel seltener zu Problemen. Bei uns hat es trotzdem super funktioniert.

Kater Jack und seine Ziehtochter Cloé.

In der Vorbereitung sind wir auch alle möglichen Szenarien durchgegangen, wie schlecht und wie gut es ablaufen könnten, um uns mental schon einmal darauf vorzubereiten. Aber an diesen wirklich perfekten Ablauf haben wir selbst im Traum niemals geglaubt. Selbst der beste Ratgeber ist keine Kristallkugel für das, was alles kommen kann.

Und ich freue mich, verkünden zu können, dass wir mit den Stubentigern bisher nur dreimal zum Tierarzt mussten, wenn man Routinebesuche mal außen vor lässt. Jack hatte mal eine Schnittwunde unter einer Pfote. Ein anderes Mal hat Ginny ihn vom Kratzbaum geprügelt und er ist mit den Rippen ungünstig auf eine Kante der ersten Etage geplumpst.

Beim Tierarzt haben wir dann erfahren, dass er etwas unrund lief, weil es zum Glück nur eine Prellung oder ein blauer Fleck war. Es hätte ja auch ein Rippenbruch sein können. Ginny hatte einmal Würmer. Wenn man bedenkt, dass beide schon um die zehn Jahre bei uns sind, ist das glücklicherweise eine extrem gute Quote.

Nachfolgend möchte ich unsere Fellnasen kurz vorstellen.

Cloé

Cloé erblickte am 15. Dezember 2018 das Licht der Welt. Meine Frau arbeitete im Büro einer Reinigungsfirma und ein Kollege betreute im Außendienst einen Windpark im Berliner Umfeld. Dort kam sie zur Welt. Den Betreibern war klar, dass die Kitten weg müssen, sobald sie alt genug sind. So fingen sie an, nach Interessenten zu suchen.

Cloé war eigentlich schon einem ausländischen Pärchen versprochen, welches sich temporär in Deutschland aufhielt. Diese schienen aber nicht bereit gewesen zu sein, für Impfungen, Chippen etc. zu bezahlen. Das ist natürlich schlecht für das Tier. Gleichzeitig bedeutete das, dass sie das Kätzchen nicht mit in Heimat nehmen konnten, da die entsprechenden Papiere und Nachweise fehlten.

Der Gedanke wurde den Betreibern immer unliebsamer, sodass sie den Außendienstmitarbeiter baten, sich nach wem anderen umzugucken, der sie ihnen abnimmt, denn ansonsten hätten sie die Kleine einfach am Waldrand ausgesetzt! Das konnten wir einfach nicht zulassen, also haben wir gesagt, dass wir eines aufnehmen, wenn noch jemand abspringt. Selbst, wenn es unmöglich gewesen wäre sie zu behalten (eine kleine Katze mit einem viel älteren Kater zusammenzuführen kann sehr problematisch sein), konnten wir das nicht zulassen. Sie hätte doch keine zwei Tage lang überlebt.

Zum Glück wussten wir rechtzeitig, dass es gut sein kann, dass wir spontan ein Kitten bekommen können. Mit meinem Chef konnte ich das leicht regeln, dass ich mir dann spontan eine Woche Urlaub nehmen kann, um die erste Woche auf sie und die anderen Katzen aufzupassen. Es kam auch sehr plötzlich. Ich bekam dann unerwartet eine Nachricht von meiner Frau, dass sie das Kätzchen mitbringt, wenn sie Feierabend hat. Bei ihr hat alles mit einem Telefonanruf angefangen, der kurz und knapp in etwa so verlief: „Hi, du wolltest doch ein Kätzchen? – „Ja“ – „Ok, du bekommst ein schwarzes“ – „Und wann?“ – „Ich muss noch was erledigen, dann bring ich sie im Büro vorbei“. Also hieß es, sofort die Zelte abzubrechen, um die Ankunft vorzubereiten.

Als sie ankam war sie unglaublich süß und winzig, aber auch lebensfroh und neugierig. Nachdem sie sich auf der Toilette erleichtert hat, musste sie natürlich erstmal alles begutachten, wobei sie ständig schnurrte. Das konnte sie auch in Ruhe. Ginny interessiert sich nicht für Katzen und Jack war einfach nur Wütend und hat sich fauchend und knurrend irgendwo verkrochen. Sie hatte wohl den Kitten-Bonus, weswegen er sie nicht angegriffen hat.

Vor allem im Winter ist das Fensterbrett über der Heizung ihr Lieblingsort.
Foto: Christine Numrich

Am nächsten Morgen ging es dann ab zum Tierarzt, der sie mal ordentlich durchchecken sollte. Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht einmal, ob sie eine Katze oder ein Kater ist. Beim Tierarzt hat sie sofort alle um den Finger gewickelt. Es ging ihr super und die Ärztin meinte, dass sie vielleicht nicht extrem groß wird, aber wahrscheinlich lang und, dass sie jetzt schon starke Hinterläufe hat, sodass sie wahrscheinlich eine gute Springerin werden würde.

Insgesamt hat sie sich super eingelebt und völlig unerwartet hat sie sich schnell mit Jack angefreundet, der mit ihr endlich den Raufkumpanen bekommen hat, der ihm fehlte. Ich bekomme auch so ziemlich jeden Morgen einen Showkampf geliefert, wenn ich ins Wohnzimmer komme. Dabei ist es egal, ob ich regulär aufstehe oder am Wochenende etwas später.

Sie ist eine wirklich vorbildliche Katze, die bei uns immer nur ihre Samtpfoten benutzt. Mit dem Kuscheln hat sie es noch nicht so drauf, dafür ist sie wohl noch zu jung und wild. Aber sie kommt immer häufiger mal an und rollt sich bei uns ein, also kommt das schon noch.

Ginny

Unsere liebe Glückskatze.
Foto: Christine Numrich

Ginny wurde am 26. Juni 2010 geboren und war das Kätzchen eines älteren Mannes. Wir wussten, dass wir unser Studium im nächsten Jahr hinter uns haben würden und so aktiv wie Jack war, verstand es sich von selbst, dass er sich unglaublich langweilen wird, wenn wir arbeiten sind und er niemanden zum Spielen hat. Also haben wir zwischen Weihnachten und Silvester einfach mal eine Suchanzeige in einem großen Online-Kleinanzeigenportal eingestellt.

Schon nach kurzer Zeit erhielten wir eine Nachricht in der stand, dass eine Glückskatze im Alter von etwa einem halben Jahr abzugeben sei. Ihr Halter ist am zweiten Weihnachtstag verstorben und da sie selbst schon vier Katzen hatten, konnten sie sie nicht behalten. Sie wollten kein Geld dafür haben, fand es auch okay, dass das Revier bei uns nicht so groß ist. Wichtiger war, dass es ihr bei uns gut geht.

Und ich weiß es noch wie gestern. Wir waren gerade beim Einkaufen und standen im Tiefkühlbereich eines großen Supermarktes, als mein Handy vibrierte. Es war die Mail mit dem Bild der Kleinen. Super süß. Ich habe das Bild meiner Frau gezeigt und habe, natürlich ein klein wenig übertrieben, plötzlich nur noch eine Staubwolke gesehen. Sie war quasi sofort schwanger und ist schnurstracks in die Tierabteilung marschiert, um einen Napf für sie zu kaufen.

Wenn ich mich recht erinnere, kam es am kommenden Vormittag zu folgendem Dialog: „Ich habe hier eine Mail bekommen, die wollen heute Nachmittag mit der Katze vorbeikommen“ – „Okay. koch Kaffee, dann trink ihn, wir müssen hier alles sauber machen“. Nicht falsch verstehen, wir haben nicht irgendwie schmutzig gelebt, aber wenn jemand vorbeikommt, der bereit ist, uns eine kleine Katze zu schenken, wollten wir natürlich einen perfekten ersten Eindruck machen und im Haushalt ist ja schließlich immer irgendwas zu tun. Also schnell das Geschirr abgewaschen, Katzenstreu erneuert, Gründlich gesaugt und so weiter.

Als das Pärchen dann kam, war alles auf hochglanz und wir haben Ginny tatsächlich bekommen. Nun ging Kater Jack erstmal ordentlich auf sie los. Das war aber typisches Revierverhalten, die Rangordnung musste ersteinmal festgelegt werden und solange kein Blut fließt, muss man halt die Kampfschreie in Kauf nehmen. Nach ein paar Tagen war dann endlich Ruhe.

Das Pärchen hat außerdem noch Zubehör mitgebracht, ihren gewohnten Napf und ein paar Tüten eines bekannten Markenfutters. Sie meinten, dass sei das einzige Nassfutter, das sie frisst. Als Jack endlich mal geschlafen hat, konnten wir sie schließlich füttern. Wir haben unseren neu gekauften Napf genommen und ihr unser übliches Discounter-Tütenfutter gegeben. Sie hat nicht eine Sekunde gezögert und der Napf glänzte am Ende so, dass wir ihn direkt so wieder in den Schrank hätten stellen können.

Ihre Lieblingsposition.

Am späten Abend hat Jack dann eine temporäre Waffenruhe verkündet. Ich stand der Sache mit der zweiten Katze in der kleinen Wohnung zu dem Zeitpunkt noch ein wenig skeptisch gegenüber, aber als Jack in der ersten Nacht eingeschlafen ist, hüpfte sie aufs Bett, ging auf mich zu, gab mir Köpfchen und rollte sich schnurrend auf meiner Brust ein. Natürlich ist mein Herz dann endgültig dahin geschmolzen. Ich bin auch eher ihr Bezugsmensch, wohingegen Jack mehr zu Christine neigt.

Sie hat sich wirklich toll entwickelt und ist mittlerweile größer als Jack. Sie ist auch schwerer, ein paar Gramm könnte sie ruhig verlieren. Aber fett ist sie auch nicht, sie sieht nur so aus, weil sie wirklich supervolles und dichtes Fell hat. Ginny ist eher die Menschenkatze. Solange sie einen Schlafplatz, eine Toilette und Nahrung hat, braucht sie nur noch einen anwesenden Menschen, dann ist sie rundum glücklich. Mit anderen Katzen hat sie es nicht so.

Obwohl sie scheinbar keinen Mutterinstinkt hat, sonst hätte sie die Kleine ja unter ihre Fittiche genommen, hat sie wenigstens einen Beschützerinstinkt. Einmal hat Jack es beim Raufen wohl etwas übertrieben, sodass es hätte gefährlich für Cloé werden können. Da sprang sie wie gestochen auf, legte den Sprint ihres Lebens hin und warf sich mit aller Wucht und ihrem ganzen Körpergewicht in Jack rein. Der hat sie nicht kommen sehen und hat dann fix das Weite gesucht.

Jack

Der Kater im Urlaub, natürlich auf dem Thron. Schatten, Wasser und Futter hatte er natürlich auch.

Das ist Jack. Jack wurde 19. Februar 2010 geboren. Er kam aus einem privaten Wurf und da die Menscheneltern schon mehrere Katzen hatten, konnten sie von diesem Wurf nur ein Kitten behalten. Die anderen Kitten haben sie einzeln auf einem Online-Kleinanzeigenmarkt für jeweils 50 Euro angeboten. Mit dem Geld wollten sie nur ihre bisherigen Ausgaben für Tierärzte etc. decken. Viel wichtiger war ihnen, dass ihre Tierchen ein gutes Zuhause bekommen, weswegen sie so eine Art Bewerbungsschreiben haben wollten und kein stumpfes „wann kann ich den abholen?“.

Zufällig haben wir eigentlich nur mal aus Spaß nach Kitten gesucht, denn uns war schon klar, dass wir eine Katze haben wollten, aber es war nicht besonders eilig, wir wollten halt „nur mal gucken“. Dann sind wir auf das Inserat gestoßen und haben uns beide sofort Hals über Kopf in den kleinen Racker verliebt. Obwohl die Anzeige bereits ergänzt wurde mit der Botschaft, dass zahlreiche Mails eingegangen sind und man bitte keine weiteren Nachrichten schicken soll, habe ich die wohl schmalzigste Mail meines Lebens geschrieben.

Und tatsächlich haben die Halter sie doch noch gelesen und sich für uns entschieden. Liebe Familie, wenn ihr das hier zufällig lesen solltet, möchten wir uns noch einmal bedanken. Jack hat sich super entwickelt, ist topfit, mittlerweile zehn Jahre alt und er kümmert sich um Cloé, als wäre sie seine eigene Tochter.

Er muss wirklich überall reinkrabbeln.
Foto: Christine Numrich

Als wir ihn nach einer Fahrt voller kläglicher Miau-Lauten in der Wohnung aus dem Korb gelassen haben, ging er sofort auf die Toilette, checkte die Wohnung, kam zu uns und kuschelte. Die Nacht haben wir kaum geschlafen, denn immer, als das Licht ausging, kam er ins Bett und legte sich auf dem Rücken der Länge nach hin. Der hat uns sofort vertraut und in sein Herz geschlossen.

Jack ist von einem kleinen zu einem großen Tunichtgut geworden. Er kann wild und verschlagen sein. Manchmal lauert er hinter dem Türrahmen und wartet, bis Ginny auf die Toilette geht. Wenn sie mitten im Geschäft steckt, wetzt er dann gerne mal los und verpasst ihr aus vollem Lauf eine. Das macht er aber spielerisch, er prügelt sie nicht einfach vom Pott. Die allermeisten Beispiele auf dieser Website handeln von Jack, da er einfach viel aktiver ist als Ginny und mehr Unsinn im Kopf hat.

Insgesamt ist er aber ein Traumkater. Er macht keine Probleme und ist sehr pflegeleicht. Er ist drahtig, muskulös und immer noch sehr verspielt. Zudem kommt er jeden Abend auf die Couch und fordert eine Kuschelmulde aus einer Decke oder den Platz auf dem mittleren Sofakissen ein. So liegt er zwischen uns und kann sich von uns beiden kraulen lassen, was er spürbar genießt.

Seine größte Beute bisher war ein Lampenschirm. Wir wohnen in einem Berliner Altbau mit entsprechend hohen Decken und konnten einen ziemlich hohen Kratzbaum aufstellen. Wir hatten einfach nur eine Leuchte von der Decke hängen und haben ihr so einen kugelrunden Lampenschirm aus Papier verpasst, wie du ihn vielleicht von einem schwedischen Möbelhaus her kennst.

Eines Abends, er war höchstens schon wenige Wochen bei uns, erklomm er die oberste Etage des Kratzbaums und starrte den Lampenschirm an. Dann machte er einen halben Schritt nach hinten, stieß den lautesten Kampfschrei seiner noch jungen Karriere aus, rannte kurz los und sprang, wobei er versuchte, sich am Lampenschirm festzuhalten. Dieser riss dann beim Schwenken natürlich aus der Halterung und fiel zu Boden. Jack hingegen hatte durch diesen Tarzan-Akt wieder etwas mehr Schwung, sodass sein Sprung weiter ging.

Er endete dann, indem er oben gegen die Tür eines Schrankes auf der anderen Raumseite klatschte und wie ein Stein senkrecht zu Boden fiel. Der erste Gedanke galt natürlich dem Transport zum Tierarzt. Aber Glück im Unglück: Die Sockenschublade stand halb offen, sodass er weich gefallen ist. Er ist auch sofort da rausgeklettert, hat sich kurz geschüttelt und rannte quicklebendig in Richtung Küche.