Leckerlis

Katzen lieben Leckerlis. Schon das Rascheln der Tüte sorgt meist dafür, dass die Katzen alles stehen und liegen lassen, um die Leckerchen zu erbetteln. Leckerlis sind eine schöne Belohnung und stets eine willkommene Abwechslung. Aber nicht jedes Leckerli ist auch gut für deine Katze. Hier erfährst du, wie du gute Leckerchen erkennst und was du sonst noch so über Katzenleckerlis wissen solltest.

Braucht meine Katze Leckerlis?

Brauchst du Chips, Schokolade oder Fruchtgummis? Dein Leben hängt sicher nicht davon ab, du überlebst auch ganz gut ohne solche Sachen. Sie sind auch nicht unbedingt gesund, aber sie schmecken halt einfach gut. Es ist eben einfach schön, sich nach getaner Arbeit auf die Couch zu setzen, einen Film zu schauen und sich ein paar Chips oder ähnliches zu gönnen.

Bei deiner Katze ist es ebenso. Sie ist nicht auf Leckerlis angewiesen, aber sie freut sich immer wieder darüber, wenn es welche gibt. Du gönnst ihr damit eine kleine Süßigkeit, die ihr super schmeckt und mal eine Abwechslung zum normalen Futter darstellt. Du kannst sie damit auch belohnen, wenn sie etwas besonders gut gemacht hat. Eine Katze ist viel gewillter, einen Trick zu lernen, wenn es dabei bzw. danach Leckerlis zur Belohnung gibt.

Wie viele Leckerlis kann ich meiner Katze geben?

Es ist leider so, dass sehr viele Dinge, die besonders lecker sind, nicht unbedingt auch gesund sein müssen. Wenn du jeden Abend eine ganze Tüte Chips verspeist, ist das sicher nicht gesund. Bei Katzenleckerlis ist das nicht anders. Sie sind einfach nur dafür da, lecker zu sein. Ernähren könntest du deine Katze damit nicht, sie würde schnell übergewichtig werden und Mangelerscheinungen bekommen.

Hier heißt es, mit dem richtigen Augenmaß vorzugehen. Eine schlanke und sehr aktive Katze kann sicherlich mehr Leckerchen vertragen, als ein Tier, welches den ganzen Tag nur auf der Couch rum rollt. Wenn die Katze eh schon etwas übergewichtig ist, solltest du sie nicht auch noch mit Leckerchen vollstopfen.

Es gibt auch keine Faustformel nach dem Motto „X Leckerli pro Kilo Katze am Tag ist in Ordnung“. Leckerlis sollen keine Mahlzeit ersetzen, ein paar kleine Bröckchen am Tag sind mehr als ausreichend. Wir machen das immer so, dass es bei uns ein- bis zweimal die Woche Leckerlis gibt. Wir nehmen dann immer eine kleine Hand voll und verteilen alles gleichmäßig auf die drei Racker.

Das ist immer ein größeres Event und unsere Katzen lieben es. Der Vorteil ist auch, dass sie sich nicht zu sehr an die Leckerlis gewöhnen, sodass sie nicht anfangen, um eine bestimmte Uhrzeit deswegen zu betteln.

Woran erkenne ich hochwertige Leckerchen?

Wie bei Nass- und Trockenfutter auch, sollte der erste Blick auf die Inhaltsstoffe fallen. Steht Zucker auf der Liste, ist das Leckerli schon durchgefallen. Katzen benötigen keinen Zucker. Er greift die Zähne an und hat keinerlei positive Effekte. Auch Getreide, Öle, Fette oder tierische Nebenerzeugnisse sollten möglichst nicht enthalten sein.

Tierische Nebenerzeugnisse sind Schlachtabfälle, die nicht wirklich zum Verzehr geeignet sind, wie zum Beispiel geriebene Hufe.

Ein möglichst hoher Fleischanteil ist immer ein gutes Zeichen. Mittlerweile gibt es immer mehr Leckerchen, die nur aus getrocknetem Fleisch oder Fisch bestehen. Solche Leckerlis kannst du bedenkenlos füttern. Du könntest sie sogar selbst bedenkenlos essen.

Es gibt auch Leckerlis mit nützlichen Zusätzen. Neigt deine Katze dazu, häufig Haarbälle hochzuwürgen, kannst du zu Leckerlis mit Malz greifen. Malz fördert den Abtransport der Haare durch den Verdauungstrakt. Du kannst auch zwischendurch mal ein kleines Löffelchen Malzpaste servieren. Das hat denselben Effekt und wir kennen keine Katze, die nicht total auf Malzpaste abfährt.

Leckerlis müssen auch nicht immer aus der Tüte kommen. Eine gesunde Alternative ist auch Frischfleisch. Eine Packung Hühnerherzen bekommst du in fast jedem Supermarkt für sehr wenig Geld. Herzen zu verfüttern mag für dich möglicherweise etwas abstoßend erscheinen, aber es handelt sich dabei um reines Muskelfleisch, an dem deine Katze gut etwas zu kauen hat.

Es ist auch nicht schlimm, wenn dir beim Zubereiten von frischem Fleisch versehentlich ein kleines Stück runterfällt. Rind und Geflügel sind okay, du solltest deiner Katze nur keinesfalls rohes Schweinefleisch geben, da sie davon sehr krank werden kann.

Und generell gilt: Essensreste sind keine Leckerchen, egal wie sehr die Katze bettelt. Allgemein sollte sich die Katze nicht angewöhnen, bei Tisch zu betteln. Außerdem sind Essensreste nicht gut für deine Katze, allein schon wegen der Gewürze. Viele Gewürze, die für uns selbstverständlich sind, können für Katzen nicht nur ungenießbar, sondern auch giftig sein.

Kann ich Katzenleckerchen auch selbst machen?

Ja, das kannst du, die Idee ist auch sehr gut. Bei selbstgemachten Leckerchen weißt du ganz genau, was drin ist. Selbstgemachte Leckerlis sind frei von Dingen wie Zucker, künstlichen Aromen oder Konservierungsstoffen. Und das Beste: Wenn deine Katze sie nicht mag, war die Arbeit nicht umsonst. Du kannst das Meiste problemlos auch selbst essen. Je nach Rezept kannst du ja nachwürzen oder einen Dip dazu naschen.

In unserem Artikel über selbstgemachte Leckerchen für Katzen haben wir dir ein paar gute Beispiele zusammengestellt.